15.05.2018

Digital Humanities: Sketchengine für Angehörige der TU Dresden zugänglich

Screenshot von Sketchengine-Oberfläche mit Suchergebnissen zum Thema Herz © Alexander Lasch Screenshot von Sketchengine-Oberfläche mit Suchergebnissen zum Thema Herz © Alexander Lasch
Screenshot von Sketchengine-Oberfläche mit Suchergebnissen zum Thema Herz

© Alexander Lasch

Die Professur für germanistische Linguistik und Sprachgeschichte hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die TU Dresden einen kostenfreien Zugang zum Sprachanalyse-Programm Sketchengine erhält. Ab sofort können alle Mitarbeiter*innen und Studierende der Universität Sketchengine über ihr ZIH-Login nutzen. Der Zugang wird bis März 2022 über das ELEXIS-Projekt der EU finanziert.

Das Seminar “Digital Humanities: Erschließung und Analyse historischer Texte” war der Ausgangspunkt für die Bemühungen, Sketchengine den Angehörigen der TU Dresden zugänglich zu machen. Das Seminar dient als Pilotprojekt für einen bereichsweiten „Digital Humanities“-Master. „Der Erfolg der Digital Humanities ist auch von den Tools abhängig, die Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Forschungsinstitution zur Verfügung stehen,“ so Professor Alexander Lasch auf dem Blog Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte (GLS).

Das Tool Sketchengine kann genutzt werden, um zu erforschen, wie Sprache strukturiert ist. Welche Wendungen sind für eine Sprache typisch? In welchem Kontext werden bestimmte Formulierungen besonders häufig verwendet und welche Assoziationen rufen einzelne Worte hervor? Welche neuen Entwicklungen vollziehen sich in einer Sprache aktuell? Über die Analyse von Textkorpora, d. h. Sammlungen von Texten, die nach wissenschaftlichen Kriterien zusammengestellt wurden, können diese und andere Fragen beantwortet werden. Auch eine zeitgleiche Analyse mehrerer Sprachen ist dabei möglich. Sketchengine richtet sich nicht nur an Linguist*innen und Historiker*innen, sondern auch an Übersetzer*innen, Lehrer*innen oder auch Marketing-Verantwortliche.

Im Moment ist allerdings unklar, wann es für TU-Angehörige möglich sein wird, den vollen Umfang der Sketchengine zu nutzen – die aufziehende DS-GVO scheint zumindest im Moment dem Austausch von Nutzerdaten zwischen TU Dresden und Sketchengine, die zwar kein Partner im DNF-AAI, wohl aber bei EduGain ist, im Wege zu stehen. Die Anlage eigener Korpora ist damit im Moment leider nicht möglich, wohl aber die Nutzung der bereits existierenden Korpora in dreizehn Sprachen.
 

Information für Journalisten

Prof. Alexander Lasch
E-Mail: alexander.lasch@tu-dresden.de
Tel: +49 351 463-36175

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Sarah Schueckel
Letzte Änderung: 15.05.2018