02.07.2026
Mehr als ein Campus: Wie Wohlbefinden Hochschulen verändert
Gruppenfoto der Teilnehmenden der EUTOPIA-Veranstaltung Sustainable Wellbeing Cultures on University
Wohlbefinden als strategische Aufgabe von Hochschulen stand im Mittelpunkt der Veranstaltung Sustainable Wellbeing Cultures on University Campuses, die am 18. Juni im Rahmen der EUTOPIA Connected Community DEAN auf dem Campus der NOVA FCSH in Lissabon stattfand.
Vertreter:innen verschiedener EUTOPIA-Universitäten diskutierten darüber, wie Hochschulen Orte sein können, die nicht nur akademischen Erfolg ermöglichen, sondern auch Zugehörigkeit, Teilhabe und nachhaltige Entwicklung fördern.
Die TU Dresden (Professur für Wirtschaftspädagogik) war Mitorganisatorin der Veranstaltung. Im Rahmen eines Micro-Credential-Kurses im Sommersemester 2026 wirkten Studierende aktiv an der Vorbereitung mit; drei ausgewählte Studierende konnten zudem mit finanzieller Förderung nach Lissabon reisen und die Konferenz vor Ort erleben. Die Studierenden beschrieben die Teilnahme als ein echtes Highlight ihres Studiums und hoben insbesondere den internationalen Austausch, die inspirierende Atmosphäre sowie die Möglichkeit hervor, Forschung und Lehre im internationalen Austausch vor Ort in Lissabon zu erleben.
Einen wichtigen Impuls gab Eva Pujadas Capdevila, Vizerektorin für gesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit an der Universitat Pompeu Fabra. Sie warb für ein erweitertes Verständnis von Hochschule: Universitäten seien nicht nur Orte der Wissensvermittlung, sondern auch soziale Räume, in denen Menschen lernen, zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen. Wohlbefinden sei deshalb keine ergänzende Aufgabe, sondern eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Studieren, Forschen und Arbeiten.
Am Beispiel des Centre for Studies on Planetary Wellbeing stellte sie Ansätze vor, mit denen Wohlbefinden stärker in den Hochschulalltag integriert werden kann. Dabei ging es unter anderem um Teilhabe, Inklusion, Zugehörigkeit und die enge Verbindung von Wohlbefinden und Nachhaltigkeit.
Auch die Beiträge der NOVA-Vertreterinnen griffen diese Themen auf. Deutlich wurde: Wohlbefinden lässt sich nicht getrennt von Lehre, Hochschulkultur und nachhaltiger Entwicklung betrachten. Vielmehr handelt es sich um eine gemeinsame Aufgabe, die viele Bereiche des universitären Lebens berührt.
Ergänzt wurde das Programm durch eine Podiumsdiskussion und gemeinsame Arbeitsformate mit Studierenden. Die Veranstaltung bot Raum für Austausch, neue Perspektiven und die Frage, wie Hochschulen künftig als Lern-, Arbeits- und Lebensräume gestaltet werden können.