Interdisziplinäre und transdisziplinäre Zusammenarbeit
Interdisziplinäre und transdisziplinäre Zusammenarbeit bedeutet für uns, Wissen und Methoden aus unterschiedlichen Fachrichtungen zu vereinen, um komplexe Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Wir arbeiten eng mit Expert:innen Ingenieurwesen, Informatik, Naturwissenschaften und Wirtschaft zusammen, um gemeinsam praxisorientierte Lösungen zu entwickeln. Der Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ist dabei zentral, um relevante Probleme anzugehen und nachhaltige Lösungen zu finden. Durch diese Zusammenarbeit schaffen wir neue Perspektiven und fördern innovative Ansätze, die über die Grenzen einzelner Disziplinen hinausgehen.
Beispiele:
-
ForstView – ein Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit ForstView setzt auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forscher:innen aus den Bereichen Umweltwissenschaften, KI, Ingenieurwesen und Forstwirtschaft. Konkret bedeutet das, dass moderne Technologien wie Ionenmobilitätsspektrometrie und Künstliche Intelligenz genutzt werden, um Insektenbefall im Wald frühzeitig zu erkennen. Die Forscher:innen entwickeln gemeinsam spezielle Messmethoden, die in den Waldökosystemen eingesetzt werden, um Veränderungen frühzeitig zu identifizieren. Zudem werden KI-Algorithmen trainiert, um Muster im Insektenbefall zu erkennen und Vorhersagen zu treffen. Durch regelmäßige Datenauswertungen und den Austausch von Erkenntnissen wird die Technologie kontinuierlich verbessert und an die spezifischen Bedürfnisse der Forstwirtschaft angepasst. So entsteht eine praxisorientierte Lösung, die die nachhaltige Waldwirtschaft unterstützt.
-
PAL-Reallabore – ein Beispiel für transdisziplinäre Zusammenarbeit
In PAL entwickeln Forschende aus den Bereichen Datenbanken, Arbeitsforschung und Produktionstechnik gemeinsam mit Unternehmen unternehmenszugeschnittene Lösungen für datenbasierte Assistenzsysteme. Kleinen und mittleren Unternehmen fehlen hierzu aktuell häufig die benötigten Bearbeitungskapazitäten, praktischen Erfahrungen und fachspezifischen Kompetenzen. Dies würde ihre Chancen reduzieren, die erforderlichen Einführungsschritte eigenständig zu bewältigen. Die Forschenden treten daher nicht als passive Beobachtende auf, die mittels empirischer Untersuchungen Implementationsherausforderungen ableiten und Lösungskonzepte evaluieren. Vielmehr verknüpfen sie ihre Mitwirkung bei der konkreten Lösungsentwicklung in den Unternehmen mit wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn, indem Erkenntnisse unterschiedlicher Unternehmensfälle verallgemeinert werden. Auf diese Art und Weise wird der Umsetzungs-, aber auch der Forschungsprozess beschleunigt. Auf der einen Seite fließen spezifische wissenschaftliche Kompetenzen ein, die insbesondere den Stand der Technik in den Lösungsentwicklungsprozess einbringen. Auf der anderen Seite tragen die betrieblichen Akteure mit ihrem Wissen aus der praktischen Umsetzung dazu bei, die Lösung bedarfsgerecht auszugestalten und potenzielle Auswirkungen neuartiger Lösungen auf betriebliche Prozesse abzuschätzen.