19.07.2026
Nachwuchsförderung beginnt schon vor dem Studium: Erfolgreiche Jahresarbeit zu Lernen in Virtual Reality
Verena Helbig (re.) präsentiert die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Jahresarbeit bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2026 (mit ihren Betreuern Jonathan Dyrna, li., und Nils Schmeißer)
Nachwuchsförderung beginnt schon vor dem Studium: Erfolgreiche Jahresarbeit zu Lernen in Virtual Reality
Nachwuchsförderung beginnt in der Forschungsgruppe „Communities in Virtual Learning Spaces“ am Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) der TU Dresden nicht erst mit dem Studium, sondern bereits in der Schulzeit. Ein Beispiel hierfür ist die wissenschaftliche Jahresarbeit von Verena Helbig, Schülerin der 11. Klasse am Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden, die von Jonathan Dyrna (CODIP) gemeinsam mit Nils Schmeißer (Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf) betreut wurde. Unter dem Titel „Einfluss von Interaktion in der virtuellen Umgebung auf den Lernerfolg“ untersuchte Verena, wie sich unterschiedliche Interaktivitätsgrade in einer Virtual-Reality (VR)-Lernumgebung auf Lernerfolg, Handlungsfähigkeit und Präsenz auswirken. Hierfür entwickelte sie eine eigene VR-Lernumgebung zu den Grundlagen ionisierender Strahlung, konzipierte eine experimentelle Studie mit zwei Versuchsbedingungen, führte diese mit Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse durch und wertete die erhobenen Daten statistisch aus.
In der VR-Lernumgebung führten die Schülerinnen und Schüler Experimente zur ionisierenden Strahlung entweder selbst durch (Versuchsbedingung mit höherer Interaktivität) oder beobachteten deren Demonstration durch eine Lehrperson (Versuchsbedingung mit geringerer Interaktivität).
Am 29. Juni 2026 verteidigte Verena ihre wissenschaftliche Jahresarbeit erfolgreich vor einer Fachjury aus fünf Lehrkräften und erzielte dabei mit der zweithöchsten möglichen Punktzahl ein hervorragendes Ergebnis. Bereits wenige Tage zuvor, am 26. Juni 2026, präsentierte sie ihre Arbeit im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften an der HTW Dresden. Im Themenbereich „Faszination Energie“ des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf stellte sie ihre Ergebnisse anhand eines wissenschaftlichen Posters vor und ermöglichte interessierten Besucherinnen und Besuchern, die entwickelte VR-Lernumgebung selbst auszuprobieren. Im selben Ausstellungsbereich „VR-basierte Ausbildung bei der Feuerwehr und in der Schule“ präsentierte ihr Betreuer Nils Schmeißer zudem weitere gemeinsam mit Kolleginnen entwickelte VR-Trainingsszenarien für Ausbildung und Lehre.
Verena Helbig bei der Verteidigung ihrer wissenschaftlichen Jahresarbeit am Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden
Das CODIP gratuliert Verena herzlich zu ihrer hervorragenden Leistung! Die Arbeit zeigt eindrucksvoll, wie Schülerinnen und Schüler bereits während ihrer Schulzeit eigenständig wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten und dabei durch die Zusammenarbeit von Schule, Universität und außeruniversitärer Forschung wertvolle Einblicke in aktuelle Forschungsfelder erhalten können.