Aug 22, 2026
Zukunftskompetenzen brauchen zukunftsfähige Organisationen - ZuKo4Saxony beim WINSAX Business Frühstück in Chemnitz
Wie müssen sich Unternehmen aufstellen, damit Zukunftskompetenzen entwickelt und wirksam werden? Mit dieser Frage eröffnete das Verbundprojekt ZuKo4Saxony seinen Beitrag zum Business Frühstück „FutureReadiness @KMU: Warum Future Skills über die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands entscheiden", das am 21. August 2026 vom Wirtschaftsnetzwerk Sachsen (WINSAX) erstmals in Chemnitz stattfand.
Zum Einstieg wurden die Teilnehmenden eingeladen, fiktive Szenarien zu bewerten – mit roten und grünen Karten. Ist das wahrscheinlich? Ist das wünschenswert? Die unterschiedlichen Reaktionen im Raum machten sichtbar, was den Kern von Zukunftsfähigkeit ausmacht: Zukunft ist keine alleinstehende Vision, sondern ein Fächer von Möglichkeiten – und wer sich nicht damit auseinandersetzt, überlässt anderen das Gestalten.
Handlungsleitend ist die Erkenntnis, dass Transformation nicht einfach mit uns passiert, sondern wir sie selbst treiben. Die Art und Weise wie wir wirtschaften und zusammenleben transformiert nicht nur Gesellschaft und Umwelt, sondern auch unsere Arbeitsweisen. Globalisierung, Digitalisierung, demographischer Wandel: Diese Entwicklungen lassen sich nicht aufhalten – aber konstruktiv mitgestalten. Und genau dafür braucht es neue Kompetenzen.
Im anschließenden Kurzvortrag wurde deutlich: Wer in einer Organisation keinen Handlungsspielraum hat, kann keine Zukunfts- und Gestaltungskompetenz entwickeln – egal wie gut er oder sie ausgebildet ist. Kompetenzentwicklung und Organisationsentwicklung sind deshalb zwei Seiten derselben Medaille. Wie das konkret aussehen kann, zeigte ein von Ulrike Schroer und Sophie Hollmann entwickelter Prototyp. In einer kurzen praktischen Intervention verknüpften die Teilnehmenden Future Skills mit konkreten Handlungsräumen in ihren Unternehmen – und entwickelten dabei erste Ansätze für eine passgenaue Personal- und Organisationsentwicklung. Der Prototyp machte greifbar, was abstrakt schnell verloren geht: dass Zukunftsfähigkeit planbar und gestaltbar ist.
Die mehr als 35 Teilnehmenden brachten sich aktiv ein, teilten Erfahrungen aus ihrem Unternehmensalltag und stellten Fragen, die zeigten: Das Thema trifft einen Nerv. Für ZuKo4Saxony lieferte der Austausch wertvolle Einblicke in die Arbeitsrealität sächsischer Unternehmen – und bestätigte einen wesentlichen Ansatz des Projekts: Zukunftskompetenzen werden dann wirksam, wenn sie an reale Herausforderungen und konkrete Organisationskontexte anknüpfen.