05.08.2026
Zu Gast an der Queen Mary University - Alexandra Lorch forscht im Rahmen ihres Dissertationsprojekts in London
Im Rahmen ihrer juristisch-ökonomischen Dissertation war Alexandra Lorch von Februar bis Mai 2026 als Gastwissenschaftlerin am Centre for Commercial Law Studies (CCLS) der Queen Mary University of London (QMUL).
Die Dissertation untersucht, ob der derzeitige europäische Rechtsrahmen für Daten und Künstliche Intelligenz (KI) ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Innovationsförderung und Risikomanagement in datenbasierten KI-Systemen gewährleistet. Dabei konzentriert sie sich auf die Auflösung bestehender Auslegungsfragen zugunsten verantwortungsvoller Innovationsoffenheit durch die Etablierung eines Innovationsprinzips und die Integration globaler Best Practices in die EU-Regulierung.
Ziel ist es, praktische Verbesserungen des Rechtsrahmens vorzuschlagen, um Schwächen zu verringern und Innovationspotenziale zu steigern. Nachdem Innovation nicht ohne Wettbewerb zu denken ist und Datenflüsse keine geographischen Grenzen kennen, kombiniert die Arbeit interdisziplinäre Methodik mit einer rechtsvergleichenden Analyse globaler Regulierungstraditionen. Ein zentraler Bestandteil der Forschung ist daher ein Forschungsaufenthalt in einer marktorientierten Rechtsordnung, wie den UK. Die QMUL bot dafür die Gelegenheit, unter der Betreuung von Prof. Johanna Gibson am Technology, Media and Telecommunications Law Institute (TMTI) und dem Queen Mary Intellectual Property Research Institute (QMIPRI) sich mit führenden Wissenschaftlerinnen auszutauschen. Im Austausch mit Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Urheberrecht, Wettbewerb und Internetrecht sowie Recht, Wirtschaft und Regulierung konnte sie wertvolle Einblicke in die Regulierungspraxis des Vereinigten Königreichs gewinnen, um ihren Vergleich mit der EU-Rechtsordnung zu schärfen.