Porträt Juniorprofessor Krzywinski

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© Christian Hüller

Jun.-Prof. Jens Krzywinski leitet seit September 2012 die Juniorprofessur für Technisches Design. Im Jahr 2013 erhielt er den "Preis für Innovation in der Lehre" der Fakultät Maschinenwesen. Er ist Jurymitglied des German Design Awards sowie des Sächsischen Staatspreises für Design. Er wurde 1977 in Dresden geboren.

Ohne Technisches Design … wäre die vom Menschen gestaltete Umwelt ziemlich leer und wir würden weder Auto fahren, noch Löcher bohren oder Rasen mähen können. Design beeinflusst unser tägliches Handeln, egal wie unbewusst wir es wahrnehmen. Umso entscheidender ist es, Technik frühzeitig am Kunden und seinen tatsächlichen Bedürfnissen auszurichten und spätere Nutzungsszenarien bewusst zu gestalten. Design betrachtet Produkte möglichst ganzheitlich. Wir haben im Technischen Design die Chance, aufgrund unserer Ausbildung technisch viel früher und tiefer ansetzen zu können, um Design nicht nur als oberflächliche Gestaltung zu betreiben, sondern überzeugende Produkte konsequent aus sich selbst heraus zu entwickeln.

Juniorprofessor zu sein … bedeutet das Privileg zu haben, neugieriger als Andere sein zu dürfen, verbunden mit der Gelegenheit, den dabei gefundenen Problemen mit vielen Partnern gemeinsam auf den Grund gehen zu können.

Studenten … benötigen neben all dem fachlichen Input zumeist auch Unterstützung darin, die eigenen Potentiale zu entdecken und bis an die persönlichen Grenzen zu entfalten. Die besten unter Ihnen werden diese deutlich überschreiten und dabei lernen, ambitionierte und erkenntnisreiche Fehler zu machen. Auf diesem Weg können wir gegebenenfalls helfen.

In Zukunft  … werden aus einzelnen Produkten noch komplexere Produktsysteme und aus bloßer Aktion am Produkt wird zunehmend Interaktion mit dem Produkt  - dazu werden Virtualität und Realität stärker zusammen wachsen und sich gegenseitig ergänzen. Dieses komplizierte Geflecht zukünftiger Produktumwelten am Menschen und seinem Erleben auszurichten, dafür bedarf es noch stärker eines Designs mit umfassender Kompetenz und klarer Struktur vom Konzept bis zum Serienprodukt und gleichzeitig ein hohes Schnittstellenverständnis in nahezu allen anderen Wissenschaftsfeldern.

Wenn ich noch einmal studieren könnte… würde ich wohl dieselbe Wahl für Technisches Design wieder treffen, diesmal allerdings bewusst statt zufällig und mit einer etwas internationaleren Ausrichtung.

Exzellenz … ist die einzigartige Gelegenheit, an einer neuen und zeitgemäßen Definition einer Volluniversität mitwirken zu können. Das gilt im Großen wie im Kleinen, an den vielbeschworenen Schnittstellen abgehobener Gedankengebäude ebenso wie im Sockelgeschoss des eigenen Faches.

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Katja Lesser
Letzte Änderung: 15.07.2016