Mar 04, 2026
Neue JoDDiD-Studie ist da
Hohe Erwartungen, wenig Unterstützung: Unsere neue Studie zu Professionsverständnissen und Professionalisierungsbedarfen außerschulischer politischer Bildner*innen ist da!
Auf Grundlage von 16 leitfadengestützten Interviews sowie einem partizipativen Werkstattgespräch mit Praktiker:innen rekonstruieren die Autoren David Jugel und Stefan Breuer mittels qualitativer Inhaltsanalyse, wie politische Bildnerinnen und Bildner ihren Beruf verstehen, ausüben und wie ihr professionelles Handeln durch strukturelle Herausforderungen wie prekäre Förderlogiken, hohe Erwartungen, administrative Anforderungen und antidemokratische Konfliktlagen geprägt ist.
Dabei zeigte sich, dass Professionalisierung außerschulischer politischer Bildner:innen vorallem durch Finanzierungsstrukturen und antidemokratische Entwicklungen unter Druck gesetzt wird. Gerade im außerschulischen Bereich beobachten die Wissenschaftler, dass hohe Erwartungen an Akteurinnen und Akteure der politischen Bildung gestellt werden: Sie sollen demokratische Werte vermitteln, zur Teilhabe befähigen, gesellschaftliche Konflikte moderieren und werden zugleich durch antidemokratische Entwicklungen umfassend herausgefordert.
Trotz dieser großen gesellschaftlichen Relevanz existieren wenig strukturierte Angebote zur Qualifizierung und Weiterbildung.
Prof. Anja Besand, Direktorin der JoDDiD, fordert: „Wer sich um gute demokratische Bildung bemüht, muss sich auch mit der Frage beschäftigen, wie die Aktiven in diesem Feld in ihrer Qualifikation unterstützt werden können.“
Die Studie zum Download, die Ergebnisse auf einen Blick und Handlungsempfehlungen der Autoren finden Sie hier!