02.11.2026
Neues DFG-Projekt an der Professur
Seit dem 1. September 2026 ist Dr. Florian Scherübl mit einer Walter-Benjamin-Stelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Professur tätig. Im Walter-Benjamin-Programm fördert die DFG Forschende in der frühen Karrierephase, die ein eigenes Forschungsprojekt an einer Gasteinrichtung durchführen. Das Projekt trägt den Titel „Psychonarratologie des Ressentiments. Trans- und intermediale Modellierungen von Bewusstsein in erzählenden Medien (Literatur, Film, Comic)“ und untersucht exemplarisch an den Erzählmedien Comic, Film und Literatur sowie am Beispiel der psychischen Erlebnisdimension des Ressentiments, wie Emotions- und Affektbegriffe sowie common sense-Vorstellungen des Psychischen überhaupt durch narrative Medien mittels ihrer je spezifischen Medialität hervorgebracht und modelliert werden können. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei der Erzählliteratur zwischen 1886 und 1930 zu (historisch simultan zur epistemischen Konfigurierung des modernen Ressentiment-Begriffs). Daneben gilt die Aufmerksamkeit transmedialen Adaptionen psychonarrativer Literatur in Film und Comic, den dabei erkennbaren Analogien und Kontrasten der Bewusstseinsdarstellung (insbesondere Formen der internen Fokalisierung wie monologue intérieur u.ä.).
Die Förderung läuft bis 08/2028. Dr. Scherübl war zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit.