04.09.2017

Frau Dipl.-Ing. Juliane Martin erhält 2. Preis bei Förderpreis "Sicherheit im Straßenverkehr" des Deutschen Verkehrssicher­heitsrates (DVR)

Preisübergabe an Juliane Martin durch Professor Rüdiger Trimpop © DVR Preisübergabe an Juliane Martin durch Professor Rüdiger Trimpop © DVR

Dipl.-Ing. Juliane Martin erhält den 2. Preis von Jury-Mitglied Prof. Rüdiger Trimpop

Preisübergabe an Juliane Martin durch Professor Rüdiger Trimpop

Dipl.-Ing. Juliane Martin erhält den 2. Preis von Jury-Mitglied Prof. Rüdiger Trimpop © DVR

Am 19. Mai wurde in Berlin der Förderpreis "Sicherheit im Straßenverkehr" des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) für junge Wissenschaftler vergeben.

Frau Juliane Martin,  seit Abschluss ihres Studiums 2016 Mitarbeiterin der Professur Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen, errang mit Ihrer Diplomarbeit "Verkehrssicherheit und Verhalten nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer bei kritischer Witterung" den mit 2.500 EURO dotierten 2. Preis.

In der Diplomarbeit, die von der Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik betreut wurde, untersuchte Frau Martin den Einfluss kritischer Witterungsbedingungen auf das Verkehrsaufkommen, das Unfallgeschehen und das Verkehrsverhalten von Fußgängern und Radfahrern. Dazu wurden Daten zum Radverkehrsaufkommen und zum Witterungsgeschehen, die polizeiliche Unfallstatistik, der Räum- und Streuzustand von Fuß- und Radwegen sowie Videobeobachtungen des Fuß- und Radverkehrs bei kritischen Witterungsverhältnissen an verschiedenen Standorten in Dresden und Altenberg ausgewertet. Zusätzlich wurden 270 Verkehrsteilnehmer hinsichtlich ihrer Einschätzung des Räum- und Streuzustandes, der eigenen Gefährdung und erlebten Stürzen befragt.

Es zeigte sich, dass das Radverkehrsaufkommen starken witterungsbedingten Schwankungen unterliegt – Eis und Schnee führen hier zu einer deutlichen Reduzierung. Gleichwohl ereigneten sich bei Eis und Schnee mehr schwere Unfälle. Die Räumung von Radwegen bei Schneefall war lückenhaft. Von den Befragten wurde angegeben, bei schlechtem Wetter häufig vom Fahrrad auf Bus und Bahn umzusteigen. Knapp ein Drittel der Befragten gab an, in den letzten fünf Jahren bei kritischer Witterung gestürzt zu sein – meist mit geringen Folgen. Junge Menschen stürzten zwar häufiger, Ältere verletzten sich bei Stürzen jedoch schwerer.

Frau Martin betonte, dass die Räumung und Streuung auch an Tagen ohne Neuschneefall wichtig sei. Außerdem sei der Einsatz von Kehrmaschinen zur Räumung von Radwegen sowie ein zusammenhängendes, winterdienstlich betreutes Radwegenetz für Dresden zu diskutieren.

Wir gratulieren Frau Martin zu dieser Auszeichnung!

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Gabriele Kaden
Letzte Änderung: 04.09.2017