Farewell Ringvorlesung zur Emeritierung von Prof. Dr. phil. habil. Andreas Hanses
Inhaltsverzeichnis
- 02.05.2024: Schwierigkeiten im Fallverstehen - Prof. Dr. rer. soc. habil. Hans Gängler & Prof. emer. Dr. Dres. h. c. Hans Thiersch
- 16.05.2024: Nutzerforschung - Prof. Dr. Gertrud Oelerich & Prof. Dr. Andreas Schaarschuch
- 13.06.2024: Der Einfluss der Neurobiologie auf die Biographieforschung - Prof. i. R. Dr. Dr. Peter Alheit
- 04.07.2024: Die Kunst des heiteren Erkennens: Vom (Un-)Sinn des Lachens in der Forschungswerkstatt - Prof.in Dr.in Kirsten Sander & Prof.in Dr.in Lisa Janotta
- 11.07.2024: Varianten einer rekonstruktiven Sozialarbeitsforschung von unten und in eigener Sache - Prof. Dr. habil. Gerhard Riemann
- 18.07.2024: Abschiedsvorlesung - Prof. Dr. phil. habil. Andreas Hanses
02.05.2024: Schwierigkeiten im Fallverstehen - Prof. Dr. rer. soc. habil. Hans Gängler & Prof. emer. Dr. Dres. h. c. Hans Thiersch
16.05.2024: Nutzerforschung - Prof. Dr. Gertrud Oelerich & Prof. Dr. Andreas Schaarschuch
Nutzerforschung - Prof. Dr. Gertrud Oelerich & Prof. Dr. Andreas Schaarschuch
13.06.2024: Der Einfluss der Neurobiologie auf die Biographieforschung - Prof. i. R. Dr. Dr. Peter Alheit
Der Einfluss der Neurobiologie auf die Biographieforschung - Prof. i. R. Dr. Dr. Peter Alheit
04.07.2024: Die Kunst des heiteren Erkennens: Vom (Un-)Sinn des Lachens in der Forschungswerkstatt - Prof.in Dr.in Kirsten Sander & Prof.in Dr.in Lisa Janotta
Warum lachen wir - im Alltag, in bedrohlichen Situationen, und auch in der Forschungswerkstatt (vor allem mit Andreas Hanses)? Im Vortrag wird das Lachen auf den Spuren philosophischen und soziologischen Denkens untersucht. Mit Adorno, Bergson, Foucault, Goffman, Kant und Plessner vollziehen die Autorinnen die vielschichtige Beziehung zwischen Lachen, Macht, Kontrollverlust und Distanzierung nach. Sie blicken auf die ambivalenten Aspekte des Lachens und diskutieren seine Rolle für die Entwicklung unerwarteter und doch wissenschaftlicher Erkenntnis. Der Vortrag lädt dazu ein, dem Lachen als heuristische und reflexive Praxis nicht nur einen belächelten Platz am Rande, sondern Prominenz in der Mitte (der Forschungswerkstatt) einzuräumen, um heiter tiefere Einsichten in soziale Dynamiken und Bildungsprozesse zu gewinnen.
Schlagwörter:
Lachen, Erkenntnis, Forschungswerkstatt, Soziologie, Philosophie
11.07.2024: Varianten einer rekonstruktiven Sozialarbeitsforschung von unten und in eigener Sache - Prof. Dr. habil. Gerhard Riemann
In dem Vortrag blickt der Referent darauf zurück, wie sich in seiner Arbeit mit Studierenden der Sozialen Arbeit an drei Ausbildungsstätten im Verlauf von über drei Jahrzehnten verschiedene Formen und Settings einer rekonstruktiven Sozialarbeitsforschung herausgebildet haben, die den Studierenden dazu dienten, (Fall-)Analysefertigkeiten für die eigene professionelle Praxis in der Sozialen Arbeit zu erwerben. Dabei spielten die Durchführung und Analyse narrativer Interviews und selbstreflexive ethnographische Praxisprotokolle eine besondere Rolle. Der Vortrag behandelt
(a) die Herausbildung von Forschungswerkstätten in den frühen 1980er Jahren (in Zusammenarbeit mit
Fritz Schütze),
(b) Formen einer „Befremdung der eigenen Praxis“ auf der Grundlage von ethnographischen Protokollen, die vor allem im Verlauf von Praktika entstanden, und
(c) Stegreiferzählungen von Studierenden über Praxiserfahrungen, die von ihnen anschließend gemeinsam mit Kommiliton*innen analysiert wurden.
Diese letzte Variante wird anhand eines Beispiels detaillierter behandelt, und es werden in diesem Zusammenhang Überlegungen zur Integration von ethnographischer Praxis und Erzählanalyse angestellt. Der Referent sieht hier „Anregungen von den Rändern“: Impulse für eine Neuausrichtung der ethnographischen Forschung generell.