12.10.2026
Vom Hörsaal nach Kalifornien: Dresdner Startup in US-Gründungszentrum aufgenommen
Felix Kelm, Charlie Weise, Matty Driesnack und Paul Kunhart (v. l. n. r.) – hier vor dem Y Combinator-Büro – entwickeln ihre Technologie in den USA weiter.
Das Dresdner Raumfahrt-Startup RATLOG, gegründet von vier Studierenden der Technischen Universität Dresden (TUD), wurde in das US-amerikanische Gründungszentrum Y Combinator aufgenommen. Das Team entwickelt wiederverwendbare Schwerlastraketen, um Satelliten schneller ins All zu bringen. Aktuell arbeitet es in San Francisco an der Weiterentwicklung seiner Technologie. Im Dezember stellt es sich internationalen Investoren vor.
Das Dresdner Raumfahrt-Startup RATLOG wurde 2025 von Charlie Weise, Paul Kunhart, die beide Luft- und Raumfahrttechnik an der TUD studieren, sowie von Felix Kelm (Elektrotechnik) und Matty Driesnack (BWL) gegründet. Das junge Unternehmen entwickelt wiederverwendbare Schwerlastraketen, um zusätzliche Startkapazitäten für die stark wachsende Raumfahrtindustrie zu schaffen. Das Startup setzt auf eine neuartige Triebwerksarchitektur, die mit bis zu 90 Prozent weniger Bauteilen als konventionelle Designs auskommen soll – und damit eine deutlich einfachere und kostengünstigere Produktion ermöglichen könnte.
Mit dem Prototyp ins Silicon Valley
Charlie Weise und Paul Kunhart präsentieren das Startup auf der "Product Showcase" im Y-Combinator Büro in San Francisco.
Innerhalb weniger Monate entwickelte das Team einen ersten funktionsfähigen Prototyp und führte einen erfolgreichen Test durch. Zudem konnte RATLOG bereits Absichtserklärungen von Kunden für zukünftige Startkapazitäten gewinnen. Unterstützt wurde das Team auf diesem Weg insbesondere von Thomas Kirchner und dem YETI Fellowship, einem Dresdner Stipendienprogramm für angehende Unternehmerinnen und Unternehmer.
Im Herbst 2026 wurde RATLOG in den Y Combinator aufgenommen, einem US-amerikanischen Gründungszentrum in San Francisco, das Startups in den ersten drei Jahren mit Geld, Ratschlägen und Kontakten unterstützt. „Vor zwei Jahren habe ich in der Vorlesung ,Finanzieren mit Venture Capital‘ von Prof. Schefczyk zum ersten Mal vom Y Combinator gehört. Dass wir heute selbst Teil davon sind, ist schon etwas Besonderes“, sagt Matty Driesnack. Aktuell arbeitet das vierköpfige Gründerteam im Silicon Valley daran, die Technologie weiterzuentwickeln, neue Kunden zu gewinnen und die nächste Finanzierungsrunde vorzubereiten. Zum Abschluss präsentiert sich das Jungunternehmen internationalen Investoren bei einem Demo Day im Dezember.
Kontakt:
Uta Schwarz
Dekanatsleiterin Qualitätsmanagement/Kommunikation
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
+49 351 463-33141