08.06.2026
Exkursionsbericht Schwarze Pumpe und GICON-Höhenwindturm
Autor: Prof. Clemens Felsmann
20 Studierende aus den Ingenieurwissenschaften (Regenerative Energiesysteme, Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen) haben sich an einem vorlesungsfreien Tag Ende Mai auf den Weg gemacht, um im Rahmen einer Exkursion das LEAG Kraftwerk Schwarze Pumpe und den GICON Höhenwindturm in der Nähe von Schipkau zu besichtigen. Im Kraftwerk gaben uns Herr Dr. Schneider und Frau Perko interessante Einsichten in den laufenden Transformationsprozess von der Braunkohle hin zu Regenerativen Energien. Es wurde klar, dass der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung auch zum Einstieg in Zukunftsfelder der Energiewirtschaft werden kann. Die im Zusammenhang mit der Braunkohlegewinnung einhergehenden gravierenden Eingriffe in die Natur und die menschlichen Heilungsversuche konnte der Fachvortrag von Herrn Rösler zur Landschaft im Wandel und die Gestaltung und Nutzung der Bergbaufolgelandschaft sichtbar machen. Der Vortrag hinterließ bei den Studierenden Fragen nach den Rekultivierungskosten und deren Umlage. Die anschließende Begehung des Kraftwerkes ermöglichte eine ganz neue Einordnung und vielleicht auch etwas Ehrfurcht vor den ungewohnten anlagentechnischen Dimensionen. Die Aussicht von der Besucherterrasse war eindrucksvoll.
Im zweiten Teil der Exkursion gab es Gelegenheit, die Baustelle des GICON Höhenwindturmes zu besichtigen. Auf einer Bergbaufolgelandschaft entsteht in Nähe eines schon exitierenden Windparks eine sehr innovative Windenergieanlage, die mit einer geplanten Gesamthöhe von 365m die Windnutzung effektiver macht. Die Erträge dürften wegen der stabileren Windverhältnisse in den Höhenlagen größer sein, als bei herkömmlichen Anlagen, zudem wäre ein Höhenwindturm als Überbauung in bestehende Windparks zu integrieren. Die Führung über die Baustelle ließ bereits die sehr beeindruckenden Abmaße des späteren Bauwerks erahnen, das Herzblut der Fachexperten vor Ort, die Professionalität und technische Akuratess der baulichen Abläufe waren bewundernswert. Wir wünschen den Erbauern einen guten Erfolg.
Möglich wurde die Exkursion nur Dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins Zukunftsingenieure . Der Verein hat uns die Fahrt mit Kleinbussen ab Dresden und zurück ermöglicht und uns die Kosten des Mittagessens auf ein für Studierende erträgliches Maß subventioniert. Dafür sagen wir herzlichen Dank!
Inhaber d. Professur Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung
NameHerr Prof. Dr.-Ing. Clemens Felsmann
Direktor Zentrum für Energietechnik
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
Besuchsadresse:
Merkel-Bau (MER), Raum 217 Helmholtzstraße 14
01069 Dresden