03.07.2018; Kolloquium

Physikalisches Kolloquium: Diversität und soziale Ungleichheiten in den Fachkulturen der Physik

16:40 - 18:10 Uhr
Recknagel-Bau (REC) Hörsaal C213
Haeckelstr. 3
01062 Dresden

Dr. Martina Erlemann
Gastprofessorin für Gender in Mathematik und Naturwissenschaften, Fakultät Physik, TU Dresden

Veranstaltungseinladung als pdf-Download.

Kurzfassung: Welche Rolle spielen soziale Ungleichheiten und Diversität für die Praxis der Physik? Zu diesen Fragen bieten sowohl die Gender Studies als auch die Wissenschaftsforschung zur Physik Herangehensweisen an, die eine Erforschung dieser Fragestellung ermöglichen. Im Vortrag werden diese Ansätze vorgestellt und anhand eigener Forschungsarbeiten illustriert, wie eine sozialwissenschaftliche Analyse der physikalischen Fachkulturen und ihrer wissenserzeugenden Praktiken den Blick für Zusammenhänge zwischen sozialen Ungleichheiten, fachkulturellen Spezifika und der physikalischen Forschungspraxis öffnen kann. Die Ergebnisse werden mit Blick auf eine gender- und diversitygerechte Arbeitsplatzkultur in der Physik diskutiert.

Biographie

Dr. phil. Dipl.-Phys. Martina Erlemann (Freie Univ. Berlin) is currently guest professor for gender in mathematics and natural sciences. The guest professorship is part of the project “MEHRWERT für mehr Perspektiven” at the TU Dresden. Martina Erlemann holds a Master in physics and a PhD in sociology. In 2017 she was Maria-Göppert-Mayer-Guest-Professor for Technology & Gender at the University of Applied Sciences in Emden. In 2016 she was Klara Marie Faßbinder-Guest-Professor for Women’s and Gender Studies at the Technical University Kaiserslautern.

Her research areas are Science and Technology Studies (STS), and Gender Studies of the natural sciences with a focus on the physical sciences. In her current research she investigates the entanglements of gender cultures and research cultures in physics. Recent publication: Mike Laufenberg, Martina Erlemann, Maria Norkus, Grit Petschick (eds.): “Prekäre Gleichstellung. Geschlechtergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft.“ Wiesbaden: Springer VS 2018.

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Sebastian Reineke
Letzte Änderung: 08.05.2018