20.10.2026
Digitale Partizipation im Mittelpunkt der 29. GeNeMe
Eröffnung der 29. GeNeMe durch den Dekan der Fakultät Erziehungswissenschaften Prof. Dr. Rolf Koerber und die Konferenzleitung
Am 17. und 18. September 2026 fand an der TU Dresden die 29. Ausgabe der Konferenz „Gemeinschaften in Neuen Medien“ (GeNeMe) statt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung stand die Frage, wie digitale Partizipation unter den Bedingungen aktueller technologischer Entwicklungen gestaltet, erforscht und reflektiert werden kann. Seit mehr als 25 Jahren bringt die GeNeMe Perspektiven aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus Forschung und Praxis zusammen. 2026 standen insbesondere die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz, virtuellen und immersiven Technologien sowie neuen Formen digitaler Zusammenarbeit und Ko-Kreation auf gesellschaftliche und bildungsbezogene Partizipationsprozesse im Fokus. Die thematische Ausrichtung reichte von partizipativer Forschung und digitalen Bildungsprozessen über digitale und hybride Gemeinschaften bis hin zu Fragen von Partizipation und Demokratie. Mit 159 Teilnehmenden aus 14 Ländern, 38 Beiträgen in sechs Themenfeldern sowie zwei Keynotes in deutscher und englischer Sprache spiegelte das Programm die thematische und internationale Breite der GeNeMe wider.
Eröffnungskeynote (engl.): Digital Media, Publics & Democracy (Prof. Dr. Philipp Lorenz-Spreen)
Die Hauptkonferenz wurde am 17. September durch den Dekan der Fakultät Erziehungswissenschaften, Prof. Dr. Rolf Koerber, und die Herausgeber der Konferenz Prof Dr. Thomas Köhler, Prof Dr. Eric Schoop, Prof Dr. Ralph Sonntag und Jun.-Prof. Dr. Jacqueline Schmidt eröffnet. Den wissenschaftlichen Auftakt bildete die Keynote von Prof. Dr. Philipp Lorenz-Spreen zum Thema „Digitale Medien, Öffentlichkeit und Demokratie“. Sie nahm den Wandel öffentlicher Kommunikation durch digitale Plattformen und generative KI sowie die damit verbundenen Herausforderungen für gesellschaftliche Teilhabe in den Blick.
Aktuelle Forschungs- und Praxisperspektiven im Austausch. Prozess zur partnerschaftlichen Hochschulentwicklung als strategischer Gesamtaufgabe (Ralph Sonntag)
In den anschließenden Sessions wurde die Bandbreite digitaler Partizipation aus unterschiedlichen Perspektiven aufgegriffen. Themen waren unter anderem die Gestaltung digitaler Lernumgebungen, partizipative Forschung zwischen Inklusion und KI, Generative AI und immersive Virtual Reality in der Zusammenarbeit, virtuelle und politische Teilhabe sowie digitale Assistenz und Ko-Kreation in Bildung und Gesundheit.
Vortrag zur niedrigschwelligen digitale Bürgerbeteiligung in der Praxis (Torsten Holmer)
Den zweiten Konferenztag eröffnete Dr. Petra Traxler mit der pädagogischen Keynote „Generation Smartphone lehrt Generation Alpha“. Im Mittelpunkt standen digitale Partizipation aus pädagogischer Perspektive, Ergebnisse einer Mixed-Methods-Studie sowie Einblicke in die Initiative „SMART aufwachsen“. Weiterführende Sessions zu unter anderem partizipativer Bildungsentwicklung, Ko-Kreation in digitalen Bildungs- und Wissensräumen, digitalen Infrastrukturen sowie responsiver und inklusiver Partizipation im KI-Zeitalter standen auf dem Programm.
Keynote: „Generation Smartphone lehrt Generation Alpha“ (Dr. Petra Traxler)
Eine weitere Verbindung entstand in diesem Jahr zur parallel stattfindenden 19. internationalen PhD Summer School „Education & Technology“ (https://tu-dresden.de/codip/zentrum/news/summer-school-education-and-technology-2026). Poster-Sessions, gemeinsame Austauschphasen und eine Paneldiskussion, geleitet von Dr. Altmann, brachten Konferenzteilnehmende und internationale Nachwuchswissenschaftler miteinander ins Gespräch.
Die GeNeMe 2026 wurde als hybride Konferenz durchgeführt. Die Präsenzveranstaltung an der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden wurde durch Möglichkeiten zur virtuellen Teilnahme ergänzt. Organisiert wird die Konferenz von dem Center for Open Digital Innovation and Participation (CODIP) der TU Dresden.
Die angenommenen wissenschaftlichen Beiträge der GeNeMe werden im Tagungsband als Open Access über QUCOSA veröffentlicht.
Weitere Informationen zur GeNeMe und zum Programm: GeNeMe (geneme.de)