Die Messstraßenbahn der TU Dresden

Inhaltsverzeichnis

    1. Überblick
    2. Hintergrund / Ziele
    3. Projektgeschichte
    4. Gruppenfoto beim Roll-out am 5. März 2009
    5. Presse
    6. Projektpartner
    7. Kontakt

Das Projekt Messstraßenbahn ist eine einzigartige Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis. Verschiedene Projektpartner haben die Straßenbahn mit hochwertiger Messtechnik ausgestattet, sodass unschätzbare Langzeitstudien, Analysen und Produkt-Tests während laufendem Betrieb durchgeführt werden können!

Überblick

In einer einzigartigen Konstellation aus Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden, Industrieunternehmen aus Sachsen sowie dem In- und Ausland und den Dresdner Verkehrsbetrieben ist es gelungen, ein besonderes Projekt zu realisieren: Eine ab Anfang März 2009 in Dresden im täglichen Einsatz stehende Serien-Straßenbahn von Bombardier Transportation ist als Messträger ausgestattet und wird über einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren eine große Zahl von Messdaten liefern. Dazu zählen mechanische Größen, die es erlauben zukünftige Bahnen noch komfortabler und leiser zu bauen oder elektrische Messwerte, die energieeffizientere Fahrweisen oder Fahrzeuge ermöglichen. Die Universität profitiert durch die Möglichkeit, Studenten an einem hochmodernen Fahrzeug ausbilden zu können. Die Industriepartner sowie der Verkehrsbetrieb gewinnen Langzeitinformationen, mit denen sie ihre Komponenten und Bauteile besser auslegen können.

Insgesamt neun Partner sowie weitere Sponsoren tragen das Projekt unter der Leitung der Professur für Dynamik und Mechanismentechnik. Der Fahrzeughersteller Bombardier Transportation hat in seinem Werk in Bautzen während der Ausrüstung des Fahrzeugs die Messtechnik eingebaut. Die Firmen National Instruments und Kistler Instrumente AG haben wesentliche Anteile der Messtechnik gestiftet; hinzu kommen Spenden der Firmen Contrinex, Turck und Lenord+Bauer. Harting stellte Stecker sowie Verkabelung des Systems. Das Institut für Bahntechnik hat seine umfangreichen Erfahrungen beim Messkonzept eingebracht und im IMA Dresden wurde die Software zum Betrieb des Messsystems erstellt. Die Dresdner Verkehrsbetriebe ermöglichen den Betrieb des Fahrzeugs in ihrem Netz.

Hintergrund / Ziele

Der Projektleiter Prof. Dr. Michael Beitelschmidt möchte mit der Messstraßenbahn zwei Ziele erreichen: „Mit den im realen Fahrzeug gemessenen Daten ist es möglich, Simulationsmodelle im Computer noch besser an die Realität anzupassen und damit für die nächste Fahrzeuggeneration genauere Vorhersagen bereits im Konstruktionsstadium zu gewinnen. Dadurch können die Fahrzeuge zum Beispiel leichter, leiser oder komfortabler werden. Darüber hinaus wollen wir Studenten für die Schienenfahrzeugtechnik begeistern, wenn sie an Messfahrten in dem hochmodernen Fahrzeug teilnehmen können.“

Dirk Schillings, Senior Director Engineering, Bombardier Transportation, Geschäftsbereich Straßen- und Stadtbahnen, zeigt sich über die Möglichkeit an einem so spannenden und einzigartigen Projekt teilnehmen zu können, sehr erfreut: "Im Rahmen des 2007 gegründeten "Bombardier Center of Competence for Railway Systems Engineering and Integration" liegt uns als Weltmarktführer in der Schienenverkehrstechnik die Zusammenarbeit mit der TU Dresden natürlich besonders am Herzen. Diese eröffnet uns als Werk Bautzen alle Möglichkeiten für die Heranbildung von kompetenten und fähigen Nachwuchskräften. Diese Messstraßenbahn komplettiert unsere großartige Kooperation mit einer der führenden Lehr- und Forschungsstätten Deutschlands."

„Die Unterstützung dieses Projekts stand für uns außer Frage. Schließlich profitieren wir ebenso von den Resultaten dieser Langzeitstudie. Mit der Technischen Universität arbeiten wir auch in anderen Bereichen wie der Verkehrstechnik oder der Planung von Verkehrsanlagen schon viele Jahre erfolgreich zusammen. Nicht zuletzt deshalb gilt es, den Universitätsstandort Dresden mit der renommierten Fakultät Verkehrswissenschaften zu stärken“, sagt DVB-Vorstand Reiner Zieschank.

Projektgeschichte

Juni 2014: Wiederinbetriebnahme des Fahrzeugs und Fortführung des laufenden Messbetriebs
Mai 2014: F6-Inspektion / Planung zum Einbau weiterer Messtechnik
April 2014: Verlängerung des Projekts um weitere 5 Jahre
6. März 2009: Beginn des regulären Fahrgasteinsatzes mit automatischem Messbetrieb
5. März 2009: Feierliches Roll-Out des gestalteten Fahrzeuges
Februar 2009: Erste Probefahrten "inkognito"
Januar 2009: Zulassung
Dezember 2008: Auslieferung
Juni 2008: Montagebeginn
Mai 2008: Abschluss Planungsphase
Juli 2007: Projektstart

Gruppenfoto beim Roll-out am 5. März 2009

Presse

  • Dresdner Morgenpost: Das Projekt Messstraßenbahn wird vorgestellt (30.06.2014 von Dirk Hein), PDF (1,6 MB)
  • Dresdner Transferbrief 2/2010: S. 11, Forschungsauftrag für die Straßenbahn der Zukunft, PDF (1,7 MB)
  • Roll-out 05.03.2009:  Die Dresdner Messstraßenbahn wird in Betrieb genommen, PDF (636 Kb) 

Projektpartner

Kontakt

Michael Lenz © TUD/IFKM
Name

Herr Dipl.-Ing. Michael Lenz

Adresse work

Besucheradresse:

Marschnerstr. 30, Raum 170

01307 Dresden

work Tel.
+49 351 463-36628
fax Fax
+49 351 463-37969

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Gero Zechel
Letzte Änderung: 01.09.2017