05.08.2026
„Unsichtbare Held:innen“ für TUD-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation 2026 nominiert
Photovoice-Ausstellung "Unsichtbare Held:innen"
Partizipative Photovoice-Ausstellung verbindet Forschung, persönliche Geschichten und gesellschaftlichen Dialog
Wir freuen uns sehr über die Nominierung für den TUD-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation 2026. Die Ausstellung „Unsichtbare Held:innen – zwischen Alltag und Pflege – Junge Erwachsene mit Pflegeverantwortung erzählen ihre Geschichte“ der Forschungsgruppe „Partizipative Forschung und Technikentwicklung gesundheitsförderlicher Interventionen“ am Center for Open Digital Innovation and Participation (CODIP) der TU Dresden gehört zu den sechs nominierten Projekten.
Der TUD-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation würdigt herausragende Formate, die wissenschaftliche Inhalte für ein breites Publikum zugänglich machen und innovative Wege der Wissenschaftsvermittlung sichtbar machen. Die Preisverleihung findet am 1. September 2026 statt.
Die Ausstellung „Unsichtbare Held:innen – zwischen Alltag und Pflege“ entstand im Rahmen des Forschungsprojekts Kraft-Copilot auf Grundlage der partizipativen Forschungsmethode Photovoice. Vier junge pflegende Erwachsene dokumentierten ihren Alltag fotografisch und reflektierten ihre Erfahrungen gemeinsam mit dem Forschungsteam in einem partizipativen Forschungsprozess. Die entstandenen Fotografien, persönlichen Zitate und Geschichten wurden anschließend ko-kreativ kuratiert, anonymisiert und zu einer Ausstellung gestaltet.
Persönliche Fotografien und Geschichten verbunden mit räumlicher Inszenierung
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Perspektiven junger Menschen mit Pflegeverantwortung. Sie geben Einblicke in ihren Alltag, erzählen von Herausforderungen und Hoffnungen und machen eine Lebensrealität sichtbar, die häufig ungesehen bleibt. Dabei folgt die Ausstellung einem konsequent partizipativen Ansatz: Wissenschaftskommunikation wird nicht über Betroffene, sondern gemeinsam mit ihnen gestaltet.
Die Verbindung aus persönlichen Fotografien, Geschichten und interaktiven Elementen schafft emotionale Zugänge und lädt Besucher:innen zur Reflexion und zum Austausch ein. Die Ausstellung wurde im Sommer 2025 als Wanderausstellung eröffnet und durch Führungen, Workshops und Gesprächsformate begleitet. Dabei entstanden Räume für Begegnung zwischen jungen pflegenden Erwachsenen, Fachakteur:innen, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit.
Eröffnung der Ausstellung im COSMO-Wissenschaftsforum
Die Nominierung ist für uns eine besondere Anerkennung des partizipativen Ansatzes und des Engagements aller Beteiligten – insbesondere der jungen pflegenden Erwachsenen, die ihre Erfahrungen geteilt und die Ausstellung aktiv mitgestaltet haben. Sie haben nicht nur Inhalte eingebracht, sondern auch die Vermittlung der Ergebnisse mitgeprägt. Unser besonderer Dank gilt den vier Co-Forschenden Franziska, Clara, Lina und Anna (Pseudonyme), die diesen Prozess mit ihren Perspektiven, Erfahrungen und ihrem Engagement entscheidend geprägt haben.