03.11.2026
Energiewende im Klassenzimmer: Lehrkräfte erleben Forschung an der TU Dresden
Wie lässt sich die Energiewende technisch gestalten? Welche Herausforderungen stellen sich bei der Energieversorgung, und welche Rolle spielen effiziente Technologien für Strom und Wärme? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Lehrkräfte am 29. Oktober 2026 bei der Fortbildung „Energiewende im Klassenzimmer: Forschung trifft Unterricht“ an der TU Dresden.
In zwei wissenschaftlichen Impulsen vermittelten Prof. Christiane Thomas, Inhaberin der Schaufler-Professur für Kälte-, Kryo- und Kompressorentechnik, und apl. Prof. Stephan Schlegel, Leiter des Fachbereichs Hochstromtechnik an der Professur für Komponenten intelligenter Energienetze, ingenieurwissenschaftliche Perspektiven auf die Energiewende.
Dabei ging es unter anderem um die Grundlagen der Energieversorgung, die Integration erneuerbarer Energien in die Stromnetze und die Bedeutung von Speichermöglichkeiten. An anschaulichen Beispielen wurden auch Fragen der Energieeffizienz beleuchtet – etwa beim Vergleich unterschiedlicher Antriebstechnologien und ihrer gesamten Energiebilanz. Prof. Thomas vertiefte insbesondere die Wärmewende und zeigte, welche Bedeutung Kälte- und Wärmepumpentechnik für eine zukunftsfähige Energieversorgung haben. Die Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Fragen und einen intensiven fachlichen Austausch.
Forschung direkt vor Ort erleben
Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden bei Laborerkundungen Einblicke in aktuelle Forschungsumgebungen der TU Dresden. Auf dem Programm standen das Zentrum für Energietechnik (ZET) mit seinen vielfältigen verfahrenstechnischen Versuchsanlagen, die Hochspannungshalle sowie die Labore der Schaufler-Professur für Kälte-, Kryo- und Kompressorentechnik. So konnten die Lehrkräfte technische Anlagen und Forschungsinfrastrukturen
kennenlernen, die im regulären Schulunterricht kaum unmittelbar erfahrbar sind. Neben den fachlichen Einblicken stand die Frage im Raum, wie die Energiewende künftig gemeinsam gestaltet werden kann und welche Fachkräfte dafür gebraucht werden. Ingenieurinnen und Ingenieure sind dabei ebenso gefragt wie gut ausgebildete Fachkräfte im Handwerk und in zahlreichen weiteren Berufsfeldern.
Die TU Dresden als Partnerin für den MINT-Unterricht
Die Fortbildung bot zugleich Gelegenheit, die TU Dresden als außerschulischen Lernort und Partnerin für die schulische Bildung kennenzulernen. Die Schulkontaktstelle und die Lehrkräfteakademie informierten über weitere Angebote der Universität – von Workshops und Experimenten über Laborführungen bis hin zu verschiedenen MINT-Formaten für Schulklassen. Damit erhielten die Lehrkräfte Anknüpfungspunkte, um Forschung und technische Fragestellungen auch über die Fortbildung hinaus in ihren Unterricht einzubinden.
Ergänzend konnten die Lehrkräfte ein interaktives Lernspiel von NET – Network Energy Talents für den Schulunterricht ausprobieren. Anhand von fünf Aufgaben erkunden Schülerinnen und Schüler, wie Strom erzeugt und transportiert wird, wie das Stromnetz funktioniert und welche Rolle Transformatoren spielen. Sie bauen unter anderem einen Mini-Generator, setzen den Weg des Stroms bis zur Steckdose zusammen und untersuchen, wie sich Störungen im Netz auswirken. Die einzelnen Stationen lassen sich flexibel in den Unterricht oder einen Projekttag integrieren.
Den Abschluss bildeten ein gemeinsamer Austausch und Gespräche in lockerer Atmosphäre beim Grillen. Die Veranstaltung verband damit wissenschaftliche Impulse, praktische Einblicke in die Forschung und die Möglichkeit, Kontakte zwischen Schule und Universität zu vertiefen.
Kontakt:
Koordination Lehrkräfteakademie
NameFrau Laura Mitzscher
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Zentrum für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB)
Zentrum für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB)
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