Einblicke und Infos
Video Absolventin Sarah Andreas
Video TechLA © TU Dresden
In diesem Video berichtet unsere Absolventin Sarah Andreas von ihrem Weg zur Lehrerin an berufsbildenden Schulen. Sarah Andreas erzählt, was sie motiviert hat, diesen Beruf zu wählen, und was die berufsbildenden Schulen für sie besonders spannend macht.
Interviews mit Studierenden
Niculin studiert im zehnten Fachsemester Lehramt an berufsbildenden Schulen in der Fachrichtungen Elektrotechnik und Informationstechnik und im Fach Gemeinschaftskunde / Rechtserziehung / Wirtschaft. Im folgenden Interview beantwortet er einige Fragen zu seinem Studienalltag.
Im Studium sind es vor allem die sozialen Kontakte und gemeinsamen Erlebnisse außerhalb der Lehre, die mich motivieren. Besonders schön sind Veranstaltungen, wie Grillabende oder Stammtische, bei denen man neue Bekanntschaften knüpfen kann. Aber auch bestandene Klausuren, vor allem die, bei denen man selbst überrascht ist, wie es geklappt hat, gehören zu den motivierenden Momenten. Im Lehrer:innenberuf spielt ebenfalls die soziale Ebene eine große Rolle. Besonders wertvoll sind Gespräche in den Pausen, in denen Schüler:innen eine ganz andere Seite von sich zeigen und nicht nur Leistung und Noten im Fokus stehen. Zudem sind die „Aha-Momente“ im Unterricht besonders motivierend, wenn man merkt, dass sich bei den Lernenden ein Knoten gelöst hat und sie verstehen, worum es geht.
Eine besonders herausfordernde Situation war mein erster Unterrichtsversuch vor einer Klasse im Blockpraktikum. Zuvor hatte man sich hauptsächlich mit theoretischen Inhalten beschäftigt, doch die Praxis brachte ganz neue Herausforderungen mit sich. Anfangs war das ungewohnt und auf einer besonderen Art anstrengend, da nicht immer alles so ablief, wie es die Theorie vorgibt. Diese Erfahrung war jedoch sehr wertvoll, da ich gelernt habe, flexibler zu reagieren und meinen eigenen Weg im Unterricht zu finden. Rückblickend hat mich diese Situation in meiner Berufswahl bestärkt.
Ich würde meinem jüngeren Ich raten, nicht alles zu ernst, aber auch nicht zu locker zu nehmen. Wichtig ist, eine gute Balance zu finden und sich in einem gesunden Maß an Stress zu bewegen, das motiviert, aber nicht überfordert.
Pascal studiert im zweiten Fachsemester Lehramt an berufsbildenden Schulen in der Fachrichtungen Elektrotechnik und Informationstechnik und im Fach Gemeinschaftskunde / Rechtserziehung / Wirtschaft. Im folgendem Interview beantwortet er einige Fragen zu seinem Studienalltag.
Die schönsten Momente für mich im Studium sind die, in denen ich merke, dass ich elektronische Zusammenhänge verstanden habe. Gerade am Anfang wirkt vieles sehr theoretisch, aber wenn sich einzelne Inhalte verbinden und man merkt, man kann einzelne Aufgaben selbstständig lösen, ist das ein sehr motivierendes Gefühl. Außerdem motiviert mich der Gedanke an den späteren Beruf als Lehrer, weil ich nicht nur fachlich arbeite, sondern auch Wissen weitergeben kann und mit Menschen zu tun habe.
Eine Herausforderung für mich war der Einstieg ins Studium, vor allem in die Elektrotechnik. Das Niveau und das Tempo sind deutlich höher als in der Schule und gerade am Anfang war es nicht leicht, alles sofort zu verstehen. Ich habe gelernt, strukturierter zu arbeiten, mir frühzeitig Hilfe zu suchen und - ganz wichtig - dranzubleiben, auch wenn es nicht sofort klappt. Dadurch bin ich etwas geduldiger geworden und gehe schon entspannter mit schwierigen Themen um.
Ich würde mir raten, von Anfang an am Ball zu bleiben und nichts aufzuschieben. Gerade in Elektrotechnik baut vieles aufeinander auf. Außerdem würde ich mir sagen, keine Angst davor zu haben, Fragen zu stellen oder Dinge nicht direkt zu verstehen. Das gehört einfach mit dazu. Ich würde mir selbst auch mehr zutrauen, weil man oft mehr schaffen kann, als man am Anfang denkt.
Paul studiert im zehnten Fachsemester Lehramt an berufsbildenden Schulen in der Fachrichtungen Elektrotechnik und Informationstechnik und im Fach Mathematik. Im folgenden Interview beantwortet er einige Fragen zu seinem Studienalltag.
In den Schulpraktika motivieren mich vor allem der Lernfortschritt der Schüler:innen, den man als Lehrkraft selbst in Gang gebracht hat, und das Aufgreifen der Begeisterung der Schüler:innen, die man selbst entfacht hat. Im Studium sind es vor allem das tiefe Verständnis von Inhalten durch die verschiedenen Module im Studium, das Entstehen von Freundschaften beim gemeinsamen Lernen und Verstehen und der Stolz über Erfolgserlebnisse, wie bspw. das Bestehen von Modulen.
Der Anfang vom Studium war hart. Man macht sich generell viel Druck und vergleicht sich immer mit den anderen, von denen man Großes erwartet. Dann stellt man fest, dass man es mit Fleiß gut durch Prüfungen schafft und die anderen auch nur mit Wassers kochen. Mit Fleiß gehört man auch schnell zu den Guten.
Mit Fleiß kommt man durchs Studium – bleib also immer dran! Und lass dich nicht von anderen entmutigen. Die Studierende, die man ehesten hört, sind die, die am lautesten jammern. Weiter dranbleiben, fleißig sein und dann wird das!
Studiendekanin Prof.in Manuela Niethammer beantwortet uns im folgendem Interview einige wichtige Fragen rund um die gewerblich-technischen Fachrichtungen im Lehramt an berufsbildenden Schulen.
Gute Facharbeiter:innen sowie Handwerker:innen benötigen eine gute Ausbildung. Diese wird in Deutschland insbesondere über das duale System gesichert. Das heißt, für die berufliche Ausbildung werden sowohl Phasen der betrieblicher als auch der schulischen Ausbildung kombiniert. Die Lehrkräfte für die schulische Ausbildung benötigen einen Hochschulabschluss, der u.a. an der TU Dresden erworben werden kann.
Die Hochschulzugangsberechtigung (HZB) ist die Voraussetzung, um das Studium beginnen zu können (ergänzt von Lena). Eine Berufsausbildung oder eine einjährige Berufserfahrung in der gewählten Fachrichtung ist sehr sinnvoll, da die Arbeitswelt der zukünftigen Lernenden den Lehrpersonen bekannt sein muss. Entsprechend ist die Berufserfahrung eine Voraussetzung für Anmeldung zur Ersten Staatsprüfung am Ende des Studiums.
Das Lehramtsstudium ist sehr vielfältig und herausfordernd. Es besteht im Wesentlichen aus drei Teilen, einer ersten beruflichen Fachrichtung, einer zweiten beruflichen Fachrichtung oder einem gymnasialen Fach und einem bildungswissenschaftlichen Teil inklusive Psychologie. Die berufliche Fachrichtung bzw. das gymnasiale Fach bestehen jeweils aus fachwissenschaftlichen und didaktischen Modulen. Alle drei Teile enthalten schulische Praxisphasen.
- Spannende und vielfältige berufliche Tätigkeiten
- Einzigartige Kombination aus Technik und Pädagogik
- Sichere berufliche Perspektive – Berufsschullehrer:innen in technischen Berufen werden immer benötigt