06.06.2026
Rebecca Seip von der TU Dresden ist "Physikerin der Woche"
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat Rebecca Seip, Masterstudentin der Physik an der Technischen Universität Dresden, als „Physikerin der Woche“ vorgestellt. Neben ihrer Forschung zu Prozessen am Large Hadron Collider engagiert sie sich im Netzwerk Teilchenwelt und entwickelt Bildungsangebote, die Schülerinnen und Schülern die Teilchenphysik näherbringen. Mit dieser Initiative macht die DPG die vielfältigen Karrierewege und Forschungsgebiete von Physikerinnen sichtbar und möchte insbesondere junge Menschen für die Physik begeistern.
Rebecca Seip studiert derzeit im Masterstudiengang Physik an der TU Dresden mit Schwerpunkt Teilchenphysik. Ihren Bachelorabschluss absolvierte sie 2024. In ihrer Bachelorarbeit untersuchte sie die Produktion polarisierter Wγ-Zustände am Large Hadron Collider (LHC) im Rahmen der Arbeitsgruppe Teilchenphysik von Prof. Frank Siegert und Prof. Michael Kobel am Institut für Kern- und Teilchenphysik. Die Arbeitsgruppe erforscht seltene Prozesse mit Vektorbosonen sowohl experimentell mit dem ATLAS-Detektor am CERN als auch theoretisch mit dem Simulationsprogramm Sherpa und beschäftigt sich mit der theoretischen Beschreibung von Messungen am LHC.
Nach ihrem Bachelorstudium verbrachte Rebecca Seip ein Jahr an der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim. Ihren Masterabschluss plant sie im kommenden Jahr.
Neben ihrer wissenschaftlichen Ausbildung engagiert sie sich intensiv in der Wissenschaftskommunikation. Als studentische Hilfskraft im Netzwerk Teilchenwelt unterstützt sie verschiedene Outreach-Aktivitäten und vermittelt Schülerinnen und Schülern Einblicke in die moderne Teilchenphysik. Besonders wichtig ist ihr dabei die direkte Arbeit mit jungen Menschen und die Möglichkeit, ihre Begeisterung für die Forschung weiterzugeben.
Aktuell wirkt Rebecca Seip an der Entwicklung der Teilchentherapie-Masterclass mit. In diesem Bildungsangebot lernen Schülerinnen und Schüler, wie Methoden und Technologien der Teilchenphysik zur Krebsbehandlung eingesetzt werden können. Das Projekt zeigt anschaulich, wie Grundlagenforschung gesellschaftlich relevante Anwendungen hervorbringen kann.
Das Institut für Kern- und Teilchenphysik gratuliert Rebecca Seip herzlich zur Auszeichnung als „Physikerin der Woche“ und freut sich über die Anerkennung ihres wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Engagements.
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