02.11.2026
Rückblick: 30. Impacts of Fuel Quality Conference in Aspen Grove, Utah
Vom 20. bis 25. September 2026 fand die 30. Impacts of Fuel Quality Conference (IFQ) in Aspen Grove nahe dem Provo Canyon im US-Bundesstaat Utah statt. Die seit 1963 veranstaltete Konferenz bringt internationale Fachleute zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse rund um die Eigenschaften von Brennstoffen und deren Auswirkungen auf industrielle Prozesse zu diskutieren. Die Professur für Energieverfahrenstechnik war mit drei Konferenzbeiträgen vertreten und präsentierte aktuelle Arbeiten aus ihrer Forschung.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen die vielfältigen Herausforderungen bei der Nutzung konventioneller und alternativer Brennstoffe. Das Themenspektrum reichte von Biomasse, Brennstoffen aus Abfällen und kohlenstoffarmen Energieträgern über Verbrennungs- und Vergasungsprozesse bis hin zu Emissionen, Korrosion und Aschebildung. Auch Wasserstoff, Ammoniak, Biokohle sowie Technologien zur CO₂-Nutzung und -Abscheidung gehörten zu den behandelten Themen.
Drei Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Verfahrenstechnik
Mit drei wissenschaftlichen Beiträgen brachte die EVT ihre Forschung zu unterschiedlichen Aspekten der Verbrennungs- und Anlagentechnik in das Konferenzprogramm ein.
Matteo Giesen, M.Sc, während seines Vortrags auf der IFQ 2026.
Matteo Giesen, M.Sc., stellte in seinem Beitrag „Numerical Modeling of Biomass Particle Cloud Ignition“ die Entwicklung eines numerischen Modells zur Zündung von Staubwolken aus Biomasse vor. Das Modell bildet die wesentlichen Teilprozesse der Zündung ab, darunter Trocknung, Entgasung, Gasphasenchemie und Koksabbrand. Darüber hinaus werden die zugrunde liegenden Wärme- und Stoffübertragungsprozesse berücksichtigt. Die Modellierung trägt dazu bei, die komplexen Vorgänge bei der Zündung von Biomassepartikeln besser zu beschreiben.
Qiu Lu, M.Sc., präsentiert seine Forschungsergebisse.
Qiu Lu, M.Sc., präsentierte die Arbeit „Impact of Flue-Gas Recirculation on Plant Performance and Flue-Gas Cleaning in Oxyfuel Waste Incineration“. Der Beitrag untersucht den Einfluss verschiedener Rauchgasrezirkulationskonzepte auf die Anlagenleistung und die Rauchgasreinigung bei der Oxyfuel-Verbrennung von Abfällen. Damit widmet sich die Arbeit zwei wesentlichen Aspekten der Weiterentwicklung dieser Verbrennungstechnologie.
Dr.-Ing. Daniel Bernhardt spricht vor den Teilnehmenden der IFQ.
Dr.-Ing. Daniel Bernhardt stellte mit „Assistance and Monitoring System for Intelligent Boiler Cleaning“ ein Assistenz- und Überwachungssystem für die intelligente Kesselreinigung vor. Im Fokus stehen die Unterstützung und Überwachung von Reinigungsprozessen, die für einen zuverlässigen und effizienten Anlagenbetrieb von Bedeutung sind.
Neben dem fachlichen Austausch bot sich auch die Gelegenheit, die beeindruckende Landschaft Utahs kennenzulernen. Ein besonderes Highlight war dabei der Besuch des Bryce-Canyon-Nationalparks mit seinen außergewöhnlichen Felsformationen.
V.l.n.r.: Qiu Lu, Daniel Bernhardt und Matteo Giesen nutzten die freie Zeit nach den Vorträgen für einen Ausflug in die Umgebung.
Dr.-Ing. Daniel Bernhardt in das Executive Committee aufgenommen
Ein besonderer Erfolg für die EVT wurde beim Abschlussdinner der Konferenz bekannt gegeben: Dr.-Ing. Daniel Bernhardt, Forschungsgruppenleiter der Hochtemperaturverfahrenstechnik an unserer Professur für Energieverfahrenstechnik, wurde in das Executive Committee der IFQ aufgenommen. Die Aufnahme in das Gremium unterstreicht die Beteiligung der EVT an der internationalen Fachgemeinschaft und eröffnet weitere Möglichkeiten, die fachliche Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen Austausch aktiv mitzugestalten.
V.l.n.r: Dr. Bradley Adams, Brigham Young University (BYU); Dr.-Ing. Daniel Bernhardt, TU Dresden; Prof. Larry L. Baxter, Brigham Young University (BYU) und Prof. Dr. Franz Winter, TU Wien.
Dresden richtet die nächste IFQ im September 2028 aus
Auch über die diesjährige Konferenz hinaus gibt es einen wichtigen Ausblick: Die nächste Impacts of Fuel Quality Conference wird im September 2028 von der EVT ausgerichtet. Damit wird die TU Dresden erneut zum Treffpunkt für den internationalen Austausch über Brennstoffqualität, Verbrennungsprozesse und deren Auswirkungen auf industrielle Anlagen.
Die Impacts of Fuel Quality Conference 2026 bot der unseren Referenten nicht nur eine Plattform, um ihre aktuellen Forschungsergebnisse einem internationalen Fachpublikum vorzustellen, sondern brachte auch wichtige Impulse für die weitere Vernetzung und die zukünftige Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen Teilnehmenden im Jahr 2028.