19.12.2025
Jahresrückblick 2025 der Professur für Internationale Politik
Das Jahr 2025 war von personellen Wechseln, dem Umzug in neue Räumlichkeiten sowie einer Vielzahl an Forschungs- und Lehrbetreuungen geprägt:
Personelle und räumliche Änderungen
Prof. Holzscheiters Büro während des Umzugs
Das Jahr 2025 brachte einige Änderungen an der Professur mit sich. Im Juli mussten wir schweren Herzens Dr. Elvira Rosert nach ihrer einjährigen Vertretung für Prof. Anna Holzscheiter verabschieden. Gleichzeitig freuten wir uns, Prof. Anna Holzscheiter wieder willkommen zu heißen.
Jochen Kleinschmidt, Maria Weickardt Soares, Lea Bellmann und Felix Seeliger (v.l.n.r.) auf der Einweihungsparty
Auch die räumliche Unterbringung änderte sich: Nach vielen Jahren im Gerber-Bau erfolgte im Juli der Umzug des Instituts für Politikwissenschaft in die neuen Räumlichkeiten in der August-Bebel-Straße. Leider war die Einweihungsparty zugleich die letzte Veranstaltung für Maria Weickardt Soares, die wir in diesem Rahmen verabschiedeten. Zudem durften wir pünktlich zum Wintersemester Friedrich Opitz herzlich in unserem Team begrüßen.
Forschung und internationale akademische Aktivitäten
Blick aus dem 9. Stock des Zentralgebäudes der LSE während Prof. Holzscheiters Visiting Professorship am Department of International Relations
In ihrem Forschungsfreisemester war Prof. Dr. Anna Holzscheiter als Visiting Professor am Department of International Relations der London School of Economics (LSE) tätig (Laufzeit bis Mai 2025). Sie begleitete zudem als Zweitgutachterin die Disputation von Julian Hettihewa (Universität Bonn) zum Thema „Jugend im Völkerrecht“ an der Universität Oxford.
Dr. Ivan Bakalov organisierte im Juni einen Workshop zum Thema „Political Economy of Russia's War against Ukraine“, der sowohl online als auch im Gerber-Bau stattfand. Die dort diskutierten Inhalte flossen unter anderem in sein Paper „'Surplus People': Labour, Insider Rent, and the Commodification of Violence in Russia“ ein, welches er im August auf der EISA-Konferenz in Bologna präsentierte.
Jochen Kleinschmidt mit Prof. Dr. Aleksandra Spalińska auf der EISA-Konferenz in Bologna
Ebenfalls in Bologna war Dr. Jochen Kleinschmidt als Co-Chair der Standing Section „Exploring World Politics Beyond the State System“ der European International Studies Association (EISA) tätig. Jochen Kleinschmidt präsentierte darüber hinaus auf der Tagung des kolumbianischen Netzwerks für Internationale Beziehungen (RedIntercol) in Cali. Im November war er an der Organisation der Jahrestagung der DVPW-Themengruppe „Kritische Sicherheitsstudien“ in Dresden beteiligt, die dort ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Im Rahmen der Tagung präsentierte Lea Bellmann erste Ergebnisse ihrer Forschung zum Sicherheitsempfinden auf Pride-Events in Sachsen.
Lehre und Veranstaltungen
Podiumsdiskussion „Syrien im Wandel – Herausforderungen und Perspektiven“ im Potthoff-Bau der TU Dresden
Im Bereich der Lehre betreute Stefanie Gerstenberger ein Seminar zur Konzeption von Planspielen zur Europäischen Union, deren Ergebnisse im Januar in der Praxis erprobt wurden. Im Februar folgte eine Veranstaltung zur Bundestagswahl sowie im Mai eine Podiumsdiskussion zum Thema „Syrien im Wandel – Herausforderungen und Perspektiven“.
Das Projekt re:demo: Deutsch-tschechischer Dialog in Theorie und Praxis
Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Projekt „re:demo: Dialog fördern und Gemeinschaft stärken“, das in enger Kooperation mit der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem durchgeführt wurde. In mehreren binationalen Seminaren und Workshops in Dresden und Ústí nad Labem setzten sich Studierende beider Länder mit Themen wie Polarisierung, Radikalisierung und demografischem Wandel im Grenzraum auseinander.
Studierende der TU Dresden beim re:demo-Projekt in Ústí nad Labem
Das Programm verband wissenschaftliche Impulse mit praktischen Einblicken. So fanden unter anderem Diskussionsrunden im Sächsischen Landtag mit Abgeordneten sowie Exkursionen in die Grenzregion statt. Ein wesentlicher Bestandteil von re:demo war zudem der Transfer in die Schulen: Im Mai fand ein Projekttag an der Oberschule Adam Ries in Annaberg-Buchholz statt, gefolgt von einem weiteren Termin an der Základní škola in Chomutov im November. Dabei gestalteten die Studierenden interaktive Workshops für Jugendliche zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und regionalen Herausforderungen.
Studentische Beschäftigte
Auch bei unseren studentischen Hilfskräften gab es viel Bewegung. Im Laufe des Jahres absolvierten sie erfolgreich ihre Ausbildung zur Durchführung von Teaching Analysis Polls (TAP), einem Format zur qualitativen Lehrevaluation.
Den Jahresabschluss feierten wir am 17. Dezember mit einem gemeinsamen Weihnachtsbrunch. In diesem Rahmen verabschiedeten wir Felix Seeliger, der ein Auslandssemester in Göteborg, Schweden, antreten wird. Bereits im Verlauf des Jahres hieß es Abschied nehmen von Nora Grumpe und Nicolas Langaue, die uns als Tutor:innen unterstützten.
Mit diesem Rückblick verabschieden wir uns aus einem intensiven und facettenreichen Jahr an der Professur für Internationale Politik. Unser herzlicher Dank gilt dem gesamten Team für die großartige Unterstützung. Ein ganz besonderes Dankeschön richten wir dabei an unsere Sekretärin Andrea Kaskel, deren Arbeit für die Professur unerlässlich ist. Ebenso danken wir unseren Tutor:innen und studentischen Hilfskräften, die mit ihrem Einsatz in Forschung und Lehre einen unverzichtbaren Beitrag zu unserer gemeinsamen Arbeit leisten.
Wir blicken gespannt auf die neuen Aufgaben und Möglichkeiten, die das Jahr 2026 für uns bereithält. Allen Kolleg:innen, Studierenden und Freund:innen der Professur wünschen wir erholsame Feiertage, einen guten Start in das neue Jahr und vor allem viel Gesundheit!