TUD Lectures Plus: Zukunft. Gesellschaft. Wissen.
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Die Veranstaltungsreihe TUD Lectures (Dezernat Universitätskultur) und die Podcastreihe YOU ASK we explain (Medizinische Fakultät) führen zusammen mit der Kustodie die TUD Lectures+ durch. Dieses Format schafft Räume, in denen gesellschaftliche Fragen wissenschaftlich fundiert diskutiert werden können: Die Themen werden verständlich aufbereitet. Auf dem Podium sitzen Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis, die die Themen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Das Publikum kann mit den Expert:innen in Austausch treten, indem es im Vorfeld Fragen einreicht oder während der Aufzeichnung mitteilt.
Aufgenommen wird bei Präsenzveranstaltungen, die wie Talkrunden stattfinden. Fragen aus dem Publikum werden bei den Veranstaltungen auf die Bühne gebracht, da mit der Reihe mit der Allgemeinheit interagiert werden soll. Die Veranstaltungen finden an thematisch-gewählten Locations in Dresden und Umgebung statt, z.B. im Kulturpalast Dresden, auf Marktplätzen, in Kirchen oder Biergärten.
Egal wo die Expert:innen Platz nehmen; der Podcast wird nicht inhaltlich nachbearbeitet oder retrospektiv zusammengebaut, sondern eine Gesprächsrunde aufgezeichnet und veröffentlicht, wie sie stattfindet.
Musikalisch wird das Projekt zum Beispiel durch die Banda Comunale in Dresden und das Jazzduo bestehend aus Patrick Neumann und Jo Aldinger unterstützt.
Die Podcasts sind auf den gängigen Plattformen verfügbar.
Inhalt
Familien sind vielleicht die kleinsten demokratischen Zellen unserer Gesellschaft. Zwischen Frühstückstisch und Gute-Nacht-Geschichte lernen wir jeden Tag, was Gemeinschaft bedeutet: zuzuhören, Fragen zu stellen, auszuhalten, anderer Meinung zu sein – und trotzdem zusammenzugehören. In Familien erfahren wir, wie wichtig es ist, Wünsche zu äußern, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu finden. All das prägt uns ein Leben lang.
Anlässlich des Podcastfestivals in der Bibliothek Neustadt möchten wir – angelehnt an die Kinderfragenshow in der Zentralbibliothek – mit euch weiter darüber nachdenken, wie wir als Familien zusammenkommen und wie wir als Generationen miteinander leben. Welche Herausforderungen entstehen dabei? Welche Chancen stecken in den kleinen Momenten des Alltags? Und was können wir voneinander lernen?
Gemeinsam mit dem Podcastformat „YOU ASK we explain“ der TU Dresden sammelt Jana Forkel – bekannt aus der Sendung mit der Maus und neuneinhalb – eure Fragen rund um Familie, Zusammenleben und Generationen. Live vor Ort werden sie von der Autorin Gerda Raidt sowie Wissenschaftler:innen der TU Dresden aufgegriffen und beantwortet. So entsteht ein Gespräch, das zeigt: Jede Frage zählt. Und jede Perspektive hilft uns, unser Miteinander besser zu verstehen.
Kommt vorbei, denkt mit – und fragt, was ihr euch schon immer gefragt habt!
Für Familien und Kinder ab 6 Jahren.
Wann:
06. Dezember 2025, 16:00
Wo:
Bibliothek Neustadt, Königsbrücker Straße 26, 01099 Dresden
Referent:innen:
- Jana Forkel – bekannt aus der Sendung mit der Maus und neuneinhalb
- Gerda Raidt, Autorin
Fotohinweis:
Während dieser Veranstaltung wird fotografiert und Videos aufgenommen. Die Fotos werden für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TUD sowie der anderen Beteiligten genutzt. Im Rahmen der Berichterstattung werden Fotos bei Bedarf auch an Dritte weitergegeben. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass gegebenenfalls Fotos von Ihnen für Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien inkl. Social Media genutzt werden.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.
Inhalt
Mutterschaft – ein Wort, das so heimelig klingt und doch ganze Weltordnungen in Bewegung setzt. Zwischen tradierten Rollenbildern und modernen Lebensentwürfen spannt sich ein Feld, das weit über die Familie hinausreicht. Mütter jonglieren Termine, tragen die unsichtbare Verantwortung und sind zugleich politisches Subjekt, feministische Kämpferinnen, Kunstinteressierte und Mitgestalterinnen der Gesellschaft.
Während sich Rollen wandeln, werden Mütter immer noch stilisiert, bewertet, interpretiert – und gleichzeitig ist ihnen eine "zweite Halbzeit" zugestanden. In diesem Spannungsfeld entfaltet sich der Live-Podcast. Dabei wird aus Mutterschaft ein öffentliches Thema - nicht privat, sondern auch politisch.
Sein Sie live dabei und stellen Sie uns Ihre anonymen Fragen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen bereichernden Austausch!
Wann:
12. November 2025, 17:30
Wo:
Zentralbibliothek im Kulturpalast, Foyer 2. OG - Schloßstraße 2, 01067 Dresden
Unsere Referent:innen:
- Cordula Weimann, Omas for Future
- Steffi Palm, Projekt Leihomas vom Frauenförderwerk e. V.
- Maik Spreer, "Mama, denk an mich" - Netzwerk für Drogenprävention in der Schwangerschaft
- Eugenie Gehring/Carla Lopez, Projekt Stadtteilmütter vom Frauenförderwerk e. V.
Moderation:
-
Henriette Mehn, Städtische Bibliotheken Dresden
Fotohinweis
Während dieser Veranstaltung wird fotografiert und Videos aufgenommen. Die Fotos werden für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TUD sowie der anderen Beteiligten genutzt. Im Rahmen der Berichterstattung werden Fotos bei Bedarf auch an Dritte weitergegeben. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass gegebenenfalls Fotos von Ihnen für Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien inkl. Social Media genutzt werden.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.
Inhalt
Einen Tag vor dem Weltfriedenstag lädt die Künstlerin Svea Duwe gemeinsam mit dem Podcastformat „YOU ASK we explain“ der TU-Dresden zum Denkmal der Roten Armee am Olbrichtplatz. Herzstück der Skulpturalen Situation ist die Präsentation eines invertierten Gedenkkranzes, in dessen Wurzeln Begriffe eingewachsen sind, die sich auf die russische Inschrift am Denkmal beziehen. Flankiert wird diese Präsentation durch eine offene Gesprächsrunde über die Frage „Wie ist Weltfrieden denkbar?“ mit Prof. Dr. Dominik Steiger, Prof. Dr. Stephanie Herold, Katja Protte und Svea Duwe, moderiert von Gwendolin Kremer. Den Abschluss bildet die Performance „Europas Hemd“ von Svea Duwe, interpretiert von Caroline Beach. Die Veranstaltung wird im Podcastformat „YOU ASK we explain“ der TU-Dresden aufgezeichnet.
Sein Sie live dabei und stellen Sie uns Ihre anonymen Fragen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen bereichernden Austausch!
Wann:
20.September 2025, 15 Uhr
Wo:
Hans-Oster-Straße, Denkmal
Unsere Referent:innen:
-
Prof. Dr. Dominik Steiger - Inhaber des Lehrstuhls für Völkerrecht, TU-Dresden
-
Prof. Dr. Stephanie Herold - Denkmalpflege und urbanes Kulturerbe, TU-Berlin
-
Katja Protte - Kuratorin Kunst + Militär, Militärhistorisches Museum Dresden
-
Svea Duwe - Bildhauerin
Moderation:
-
Gwendolin Kremer - Kunsthistorikerin, Kustodie TU-Dresden, Mitglied der Kommission für Kunst im Öffentlichen Raum Dresden
Fotohinweis
Während dieser Veranstaltung wird fotografiert und Videos aufgenommen. Die Fotos werden für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TUD sowie der anderen Beteiligten genutzt. Im Rahmen der Berichterstattung werden Fotos bei Bedarf auch an Dritte weitergegeben. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass gegebenenfalls Fotos von Ihnen für Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien inkl. Social Media genutzt werden.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.
Inhalt
Die Technische Universität Dresden lädt in Kooperation mit den Städtischen Bibliotheken Dresden, dem *sowieso* e.V. und dem Frauenstadtarchiv e.V. zu der Wanderausstellung „Gemeinsam sind wir unerträglich – Die unabhängige Frauenbewegung in der DDR“ ein.
Zum Auftakt der Ausstellung diskutieren Gäste aus Wissenschaft und Aktivismus in einer öffentlichen Podcast-Aufzeichnung über die unabhängige Frauenbewegung der DDR, ihre Bedeutung damals – und ihre Relevanz heute.
In den 1980er Jahren gründeten sich in der DDR unabhängige Frauengruppen, die sich nicht mit staatlichen Parolen zufriedengaben. Sie engagierten sich für Frieden, Demokratie und Menschenrechte – und stellten die offizielle Erzählung von Gleichstellung infrage. Sie protestierten gegen das Wettrüsten, prangerten die Diskriminierung von Lesben an und forderten reale Gleichberechtigung. Trotz Überwachung, Repression und gesellschaftlicher Ablehnung hielten sie unbeirrt an ihrem Engagement fest. Aus diesen Gruppen entwickelte sich eine landesweite Bewegung. 1989/90 wurden sie Teil der friedlichen Revolution, nahmen an den Runden Tischen Platz und kämpften für Frauenhäuser, gleiche berufliche Chancen, soziale Absicherung und eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Machtverhältnissen.
Die Ausstellung „Gemeinsam sind wir unerträglich“ bringt ihre Geschichten nach Dresden. Dokumente, Fotografien und bewegende Interviews zeigen, wie Frauen damals für ihre Rechte kämpften – und warum ihr Engagement noch lange nicht beendet ist.
Ihr Ringen ist noch heute aktuell: Denn wie gleichberechtigt ist unsere Gesellschaft wirklich? Wirtschaftliche Ungleichheit, Bildungszugänge, Wohnraumpolitik und Umweltkrisen sind nach wie vor Herausforderungen für die soziale Gerechtigkeit. Die Ausstellung lädt dazu ein, diese Fragen weiterzudenken – und den Dialog fortzusetzen.
Ausstellungszeitraum:
📅 21. Juli – 20. August 2025
Wo:
📍Foyer 2. OG, Zentralbibliothek im Kultupalast Dresden
Gäste:
- Grit Lemke, Autorin (u.a. „Kinder von Hoy. Freiheit, Glück und Terror“, 2021) und Filmkuratorin („Gundermann Revier“, 2019 und „Sorbische Filmlandschaften. Serbske filmowe krajiny“, 2024),
- Judith Geffert von der Rosa Luxemburg Stiftung und Co-Kuratorin der Ausstellung
Informationen:
- Sprache: deutsch
- eine Anmeldung ist nicht erforderlich
- Barrierefreiheit: Bei Bedarfen der Barrierefreiheit, freuen wir uns über Ihre Nachricht an .
Bustouren
Rebellinnen auf Achse – mit dem Bus durch die Geschichte der Dresdner Frauenbewegung
Im Rahmen der Ausstellung lädt eine Bustour zu einer historischen Spurensuche ein. Besucht werden zentrale Orte der Frauenbewegung in Dresden in der späten DDR und Wendezeit – wie das Frauenstadtarchiv e.V und das *sowieso*. Zeitzeug:innen und Expert:innen berichten unterwegs von damaligen Kämpfen und aktuellen Perspektiven.
Wann:
Montag, 28. Juli & Samstag, 2. August 2025, 16 – 19 Uhr
weitere Informationen:
- Eintritt frei
- Anmeldung erforderlich unter: tud.de/ddr-frauenbewegung
Inhalt:
Die Vergangenheit verstehen, um die Gegenwart bewusster zu gestalten – unter diesem Leitgedanken startet unsere 33. Podcastfolge: Vergangenheit, Verantwortung, Vision, produziert als TUD Lectures+. Mit Analysen und ethischen Fragestellungen beleuchten wir die dunklen Kapitel der Medizingeschichte im Nationalsozialismus und schlagen Brücken zur Gegenwart.
Ausgangspunkt für diesen Podcast ist die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder“, die an die mehr als 5.000 Kinder erinnert, die in sogenannten „Kinderfachabteilungen“ gequält und ermordet wurden. Diese grausamen Verbrechen geschahen unter Beteiligung niedergelassener Ärzte, staatlicher Ämter, Krankenhäuser und wissenschaftlicher Institutionen. Unser Podcast widmet sich diesen erschütternden Kapiteln der Geschichte und diskutiert ihre Bedeutung für die heutige Gesellschaft.
Wann:
16. April 2025, 18:00 Uhr
Wo:
Kunstverein Dresden, Neustädter Markt 8, 01097 Dresden
Unsere Referent:innen:
Unsere Gäste sind Wissenschaftler:innen, die sich seit Jahren intensiv mit der NS- und Medizinvergangenheit und ihren Folgen beschäftigen:
- Prof. Dr. phil. Beate Mitzscherlich – Professorin für Pädagogische Psychologie und Ethik im Gesundheitswesen an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Sie forscht seit vielen Jahren zu den Verbrechen der NS-Medizin und insbesondere zur Rolle der Gesundheitsämter. Ihre Arbeit zeigt auf, wie systematisch Menschen, die nicht in das völkische Gesellschaftsbild passten, erfasst, entrechtet und ermordet wurden. Ihre Erkenntnisse werfen ein erschreckendes Licht auf die ethische Skrupellosigkeit der Täter:innen und machen deutlich, wie zentral das Thema Datensicherheit auch in der heutigen Zeit ist.
- Prof. Dr. Florian Bruns – Professor für Ethik und Geschichte der Medizin und Zahnmedizin sowie Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin an der TU Dresden. Als Kurator der Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ hat er sich intensiv mit der Beteiligung von Mediziner:innen an der systematischen Ermordung von Kindern befasst. Seine Forschung gibt tiefgehende Einblicke in die Mechanismen der Tätergesellschaft und die moralischen Dilemmata, die sich bis heute stellen.
- Dr. Hagen Schönrich – Wissenschaftlicher Koordinator des Forschungsprojekts „Die Technische Hochschule Dresden im Nationalsozialismus“. Er forscht zur Geschichte der Hochschulen während des Dritten Reiches und beleuchtet, wie Wissenschaft und Ideologie miteinander verflochten waren. Seine Arbeit zeigt, wie Hochschulen als Instrumente zur Durchsetzung politischer Agenden genutzt wurden und welchen Einfluss dies auf die Forschung und Lehre hatte.
Moderation:
-
Linda Fleck, Promotionsstipendiatin im Graduiertenkolleg „Die Technische Hochschule Dresden im Nationalsozialismus“. Ihre Forschung beschäftigt sich mit der Ideologisierung der Lehrer:innenausbildung und untersucht, wie Bildung gezielt als Machtinstrument zur Verbreitung nationalsozialistischer Ideologie genutzt wurde. Mit journalistischem Gespür und wissenschaftlicher Neugierde stellt sie die zentralen Fragen: Welche Verantwortung haben Wissenschaft und Gesellschaft aus der Vergangenheit heraus? Wie gehen wir heute mit ethischen Grauzonen in der Medizin um? Und welche Lehren können wir für die Zukunft ziehen?
Unser Podcast ist eine Einladung zum Nachdenken, Erinnerung ist der erste Schritt zur Verantwortung. Sein Sie live dabei und stellen Sie uns Ihre anonymen Fragen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen bereichernden Austausch
Fotohinweis
Während dieser Veranstaltung wird fotografiert und Videos aufgenommen. Die Fotos werden für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TUD sowie der anderen Beteiligten genutzt. Im Rahmen der Berichterstattung werden Fotos bei Bedarf auch an Dritte weitergegeben. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass gegebenenfalls Fotos von Ihnen für Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien inkl. Social Media genutzt werden.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.
Inhalt:
Sexualität – sie flüstert, sie schreit, sie formt Identität. Sie ist Begehren und Barriere, Ekstase und Enigma. Ein Ort der Freiheit – und doch oft gefangen in Normen, Mythen, Missverständnissen.
Wir reden über Sex. Aber oft im falschen Licht. Zu verkürzt, zu normativ, zu verlegen.
Die Debatten kreisen um Identitäten und Kategorien, während die eigentlichen Fragen unausgesprochen bleiben. Denn Sexualität ist kein starres Konzept, sondern ein gelebter Prozess – wandelbar, individuell, widersprüchlich.
Nicht jeder fühlt Begehren, nicht jede Lust ist gleich. Asexualität ist kein Defizit, sondern eine Realität, die Raum braucht. Und Verlangen ist keine Konstante, sondern eine Dynamik, die von psychischen, gesellschaftlichen und körperlichen Faktoren geprägt wird. Wenn die Libido nachlässt, wenn das Körpergefühl sich verändert, wenn Sex plötzlich mehr Druck als Lust bedeutet – dann sind das keine Randphänomene, sondern Themen, über die wir sprechen müssen.
Sex ist politisch. Er ist kulturell verankert und sozial verhandelt. Normen schreiben vor, was als normal gilt, was begehrenswert erscheint, was als funktionierend betrachtet wird. Doch wer entscheidet, was richtig oder falsch, gesund oder gestört ist? Zwischen Scham und Selbstbestimmung, zwischen Erwartung und Erfüllung, zwischen Norm und gelebter Erfahrung verläuft ein schmaler Grat.
Gäste
Tina Hölzel-Chokharash, Paul Flemming und Rebekka Schwesig – bringen Wissenschaft, Praxis und Klartext auf die Bühne. Sie sprechen über Lust, Identität, Dysfunktion und gesellschaftliche Zwänge. Über Sex als Spiegel der Gesellschaft – und über das, was endlich gesagt werden muss.
Moderation:
Amelie Schleich
Wo:
Laika Bar, Kamenzer Straße 20, 01099 Dresden
Wann:
Beginn: 05.03.2025, 19:00 Uhr
Weitere Infos & Podcast-Links:
- https://tu-dresden.de/med/mf/idl/dasinstitut/carl/you-ask-we-explain/podcasts/folge-32
- https://open.spotify.com/show/6JifjjK1bpRWxADvX0qOtr
Fotohinweis:
Während dieser Veranstaltung wird fotografiert und Videos aufgenommen. Die Fotos werden für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TUD sowie der anderen Beteiligten genutzt. Im Rahmen der Berichterstattung werden Fotos bei Bedarf auch an Dritte weitergegeben. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass gegebenenfalls Fotos von Ihnen für Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien inkl. Social Media genutzt werden.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern
Inhalt:
Wenn gespart wird, trifft es oft diejenigen mit der schwächsten Lobby.
Soziale Arbeit, insbesondere Schulsozialarbeit als ein Teil der Jugendhilfelandschaft in Sachsen, ist wesentlich für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Sie leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, Kinder und Jugendliche direkt am Lern- und Lebensort Schule in einer Lebensphase zu unterstützen, die von emotionalen, sozialen und akademischen Herausforderungen geprägt ist. Doch was passiert, wenn diese Unterstützung gekürzt oder gar eingestellt wird?
Die Folgen solcher Einschnitte sind vielfältig und tiefgreifend. Teenager stehen unter enormem Druck: Prüfungsangst, Konflikte mit Eltern, Lehrkräften oder Mitschüler:innen, Mobbing, die Suche nach Zugehörigkeit, soziale Unsicherheiten oder gar der Einstieg in problematische Verhaltensmuster wie Drogenkonsum. Solche Herausforderungen verlangen nach professioneller Begleitung – und genau hier setzt die Schulsozialarbeit an.
Vertrauen, das Jahre braucht – und in Sekunden verloren geht
Ein funktionierendes System der Schulsozialarbeit basiert auf einem langfristigen Vertrauensverhältnis zwischen Sozialarbeiter:innen und Schüler:innen. Dieses Vertrauen ist oft der Schlüssel, um junge Menschen zu erreichen und ihnen in schwierigen Momenten eine Perspektive zu bieten. Doch dieses fragile Gleichgewicht ist gefährdet: Kürzungen und Einsparungen zerstören gewachsene Strukturen und erschweren den Aufbau solcher Beziehungen nachhaltig.
Gesellschaftliche und generationenübergreifende Auswirkungen
Die gesellschaftlichen Konsequenzen eines Rückzugs der Schulsozialarbeit sind schwer abzusehen, doch sie reichen weit über den Schulalltag hinaus. Soziale Ungleichheiten könnten sich vertiefen, Konflikte verstärken und Chancen auf Bildung und Integration reduziert werden. Diese Entwicklungen könnten ganze Generationen prägen und die sozialen Herausforderungen unserer Gesellschaft deutlich verschärfen.
Ein Dialog für die Zukunft
Im Rahmen unseres Podcasts „Leise Stimmen, laute Folgen“ möchten wir diesen Themen Raum geben und eine Plattform für den Austausch schaffen. Ziel ist es, nicht nur die aktuellen Herausforderungen und die Bedeutung der Schulsozialarbeit zu beleuchten, sondern auch langfristige Perspektiven zu diskutieren.
Wir planen die Aufzeichnung an einem öffentlichen Ort, um das Thema einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ein integraler Bestandteil der Veranstaltung ist der Dialog: Wir möchten nicht nur Expert:innen und Betroffene zu Wort kommen lassen, sondern auch die Öffentlichkeit einbeziehen und insbesondere Eltern die Möglichkeit geben, ihre Perspektiven und Fragen einzubringen.
Einladung zur Reflexion und Mitgestaltung
Unsere Veranstaltung richtet sich an alle, denen das Wohl junger Menschen und die Zukunft unserer Gesellschaft am Herzen liegt. Gemeinsam wollen wir nach Wegen suchen, wie der Stellenwert der Schulsozialarbeit gestärkt und ihre unverzichtbare Rolle für Schüler:innen, Lehrkräfte und Familien gesichert werden kann.
Wann:
22.01.2025, 18:00 Uhr
Wo:
Aula des Gymnasium Bürgerwiese, Parkstraße 4 (Lennéplatz), Dresden
Unsere Referent:innen:
- Paula Bormann - Geschäftsführende Bildungsreferentin an der LAG Schulsozialarbeit Sachsen e.V.
- Tobias Gaub - stv. Geschäftsführung beim Landesverband Soziokultur Sachsen
- Wieland Köhler - Schulsozialarbeiter am Gymnasium Bürgerwiese
- Amy Kirchhoff - Landesvorstand des Landesschülerrates Sachsen
- Anke Voigt - Leitung Kliniksozialdienst an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie des Universitätsklinikum Dresden
- Constanze Berndt - Professorin für Soziale Arbeit und Schule an der Evangelischen Hochschule Dresden
Moderation:
-
Dominique Schwarze - SHK an der Lernwerkstatt der Professur für Gesundheit und Pflege/Berufliche Didaktik, TU Dresden
Fotohinweis:
Während dieser Veranstaltung wird fotografiert und Videos aufgenommen. Die Fotos werden für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TUD sowie der anderen Beteiligten genutzt. Im Rahmen der Berichterstattung werden Fotos bei Bedarf auch an Dritte weitergegeben. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass gegebenenfalls Fotos von Ihnen für Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien inkl. Social Media genutzt werden.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.
Unsere Podcastreihe YOU ASK we explain - Berührungsängste mit der Wissenschaft widmet sich in unserer 40. Folge dem Austausch zwischen Dresden und Coventry
Dresden und Coventry verbindet ein Bild, das sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis beider Städte eingeschrieben hat: das Bild der Zerstörung. Und doch stehen diese Zerstörungen nicht einfach nebeneinander. Sie markieren zwei historische Ereignisse, die in einem ursächlichen Zusammenhang stehen – das eine ist ohne das andere nicht zu verstehen.
Die Luftangriffe auf Coventry im November 1940, deren 85. Jahrestag sich Ende des vergangenen Jahres jährte, waren ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Sie veränderten nicht nur das Gesicht der Stadt, sondern prägten auch ihre Haltung gegenüber der eigenen Geschichte. Dresden ereilte wenige Jahre später ein ähnliches Schicksal – mit anderen Voraussetzungen, anderen Nachwirkungen und einer anderen Erinnerungskultur.
Bis heute wird in beiden Städten jährlich der Opfer gedacht. In Coventry jedoch ist dieses Gedenken untrennbar mit einem besonderen Vermächtnis verbunden: dem bewussten Akt der Vergebung. Die neu errichtete Kathedrale steht nicht nur als architektonisches Zeichen des Wiederaufbaus, sondern als Ort einer Haltung, die auf Versöhnung zielt. Wer diesen Raum betritt, spürt schnell, dass Vergebung hier nicht eingefordert, sondern angeboten wird – und dass es an uns liegt, dieses Angebot anzunehmen.
Der Podcast in der Reihe TU Lectures Plus greift diese gemeinsame, zugleich gegensätzliche Geschichte auf. Im Format You ask – we explain werden historische Linien, persönliche Perspektiven und gegenwärtige Fragen miteinander verknüpft. Im Zentrum steht dabei der Austausch: Wie wirken diese Erfahrungen bis heute nach? Welche Verantwortung tragen nachfolgende Generationen? Und was entsteht, wenn unterschiedliche Perspektiven ineinander übergehen?
Gerade in diesem Dialog liegt der Wert des Dresden–Coventry-Austauschs: nicht im Vergleich von Leid, sondern im gemeinsamen Nachdenken über Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.
Wann: 12.02.2026, 19.00–20.15 Uhr
Wo: Raskolnikoff, Böhmische Straße 34, 01099 Dresden
Unsere Referent:innen:
-
Tine & Günter Starke - Fotograf:innen (Link)
-
Nikolai Press - Alumnibotschafter:in für Coventry (Link)
-
Sabine Coady Schaebitz - Coventry University, Autorin des Buchs "Heritage and Democracy - Introductory Thoughts" (Link)
-
Rainer Barczaitis - Coventry coordinator, Übersetzer (Link)
-
Johannes Schütz - TU Dresden, DFG-Projekt „Polyphonie der Heimat“
Fotohinweis
Während dieser Veranstaltung wird fotografiert und Videos aufgenommen. Die Fotos werden für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TUD sowie der anderen Beteiligten genutzt. Im Rahmen der Berichterstattung werden Fotos bei Bedarf auch an Dritte weitergegeben. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass gegebenenfalls Fotos von Ihnen für Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien inkl. Social Media genutzt werden.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.
© TUDLectures
SG 9.1 Campusleben, Team TUD Lectures
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