06.06.2017

Deutsche-Bahn-Vorstand Berthold Huber entwirft Visionen für die Zukunft der Eisenbahn

Bahnvostand Barthold Huber im Bahnsystemkolloquium © G. Schäfer Bahnvostand Barthold Huber im Bahnsystemkolloquium © G. Schäfer
Bahnvostand Barthold Huber im Bahnsystemkolloquium

© G. Schäfer

So voll besetzt wie am 1. Juni 2017 ist der Hörsaal POT 251 selten zu den Veranstaltungen des Bahnsystemkolloquiums, das dieses Mal unter dem Thema „Die Zukunft der Eisenbahn“ stand. Prof. Bernhard Wieland und Prof. Wolfgang Fengler war es gelungen, Berthold Huber, Vorstand Personenverkehr bei der Deutschen Bahn AG, als Gastreferenten zu gewinnen. In seinem engagierten und visionären Vortrag zeigte er verschiedene Entwicklungslinien auf, wohin sich aus Sicht der Deutschen Bahn der Eisenbahnverkehr in Zeiten von zunehmender Urbanisierung mit wachsenden Mobilitätsbedürfnissen und Digitalisierung entwickeln wird. Eisenbahn wird vor allem im Personenverkehr ohne intermodale Vernetzung nicht mehr denkbar sein. Hierzu muss die Bahn in der digitalen Lebenswirklichkeit der Kunden ankommen. Es wird darauf ankommen, die Alltagsmobilität in den Ballungsräumen sowie im Reiseverkehr zwischen den Ballungsräumen eine „Reisebegleitung durch den Irrgarten der Eisenbahn“ zu organisieren. Dies erfordert eine digitale multimodale Plattform, die unterschiedliche Mobilitätsdienste integriert und dem Kunden zugänglich macht. Daneben wird es für die Eisenbahn zukünftig von besonderer Bedeutung sein, die Infrastruktur so auszubauen und weiterzuentwickeln, dass das Gesamtsystem Eisenbahn möglichst hochautomatisiert und integriert gesteuert und betrieben werden kann. Allein mit der Digitalisierung der Schiene und unter Nutzung des 5G-Mobilfunkstandrads kann lt. Aussagen von Berthold Huber eine Kapazitätssteigerung von 20 % ohne zusätzliche bauliche und flächenverzehrende Infrastrukturerweiterungen erreicht werden.

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Gertraud Schäfer
Letzte Änderung: 06.06.2017