08.04.2026
International Masterclass 2026 an der TU Dresden: Einblick in die Welt der Teilchenphysik
Am 23. März 2026 fand am Institut für Kern- und Teilchenphysik eine International Masterclass statt. Insgesamt 25 Schüler:innen aus neun Schulen in ganz Sachsen nutzten die Gelegenheit, einen Tag lang in die faszinierende Welt der Elementarteilchen einzutauchen.
Im Zentrum der diesjährigen Veranstaltung stand eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem ATLAS-Detektor, der am Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) am europäischen Forschungszentrum CERN betrieben wird. An diesem Experiment sind seit vielen Jahren Forschende der TU Dreden beteiligt. Nach einführenden Vorträgen von jungen Wissenschaftler:innen erarbeiteten sich die Jugendlichen in Kleingruppen anhand kurzer Videos zentrale Aspekte des Aufbaus und der Funktionsweise dieses komplexen Experiments. Anschließend konnten sie selber Daten vom ATLAS-Expeirment auswerten und darin beispielsweise nach Spuren von Higgs-Teilchen suchen. So gewannen sie im Laufe der Masterclass Einblicke in die Detektion von Teilchen, die Auswertung von Messdaten sowie die grundlegenden physikalischen Fragestellungen der modernen Teilchenphysik.
Ein besonderes Highlight bildete die abschließende internationale Videokonferenz: Hier präsentierten die Dresdner Schüler:innen ihre Ergebnisse und diskutierten diese gemeinsam mit weiteren Teilnehmergruppen aus Georgien und Polen. Der Austausch über Ländergrenzen hinweg vermittelte eindrucksvoll, wie stark die moderne Physik von internationaler Zusammenarbeit geprägt ist.
Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e. V. (GFF) unterstützte die Masterclass mit Fahrtkostenzuschüssen für Jugendliche aus Leipzig.
Über International Masterclasses: Das internationale Programm für Schüler:innen existiert seit 2005 und ist eine Aktivität der International Particle Physics Outreach Group (IPPOG), die Teilchenphysik für junge Menschen erlebbar machen will. Das Programm wird an der TU Dresden in Person von Uta Bilow co-organisiert. Mehr als 220 Forschungseinrichtungen aus 60 Ländern beteiligen sich daran.