Dr. Ekaterina Vorobevskaia
Dr. Ekaterina Vorobevskaia wuchs in einem Umfeld auf, in dem Bildung und Wissenschaft einen hohen Stellenwert einnahmen. Eine wissenschaftliche Ausbildung und Laufbahn lagen daher nahe. In ihrer Heimat Russland studierte sie Biogeographie und dabei wurde ihr Interesse an der Molekularbiologie geweckt. Ein entscheidender Wendepunkt in ihrer beruflichen Laufbahn war das anschließende Master-Studium an der Technischen Universität Dresden. Das Fachgebiet Molecular Bioengineering war zunächst völlig neu, gleichzeitig aber „hat [es] mich absolut fasziniert und in den Bann gezogen“. Schon während ihres Master-Studiums begann Vorobevskaia in der Gruppe von Prof. Michael Schlierf im B CUBE – Center for Molecular Bioengineering zu arbeiten. Dort forscht sie zusammen mit der Gruppe an Integronen, einem besonderen bakteriellen genetischen System, das eine schnelle Anpassung an verschiedene Stressfaktoren ermöglicht. Gleichzeitig trägt es zur Entstehung multipler Antibiotikaresistenzen bei. Ihr Ziel ist es daher, Wege zu finden, dieses System gezielt zu unterdrücken, um Antibiotikaresistenzen bei bakteriellen Infektionen besser bekämpfen zu können. Für ihre herausragende Doktorarbeit wurde sie 2024 mit dem Georg-Helm-Preis der TU Dresden ausgezeichnet.
Als Dr. Vorobevskaia ihr Masterstudium an der TUD begann, war sie bereits zweifache Mutter. Die damit verbundenen Herausforderungen meisterte sie mit einer guten Selbstorganisation und effektivem Zeitmanagement. Auch das Aufteilen von Aufgaben und Arbeitslast halfen ihr dabei sehr.
Dr. Vorobevskaia findet, „dass Frauen genauso wie Männer in der Wissenschaft vertreten sein sollten – aber die Grundlage sollte immer die Leistung und nicht das Geschlecht sein.“ Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Unterstützungsangebote für Frauen mit Familien, da diese oft mehr Flexibilität benötigen um Forschung und Familie miteinander vereinbaren zu können.
Jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen sollten die speziellen Förder- und Unterstützungsangebote für Frauen in der Wissenschaft nutzen, da diese großartige Chancen für die eigene Laufbahn bieten. Sie selbst erhielt ein Stipendium zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen der TUD, welches ihre dreijährige Promotion finanzierte. Dr. Vorobeskaia rät zudem: „Wenn dich etwas interessiert – verfolge es. Baue dein Wissen auf und höre niemals auf zu lernen.“