01.06.2026
Prof. Christian Matthus ist neuer Inhaber der Professur für Systemintegration und wissenschaftliche Instrumentierung
Prof. Christian Matthus
Seit 01.05.2026 ist Prof. Christian Matthus Inhaber der Professur für Systemintegration und wissenschaftliche Instrumentierung verbunden mit der Stelle als stellvertretender Direktor des Kurt-Schwabe-Instituts für Mess- und Sensortechnik in Meinsberg.
„Systemintegration im Kontext fortschrittlicher Sensor- und Halbleitertechnologien hat mich schon während meiner Studienzeit sehr interessiert“, so Matthus, der in Chemnitz und Erlangen Elektrotechnik mit Vertiefung Mikroelektronik studierte. „Als Ingenieur und Wissenschaftler ist mir die Balance zwischen Grundlagenforschung einerseits und angewandter Forschung andererseits sehr wichtig. Ein großer Erfolg ist es, wenn der Transfer unserer Forschungsergebnisse in die Wirtschaft gelingt“. Im Bereich angewandter Halbleiterforschung bringt Prof. Matthus Erfahrung von Tätigkeiten an den Fraunhofer-Instituten für Elektronische Nanosysteme (ENAS) und Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) mit. In seiner Promotion untersuchte er neuartige SiC-UV-Sensoren und befasste sich später mit SiC-CMOS-Prozessentwicklung. Durch die Prototypen-Fertigungslinie (π-Fab) ist die Erlanger SiC-Technologie auch kommerziell verfügbar. Daneben arbeitete er in Erlangen an Sensoren und Messverfahren u. a. mit 2D-Materialien.
Seit 2019 ist er Mitglied der TU Dresden und war dort als Postdoc am Lehrstuhl für Schaltungstechnik und Netzwerktheorie im Schaltungsdesign aktiv. Er untersuchte schnelle und effiziente integrierte Schaltungen für Sensoranwendungen wie Verstärker, Filter und Analog-zu-Digital-Umsetzer. In kürzlich publizierten Arbeiten zu Analog-zu-Digital-Umsetzern wurden Schaltungen vorgestellt, die eine enorme Energieeffizienz bei gleichzeitig hohen Sampleraten erreichen und damit zur Weltspitze gehören. Neben diesen Schaltungen im klassischen Signalpfad wendet er sich auch solchen in neuen Materialien und Bauelementekonzepten zu, wie z. B. Organischen Elektrochemischen Transistoren (OECT). In diesem Bereich forscht er gemeinsam mit Hans Kleemann vom Dresden Integrated Center for Applied Physics and Photonic Materials (IAPP) an künstlichen Neuronen. Die Systemintegration moderner Sensorsysteme besonders im Halbleiterkontext möchte er weiter vorantreiben durch seine Arbeit am Kurt-Schwabe-Institut für angewandte Sensorforschung sowie am Institut für Halbleiter- und Mikrosystemtechnik der TU Dresden. Am Kurt-Schwabe-Institut will er gemeinsam mit Institutsdirektor Ulrich Rant den Bereich Halbleitertechnologie für fortschrittliche Bio-Sensoren stärken. „Ich freue mich, diese Themen auch im Kollegium an der Fakultät zu diskutieren und hoffe auf fruchtvolle Kooperationen“, sagt Prof. Matthus, dem die Anbindung an die TU Dresden am Herzen liegt.
In der Lehre konzentriert er sich auf Bauelemente-Modellierung und -simulation mit Schwerpunkt deren Anwendung für den Schaltungsentwurf. „Es macht mir Freude, jungen Menschen so wichtiges Fachwissen zu vermitteln. Gut ausgebildete Ingenieure mit vertieften Kenntnissen im Bereich Halbleiterbauelemente und -technologie, Modellierung sowie Schaltungsentwurf sind enorm wichtig für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Dresden und Sachsen. Silicon Saxony ist bereits jetzt das wichtigste Halbleiterzentrum Europas und muss in Zukunft weiter gestärkt werden“, so Matthus.
Prof. Christian Matthus
wissenschaftlicher Mitarbeiter
NameHerr Dr.-Ing. Christian Matthus
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Professur für Schaltungstechnik und Netzwerktheorie
Besucheradresse:
Barkhausenbau, Raum: BAR-117 Helmholtzstraße 18
01069 Dresden
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