28.09.2018

Erfolgreich im Exzellenzwettbewerb: Drei Exzellenzcluster für die TU Dresden

Luftbild vom Campus, im Vordergrund der Beyer-Bau © Nils Eisfeld Luftbild vom Campus, im Vordergrund der Beyer-Bau © Nils Eisfeld
Luftbild vom Campus, im Vordergrund der Beyer-Bau

© Nils Eisfeld

Große Freude an der TU Dresden: Drei der insgesamt sechs beantragten Exzellenzcluster der TUD wurden im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder bewilligt! Dies teilte heute (27.09.2018) die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit. Dieses Ergebnis ist angesichts des harten Wettbewerbs alles andere als selbstverständlich. Mit diesem Erfolg hat die TU Dresden die Hürde, weiter im Wettbewerb um den Titel Exzellenzuniversität zu bleiben, deutlich genommen. Mindestens zwei bewilligte Exzellenzcluster sind die Voraussetzung, um einen Antrag als Exzellenzuniversität zu stellen. Der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, hebt die Bedeutung für die gesamte Universität hervor. „Ich gratuliere allen an den Exzellenzclustern Beteiligten! Das ist eine hervorragende Leistung für die gesamte Universität und bestätigt, dass wir zu den forschungsstärksten Universitäten deutschlandweit gehören. Mit höchster Motivation und voller Optimismus gehen wir nun die Fertigstellung unseres Antrages an, um auch weiterhin als Exzellenzuniversität gefördert zu werden.“

Nachdem an der TU Dresden in der ersten Runde der Exzellenzinitiative seit 2007 zunächst ein Exzellenzcluster gefördert wurde, in der zweiten Runde dann zwei, setzt sie ihre erfolgreiche Entwicklung mit der Bewilligung von nun drei Exzellenzclustern kontinuierlich fort.

Das sind die neuen Exzellenzcluster der TU Dresden:

PoL: Physik des Lebens
Das Leben zu verstehen, ist eine der größten und komplexesten wissenschaftlichen Herausforderungen. Das Cluster will den grundlegenden Fragen in der Zell- und Entwicklungsbiologie auf den Grund gehen und dabei einen Paradigmenwechsel anstoßen: Die dem Leben zugrundeliegenden biologischen Prozesse als komplexe physikalische Phänomene zu begreifen.
Sprecher: Prof. Stephan Grill

ct.qmat: Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien
Neuartige Materialien mit speziell zugeschnittenen Funktionen sind die Grundlage des Fortschritts in praktisch allen Bereichen moderner Technologie. ct.qmat setzt auf Quantenmechanik im atomaren Bereich, die in Verbindung mit der topologischen Physik sowie der chemischen und physikalischen Komplexität noch nie dagewesene Eigenschaften und Phänomene hervorbringt. Dieser Clusterantrag wurde im Verbund mit der Universität Würzburg gestellt.
Sprecher: Prof. Matthias Vojta

CeTI: Zentrum für Taktiles Internet
CeTI soll eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine vorantreiben. Eine künftige Anwendung ist das Co-Working von Mensch und Maschine mit gegenseitigem Lernen. Dazu braucht es sowohl neue Kommunikationstechnologien zur Unterstützung von Echtzeit als auch das Verständnis des menschlichen Körpers und dessen Reaktionsvermögens.
Sprecher: Prof. Frank Fitzek

Die beiden derzeitigen Exzellenzcluster CRTD (Center für Regenerative Therapies) und cfaed (Center for Advancing Electronics Dresden) werden mit Mitteln des Freistaates und der TU Dresden weitergeführt, sodass die TU Dresden nun über fünf international herausragende Forschungscluster verfügt.

Die neu bewilligten Exzellenzcluster der TU Dresden gehören zu den Forschungsprofillinien Gesundheitswissenschaften, Biomedizin und Bioengineering; Intelligente Werkstoffe und Strukturen sowie Informationstechnik und Mikroelektronik. Da alle Forschungsprofillinien der TU Dresden interdisziplinär miteinander vernetzt sind, sind letztlich fast alle Wissenschaftsbereiche an dem Erfolg in der Exzellenzstrategie beteiligt.

Die neuen Exzellenzcluster werden ab 1. Januar 2019 für die Dauer von sieben Jahren gefördert. Die Fördersummen werden laut Ausschreibung der DFG für jedes Cluster bis zu zehn Mio. Euro jährlich betragen. Die konkreten Förderbescheide werden in den nächsten Tagen erwartet.

Für die Cluster, die trotz hoher Qualität aufgrund des starken Wettbewerbs nicht als Exzellenzcluster gefördert werden, wird die TU Dresden nun überlegen, ob und wie sie in Teilen gegebenenfalls über andere Förderprogramme realisiert werden können.

Heute darf gefeiert werden, doch schon morgen wird weiter am Exzellenzantrag gearbeitet, denn der Zeitplan ist eng. Bereits am 10. Dezember muss der Antrag im Wettbewerb um den Titel Exzellenzuniversität eingereicht werden, im Februar 2019 werden die internationalen Gutachter an der TU Dresden zu Gast sein und am 19. Juli 2019 fällt die Entscheidung, welche Universitäten als Exzellenzuniversitäten gefördert werden.

Informationen für Journalisten
Kim-Astrid Magister
Tel.: 0351 463 32398
kim-astrid.magister@tu-dresden.de

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Letzte Änderung: 28.09.2018