Erinnerungsberichte

von Absolventen und weiteren Dresdner Persönlichkeiten

Die Erinnerungsberichte, biographischen Studien, Interviews von folgenden Persönlichkeiten liegen im Universitätsarchiv vor. Sie stehen der öffentlichen Benutzung zur Verfügung.

Prof. Dr. Hermann Berg

Berg, Hermann , Prof. Dr.
* 16. 7. 1924 in Greifswald

Er studierte von 1949 bis 1952 Chemie an der TH Dresden. Sein besonderes Interesse gilt der Elektrochemie. Er studierte und diplomierte bei Professor Kurt Schwalbe zur Polarographie. Später bestimmten polarographische Untersuchungen seine Forschungen. So promovierte er 1953 auf diesem Fachgebiet. Nach der Habilitation wurde er Dozent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und 1970 Professor an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Er arbeitet u. a. zu speziellen biophysikalischen Problemen der Krebsforschung.
Erinnerungsbericht: 2 Seiten

Hans Börner

Börner, Hans
* 29.10.1918 in Dresden

Technischer Zeichner, 1936 bis 1938 Abendstudent an den Technischen Lehranstalten Dresden (später Ingenieurhochschule Dresden). Im Zweiten Weltkrieg diente er als Marineangehöriger auf einem Kreuzer und bei der U-Boot-Flotte. Nach dem Krieg arbeitete er in verschiedenen Dresdner Betrieben als Mechaniker. Während seiner Tätigkeit im VEB Funkwerk Dresden war er Ende der fünfziger Jahre beteiligt am Versuchsbau für die erste Verkehrsfunkanlage der DDR und des ersten legendären Rechenautomaten von Professor N. J. Lehmann.
Erinnerungsbericht: 7 Seiten
 

Prof. Hans-Günther Däßler

Däßler, Hans-Günther, Prof. Dr .
* 1.4.1925 in Benau Kr. Sorau / Niederlausitz

Hans-Günther Däßler war einer der ersten Studenten, die 1946 nach der Wiedereröffnung der TH Dresden das Studium wieder aufnahmen. Nach dem Studium der Chemie, insbesondere der Faserstofftechnik an der TH Dresden, galt sein besonderes Interesse der Naturstoffchemie, was ihn schließlich zum Lehrstuhl von Professor Heinrich Wienhaus (1882-1959) führte. Der Einstieg in die Probleme der Pflanzenchemie sollte für das künftige Wissenschaftlerleben von H.-D. Däßlers wegweisend sein. Bereits 1963 wurde er zum Professor mit Lehrauftrag ernannt und 1969 auf den Lehrstuhl für Pflanzenchemie und Ökotoxikologie berufen. Er arbeitete in den folgenden Jahrzehnten in hochrangigen internationalen Gremien auf dem Gebiet des Umweltschutzes.
Erinnerungsbericht: 7 Seiten
 

Prof. Edmund Frohne

Frohne, Friedrich Edmund, Prof. Dr.
Verkehrsorganisator, Wissenschaftler, Verkehrspolitiker
* 22.6.1891 in Leipzig
† 8.8.1971 in Frankfurt am Main

Nach dem Studium des Bauingenieurwesens an der TH Dresden von 1910 bis 1914 und der Teilnahme als Eisenbahnoffizier am Ersten Weltkrieg war er Regierungsbauführer bei der Sächsischen Staatseisenbahn, Vorstand des Reichsbahnbetriebsamtes Pirna, in den 30-er Jahren Berater der griechischen und lettischen Staatseisenbahnen, Abteilungspräsident der Deutschen Reichsbahn in Hannover und ab 1947 Direktor der Verwaltung für Verkehr im Vereinigten Wirtschaftsgebiet (Bizone später Trizone), 1950 Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium ernannt, und von 1952 bis 1957 war er Erster Präsident und Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Bundesbahn. Für seine nationalen und internationalen Verdienste wurde er mit höchsten deutschen und ausländischen Auszeichnungen geehrt.
Biographische Studie: 43 Seiten
 

Arthur Graubart

Graubart, Arthur, Captain
Seeoffizier, ältester Alumnus der TH Dresden
* 8.12.1901 in Albany im Staate NewYork
† August 2003 in Palm Beach (USA)

Er studierte von 1921 bis 1925 an der Marineakademie in Annapolis und diente danach bei der Navy als U-Boot-Kommandant. 1931 wurde er an die TH Dresden abkommandiert, um sich mit den neuesten Erkenntnissen des Dieselmotorenbaus, insbesondere bei Adolph Nägel und Richard Mollier, vertraut zu machen. Im Jahre 1940 wurde der inzwischen zum Captain beförderte Graubart als Assistent-Attaché (Marineattaché) nach Berlin versetzt. Während des Zweiten Weltkrieges war er Flotten- und Stützpunktkommandant im Pazifik. 1945 nahm er an der Potsdamer Konferenz teil und war später Berater beim Aufbau der Bundesmarine und ihrer Integration in die NATO. Von ihm gestiftete Gelder ermöglichen über seinen Tod hinaus Absolventen der Marineakademie Annapolis Studienreisen nach Deutschland.
Biographische Studie: 5 Seiten
 

Heyde, Klaus (Pirna)
Erinnerungsbericht: "Neugier ist noch geblieben" (116 Seiten) - Stand 16.03.2018
 

Heinz Jungnickel

Jungnickel, Heinz, Prof. Dr.
* 29.11.1914 in Radebeul
† 25.06.2006 in Radebeul
 

Nach dem Studium der Physik an der TH Dresden von 1934 bis 1939 wurde er zum Militärdienst eingezogen. Er war zuletzt als Wissenschaftler im Range eines Regierungsrates bei der Kriegsmarine eingesetzt. Danach arbeitete er als freischaffender Ingenieur und gründete das Sauerstoffwerk Lehnmühle. Ab 1952 war er Lehrbeauftragter und seit 1956 Professor für Kältetechnik an der TH Dresden (ab 1958 Professor mit Lehrstuhl). Er war in den folgenden Jahren u.a. Prodekan der Fakultät für Maschinenwesen, Direktor der Sektion Energieumwandlung und Chefkonstrukteur und wiss. Leiter im VEB Projektierung und Anlagenbau Dresden bzw. der VVB Chemie- und Klimaanlagen. Auch nach seiner Emeritierung 1979 arbeitete er wissenschaftlich aktiv, u. a. in internationalen wissenschaftlichen Gremien. Nach 1990 unterstützte er die Erneuerung der TU Dresden.
Erinnerungsbericht: 88 Seiten
Verleihungsurkunde  für das Verdienstkreuz 1. Klasse mit Vorschlagsbegründung
 

Hartmut Krebs

Krebs, Hartmut, Dipl.-Ing.
* 7. 5. 1924 in Löderburg Kr. Calbe

Bauingenieur im Auslandseinsatz. Er studierte Bauingenieurwesen an der TH Dresden von 1948 bis 1953. Nach dem Diplom arbeitete er als Produktionsleiter für den Bereich Brunnenbau / Pfahlgründungen auf zahlreichen Baustellen der DDR. 1961 verließ er die DDR mit seiner Familie und ging nach Frankfurt am Main. Über ein Vierteljahrhundert lang war er als Bauingenieur für große Firmen im Ausland auf Großbaustellen tätig, beispielsweise in Afghanistan, Bangladesch, Tansania, Saudi Arabien und im südpazifischen Raum. Er erhielt das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse für seine Leistungen als Leiter herausragender und erfolgreicher deutscher Projekte in Asien, Afrika und Saudi-Arabien.
Erinnerungsbericht: 11 Seiten (PDF-Datei)
 

Mäcker, Gerhard, Dr.-Ing.

studierte an der Technischen Hochschule Dresden vom Oktober 1948 bis Oktober 1953 in der Fachrichtung Kraft- und Arbeitsmaschinen
Erinnerungsbericht: 5 Seiten (PDF-Datei)
Die Entwicklung der Axialverdichter für Gasturbinen-Flugzeugtriebwerke in der ehemaligen DDR: 387 Seiten (PDF-Datei)

Müller, Christian, Dipl.-Ing.
* 25.12.1935 in Großröhrsdorf

Als Sohn eines Tischlers und einer Weberin wurde Christian Müller nach absolvierter Werkzeugmacherlehre im SAG Sachsenwerk Radeberg für ein Studium an der ABF der TU Dresden geworben. Danach begann er ein Flugzeugbaustudium an der Fakultät Luftfahrtwesen. Nach deren Auflösung setzte er sein Studium in den Fächern Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinenkonstruktion fort. Nach erfolgreichem Abschluss begann er seine berufliche Tätigkeit im VEB Fortschritt Landmaschinen, wo er bis zur Abwicklung des Betriebes 1991 tätig war.
Vorlesungsmitschriften u.a. bei Prof. Bredendick und Vandersee


Overby, Henry, Dipl.-Ing.
* 19. 3. 1917 in Oslo (Norwegen)
Er studierte Elektrotechnik von 1938 bis 1942 unter anderem bei Heinrich Barkhausen (1881-1956), bei dem er auch diplomierte. Nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Norwegen geriet er unter Beobachtung der Gestapo und gelangte auf abenteuerlichem Wege in seine Heimat, wo er sich der Widerstandsbewegung anschloss. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als technischer Spezialist bei der NATO, u. a. bei der US-Navy. Später war er für große internationale Firmen tätig. Heute lebt er in München.
Bandaufzeichnung/ Interview: 27 Seiten


Philipp, Burkart, Prof. Dr.
* 8.2.1925 in Pirna
Er studierte 1947 bis 1950 Chemie an der TH Dresden, Abschluss als Diplomchemiker u .a. bei Prof. Schwabe. Ab 1953 arbeitete er am Institut für Faserstoffforschung als wissenschaftlicher Oberassistent in der Abteilung für Kunstfaserstoffe auf Cellulosebasis, promovierte 1952, 1956 folgte die Habilitation, danach Vorlesungen an der TH Dresden zur Zellstoff- und Papiertechnik, zur Chemie und Technologie der Zellstoffherstellung und der Celluloseverarbeitung. Weitere Stationen waren u. a.: 1983 Professor an der Deutschen Akademie der Wissenschaften Berlin, Direktor des Instituts für Polymerchemie der Akademie. 1981 wurde er als Institutsdirektor aus politischen Gründen abgelöst, 1990 auf Druck der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Institutsdirektor wieder eingesetzt. In dieser Stellung war er beteiligt am Ausbau des Forschungsstandorts Teltow-Seehof, insbesondere des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung. 1993 wurde er mit dem Verdienstkreuz 1.Klasse zum Verdienstorden der Bundesrepublik geehrt.
Erinnerungsbericht: 10 Seiten

Heinz Puell

Puell, Heinz W., Dipl.-Ing.
* 8. 5. 1909 in Dresden
† 26.5. 2001 in München

Er studierte von 1928 bis 1932 an der TH Dresden Bauingenieurwesen. 1930/31 war er der Erste Vorsitzende der Dresdener Studentenschaft (der letzte Vorsitzende vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten). Zu seinen besonderen organisatorischen Leistungen gehörte die Mobilisierung vieler Studenten und Studentinnen für den Aufbau des Hochschulsportplatzes. Heinz Puell besuchte während des Studiums Island und Oxford sowie die University of Kansas. Im Zweiten Weltkrieg war er Offizier, zuletzt Major. Nach der Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion ging er nach Westdeutschland und nahm eine Tätigkeit bei der Firma Julius Berger AG auf, die ihn 1957 in leitende Stellungen nach Südamerika, vor allem nach Venezuela, sandte. Unter seiner Leitung wurden Hafenanlagen errichtet und Industriegebiete ausgebaut. Heinz Puell setzte sich intensiv für die Förderung der Zusammenarbeit der Technischen Hochschulen mit Partnereinrichtungen in Übersee ein.
Erinnerungsbericht/ Interview: 20 Seiten
 

Sibylle v. Schieszl

Schieszl, Sibylle v., Dr.-Ing.
* 7.4.1918 in Dresden

Tochter von Walther Schieck (1874-1946), des letzten frei gewählten sächsischen Ministerpräsidenten vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Sie studierte von 1940 bis 1943 nach kurzer Berufstätigkeit bei der Firma Zeiss-Ikon AG an der TH Dresden Physik, war von 1944 bis 1950 planmäßige Assistentin am Physikalischen Institut und wechselte im Juli 1950 als Oberassistentin zum Institut für Elektrochemie und Physikalische Chemie, das unter Leitung von Professor Kurt Schwabe (1905-1983) stand. Hier arbeitete sie bis 1952. Nach Abschluss des Studiums hatte Sybille Schieck Karl Schieszl von Buda, einen Mitarbeiter des Instituts für Kraftfahrwesen, geheiratet, der noch 1945 zur Wehrmacht eingezogen wurde und erst 1949 aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte. In dieser Zeit erzog sie ihre 1945 geborene Tochter allein, half beim Wiederaufbau der Hochschule und verteidigte 1948 ihre Dissertation. Sibylle von Schieszl war von bürgerlichen Idealen geprägt und von ihrem Vater zu kritischem Denken erzogen. Sie musste Ende 1952 die DDR verlassen, weil sie Studenten gewarnt hatte, die aus politischen Gründen verhaftet werden sollten. Ihr Weg vom Aufnahmelager für politische Flüchtlinge führte vom Fürsorgeempfänger, Leiter eines amerikanischen Laboratoriums über die Arbeitsaufnahme bei der Volkswagen AG schließlich zur ranghöchsten Frau im Konzern. Die vorliegenden Ausführungen von Sibylle von Schieszl spiegeln detailliert ihre Entwicklung wider.
Erinnerungsbericht 14 Seiten


Schröder, Klaus
*1935
1953 war gerade der Arbeiteraufstand in der DDR blutig niedergeschlagen worden. Wolfgang hat sein Abitur bestanden und kann nach Anfangsschwierigkeiten trotz bürgerlicher Herkunft an der Technischen Hochschule Dresden studieren. Zu der Zeit war der reale Sozialismus russischer Prägung im Lehrbetrieb noch nicht gefestigt, und so ergibt sich manche komische Situation. Trotzdem muss der Ärger über die herbeigeführten Widrigkeiten im Verborgenen bleiben und wird in Spott umgemünzt. Manches erscheint heute so grotesk, dass man es kaum glauben kann, aber alles ist entweder selbst erlebt oder aus verlässlicher Quelle. Damit diese Zeit nicht vergessen und durch die rosarote Brille der trügerischen Erinnerung verklärt wird, dazu soll dieses Buch beitragen, auch wenn es nur ein Einzelschicksal beschreibt.
Rübergemacht - eine schwere Entscheidung: Tagebuch eines Dresdner Studenten 1953 - 1960; Gebundene Ausgabe: 245 Seiten; Projekte-Verlag Cornelius; Auflage: 1 (28. Juni 2012); ISBN-10: 3862378780; ISBN-13: 978-3862378784; 20,2 x 14,4 x 2,2 cm
 

Günther Schubert

Schubert, Günther, Kammermusiker
* 16.07.1924 in Lichtenau bei Lauban/Schlesien
† 07.07.2013 in Dresden
Günther Schubert war viele Jahre Kammermusiker in der Dresdner Philharmonie. Er berichtet ausführlich und differenziert über seine Erlebnisse als Musiker im Stabsmusikcorps der Kriegsmarine 1942 bis 1945 und die anschließende Kriegsgefangenschaft in Frankreich.
Erinnerungsbericht: 49 Seiten (PDF-Datei)

Fritz Streubel

Streubel, Fritz
* 3. 07. 1907
† 23.03.2005

Fritz Streubel gehörte zu den ältesten noch lebenden ehemaligen Mitgliedern der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SAP) Dresdens. Der gut ausgebildete und fachlich versierte Metallarbeiter hatte sich bereits als junger Mann der SAP und deren Jugendorganisation angeschlossen. Neben seinen von den Arbeitgebern anerkannten fachlichen Leistungen war Fritz Streubel aktiv in der Dresdner Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Er hatte sich wie der junge Willy Brandt der SAP angeschlossen, die politisch links von der SPD stand und sich gleichzeitig von der radikalen KPD abgrenzte, der damals Herbert Wehner, nur ein Jahr älter als Fritz Streubel, angehörte. Er war ein konsequenter und leidenschaftlicher Gegner der Nationalsozialisten. Gleich nach der Machtübertragung an Hitler beteiligte sich Fritz Streubel als Zellenleiter einer illegalen Gruppe der SAP am illegalen Kampf gegen die nationalsozialistische Diktatur. Dabei unterhielt er Verbindungen zur SAP-Bezirksleitung in der Tschechoslowakei und sorgte für die Aufrechterhaltung der illegalen politischen Aktivitäten der Mitglieder der verbotenen Ortsgruppe Groß-Dresden der SAP und des Sozialistischen Jugendverbandes. Er verteilte auf konspirativen Wegen die „Klassenfront“, die Kampfschrift der SAP. Fritz Streubel war sich des großen Risikos seiner Handlungen bewusst und hoffte wie viele Illegale an der Basis auf den Aufruf zum Generalstreik. Als Angehöriger des Schutzbundes, der Kampforganisation der SPD, hatte er sich eine amerikanische Pistole beschafft.
Fritz Streubel und 65 weitere Dresdner und Radebeuler Arbeiter wurden wegen ihrer aktiven Tätigkeit gegen den NS-Staat verhaftet und im November 1933 vor das für politische Strafverfahren zuständige Sondergericht für das Land Sachsen in Freiberg gestellt. Dabei verurteilte ihn das Sondergereicht auf der Grundlage des Reichsgesetzes gegen Neubildung von Parteien, der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat und der sächsischen Verordnung über die Ablieferung von Waffen durch Angehörige der sozialistischen Parteien zu einer zweijährigen Haftstrafe.
Fritz Streubel wurde als politisch Unzuverlässiger 1940 zur Wehrmacht eingezogen und musste als Zwangsverpflichteter und hoch spezialisierter Mechaniker in Rüstungsbetrieben arbeiten. Im Jahre 1950 war er von der Landesregierung Sachsen beauftragt worden, in Radebeul eine Schule für die Kinder der griechischen Emigranten (nach der Niederlage der kommunistischen Bewegung im griechischen Bürgerkrieg) aufzubauen und zu leiten. Bis zu seiner Pensionierung war Fritz Streubel als Direktor einer Polytechnischen Oberschule in Radebeul tätig. Danach bearbeitete er über einen Zeitraum von fast zehn Jahren die „Kartei der politisch Verfolgten“ im Staatsarchiv Dresden (heute Sächsisches Hauptstaatsarchiv).
Der Nachlass wurde 2005 von seiner Witwe Irma Streubel übernommen.
Der Nachlass ist nunmehr als PDF einsehbar.


Töppel, Ottmar, Prof. Dr.
* 1. 09. 1926 in Dresden
Nach der Wiedereröffnung der TH Dresden begann er 1946 mit dem Chemiestudium bei den heute legendären Professoren Kurt Schwabe, Walter König und Alfred Recknagel (1910-1994). Nach der Promotion 1952 an der TH Dresden nahm Ottmar Töppel eine Tätigkeit als leitender Chemiker in der Aschaffenburger Zellstoffwerke AG auf. 1964 wurde er als Professor an die Fachhochschule Rosenheim, Fachrichtungen Holz- und Kunststofftechnik, berufen.
Erinnerungsbericht: 15 Seiten


Volkrodt, Wolfgang, Dr.-Ing.
* 5. 09.1925 in Leipzig
Er studierte von 1947 bis 1950 Elektrotechnik an der TH Dresden. Er verließ aus politischen Gründen die DDR, promovierte 1961 an der Technischen Hochschule Braunschweig und war später in verschiedenen Positionen in der Forschung der Siemens AG tätig. Insbesondere arbeitete er auf dem Gebiet der Umweltforschung. So untersuchte er die Auswirkungen des Radars.
Erinnerungsbericht: 3 Seiten

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Letzte Änderung: 16.03.2018