21.08.2026
Auslandssemester im Land der aufgehenden Sonne - Lisa Jurack
Am 23.09.2025 begann meine Reise nach Japan am Frankfurter Flughafen. 15 Stunden später kam ich in Tokio, der Hauptstadt Japans, an und machte mich mit dem Schnellzug auf den Weg nach Sendai, wo ich die nächsten 5 Monate an der Tohoku Universität studieren wollte.
Meine Lehrveranstaltungen konnte ich mir selbst aussuchen. Ich habe mich für einen Japanischkurs, einen japanischen Kulturkurs und eine Projektarbeit zu Community Design entschieden. Neben den Lehrveranstaltungen ist es auch Teil des JYPE-Austauschprogramms, in einer Forschungsgruppe mitzuarbeiten. In meiner gewählten Gruppe habe ich zum Einsatz von Ultraschall für die Messung von roten Blutkörperchenansammlungen geforscht. Dort konnte ich mein Wissen zu Ultraschall
erweitern und die Forschungsarbeit eines anderen Landes kennenlernen.
Die Arbeitsgruppe nahm mich sehr freundlich auf und führte mich schrittweise in ihre Forschungen ein. Es war üblich, auch außerhalb der Arbeit Zeit miteinander zu verbringen. Wir haben zum Beispiel gemeinsam im Büro gekocht. So konnte ich die anderen Studenten und meinen Professor besser kennenlernen und mehr über das Leben in Japan erfahren.
Die Tohoku Universität und die Stadt Sendai haben viele Gruppen, die Veranstaltungen für ausländische Studenten anbieten. Es gab Sprachaustausche, Feiern, Länderabende und Exkursionen rund um Sendai. An einem Länderabend konnte ich die deutsche Kultur zusammen mit Austauschstudenten aus Heidelberg und Chemnitz vorstellen.
Eine der Exkursionen führte zu einem buddhistischen Tempel, in dem wir Zazen (Meditation) ausprobierten und mehr über die Aufforstungsarbeit der Mönche erfuhren. Es hat mir Spaß gemacht, auf den Exkursionen mehr über Sendai und die Miyagi-Region zu lernen. Bei den Sprachaustauschen und Feiern konnte ich nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch Menschen aus aller Welt kennenlernen und
einige Freundschaften schließen.
Durch dieses Auslandssemester habe ich Einblicke in eine andere Kultur erhalten, mein Wissen erweitert, als auch internationale Freunde gefunden. Ich möchte der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TUD danken, da sie mir durch ihre finanzielle Unterstützung das Auslandssemester erst ermöglicht hat. Die Förderung erfolgte aus Spendenmitteln.