24.07.2026
TUD-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation: Hochkarätige Jury hat sechs Projekte nominiert
Jury des TUD-Preises für exzellente Wissenschaftskommunikation: Sonja Kastilan, Sebastian Grote, Robert Denk, Prof. Simon Meier-Vieracker, Marc Hasse und Tim Gabel (v. l.)
Diese Projekte zeigen, wie vielfältig und kreativ Wissenschaftskommunikation an der TUD ist: Der TUD-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation wird am 1. September 2026 zum zweiten Mal in zwei Kategorien vergeben: Hauptpreis (5.000 EUR) und Nachwuchspreis (2.500 EUR). Die Preisverleihung findet im Rahmen des Tages für Wissenschaftskommunikation statt.
Die sechs nominierten Projekte für den diesjährigen TUD-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation:
Das Exponat „Doppelte Ernte“ des „digi.farming.lab“ (Katharina Porepp): Das Projekt ist Teil der Dauerausstellung „Landwirtschaft der Zukunft" im Futurium Berlin und macht aktuelle Ergebnisse aus der Agrarforschung interaktive erlebbar. In virtuellen Landschaften lässt sich damit zum Beispiel aus Hummelperspektive erkunden, wie nachhaltige Agrarwirtschaft in Zukunft aussehen könnte.
Die Ausstellung „Unsichtbare Held:innen – Zwischen Alltag und Pflege“ (Dr. Sandra Schulz): Die partizipativ erarbeitete Ausstellung macht Geschichten von Angehörigen sichtbar, die oft unerzählt bleiben. Junge Menschen, die Angehörige pflegen, geben durch bewegende Darstellungen persönliche Einblicke in die Hoffnungen und Herausforderungen der Pflege von Angehörigen. Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen eines Forschungsprojektes an der TUD. Sie war unter anderem im COSMO Wissenschaftsforum zu sehen.
Das Erlebnislabor „Bakteriopolis“ (Dr. Christin Baumgärtel): Die Welt der Mikroben ist allgegenwärtig und doch für die meisten Menschen unsichtbar. „Bakteriopolis – Die verborgene Welt der Mikroben“ ist eine mobile Ausstellung in einem umgebauten Überseecontainer, die die faszinierende Welt der Mikroben sowie deren Wert für den Menschen und das Leben auf der Erde einem breiten Publikum zugänglich macht
Der „Erzgebirge Atlas“ (Prof. Melanie Humann): Sowohl innerhalb öffentlicher Debatten als auch wissenschaftlicher Auseinandersetzungen um die Frage nach den Ursachen für das Erstarken rechtsextremer Parteien und Organisationen haben raumbezogene Erklärungsmuster Konjunktur. Ziel des Dialogprojektes „Erzgebirge Atlas – Wissenschaft auf der Walz“ ist es abseits von medialen Zuschreibungen und festgefahrenen Bildern einer „sterbenden Region“. Im Austausch mit den Menschen vor Ort herauszufinden, was die Region prägt, wie die Menschen ihr Leben gestalten und wie „regionale Praktiken“ in der wissenschaftlichen und transdisziplinären Forschung anschlussfähig werden können.
Der Podcast „Food Facts“ (Prof. Thomas Henle): Der Wissenschaftspodcast bespricht aktuelle und alltägliche Themen rund um Ernährung, Lebensmittelchemie und Verbraucherfragen allgemein verständlich und unterhaltsam. Im Mittelpunkt stehen die wissenschaftlichen Hintergründe von Lebensmitteln – von historischen und rechtlichen Einordnungen, über Inhaltsstoffe und Herstellungsprozesse bis hin zu Ernährungsmythen und Food-Trends auf Social Media.
Der Escape Room „Katze Q“ des Exzellenzclusters ctd.qmat (Prof. Matthias Vojta): Dieses Projekt lässt Besucher:innen in die Welt der Quantenphysik eintauchen und will mit einem interaktiven Erlebnis vor allem bei Kindern und Jugendlichen die Lust an der Physik wecken. Im Escape Room in den technischen Sammlungen Dresden können Besucher:innen spannende wissenschaftliche Rätsel lösen und spielerisch erfahren, wie komplexe physikalische Konzepte funktionieren.
Die TUD gratuliert allen Nominierten sehr herzlich!
Hochkarätige Jury
Für die Shortlist der sechs nominierten hat eine hochkarätige Jury 21 eingereichte Projekte begutachtet. Zur Jury gehörten:
- Marc Hasse, Wissenschaftsredakteur beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL,
- Tim Gabel, Redakteur beim Research.Table und Space.Table,
- Sonja Kastilan, Leiterin der Abteilung Wissenschaftskommunikation bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina,
- Sebastian Grote, Head of Communication der Helmholtz-Gemeinschaft,
- Robert Denk, Leiter der Abteilung Hochschulen im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) und der Vorjahressieger
- Prof. Simon Meier-Vieracker, Inhaber der Professur für Angewandte Linguistik der TUD.
Hintergrund: TUD-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation
Der Preis würdigt herausragende Leistungen von Wissenschaftler:innen der TUD in der Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten an ein breites Publikum. Ziel ist es, Wissenschaftskommunikation an der TUD zu stärken, innovative Ansätze zu fördern und Formate sichtbar zu machen. Die Preisverleihung ist am 1. September beim Tag für Wissenschaftskommunikation.
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