09.07.2018; Kolloquium

Institutskolloquium: Epistemologie, Methodologie und Sozialtheorie: Idiome der Gesellschaftsanaly­se im sozialen Imaginären

Institut für Soziologie
18:30 - 20:00 Uhr
Bürogebäude Falkenbrunnen FAL Raum 232
Chemnitzer Straße 46a, 01187 Dresden

Montag, 09.07.2018, 18.30 Uhr

„Epistemologie, Methodologie und Sozialtheorie: Idiome der Gesellschaftsanalyse im sozialen Imaginären“

Prof. Andreas Langenohl, Universität Gießen

Die Epistemologie der Sozialwissenschaften betont seit langem die Schwierigkeit, die methodologische Bedeutung der Beziehung zwischen Gesellschaftsanalyse und Analysegegenstand – also Gesellschaft – zu bestimmen. Wie soll man valide Gesellschaftsanalysen erarbeiten, wenn die Analyse und der eingenommene Blickwinkel den Gegenstand in gewissem Sinn erst hervorbringen und positionieren? Andererseits hat die Sozialtheorie das Einwandern analytischer Vokabulare und Blickwinkel in die Praktiken und das Selbstverständnis heutiger Gesellschaften festgestellt – Stichwort ‚ Versozialwissenschaftlichung der Gesellschaft‘ (Lutz Rafael). Der Vortrag unternimmt den Versuch, zwei spezifi sche Varianten dieser beiden Feststellungen miteinander ins Gespräch zu bringen: einerseits den Ansatz der ‚Idiome der Gesellschaftsanalyse‘, der versucht, die Selbstpositionierung der Gesellschaftsanalyse vis-à-vis ihrem Gegenstand zu rekonstruieren; und andererseits das Konzept des ‚sozialenImaginären‘ (Charles Taylor), welches die Bedeutung sozialwissenschaftlicher Idiome in gesellschaftlichen Selbstverständnissen fokussiert.

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Oliver Brust
Letzte Änderung: 03.05.2018