Weiterbildungsreihe „Courage – wissen, sehen, handeln“
Demokratie lebt von Vielfalt, Respekt und Solidarität sowie dem gemeinsamen Einsatz für Menschenrechte und Gleichberechtigung. Mit der Weiterbildungsreihe „Courage – wissen, sehen, handeln“ lädt die TU Dresden vor allem ihre Beschäftigten ein, sich mit aktuellen antidemokratischen Herausforderungen auseinanderzusetzen, Wissen zu vertiefen und Handlungskompetenzen für Studium, Lehre und Arbeitsalltag zu entwickeln. In inspirierenden Vorträgen, interaktiven Workshops und anwendungsorientierten Austauschformaten wird Raum für Reflexion, Diskussion und praxisnahe Impulse geschaffen – immer mit dem Ziel, eine offene, respektvolle und diskriminierungssensible Universitätskultur zu stärken.
Organisiert wird die Reihe vom Zentrum für Weiterbildung, der Beschwerdestelle bei Vorkommnissen von Belästigung, Diskriminierung und Gewalt sowie dem Sachgebiet Universität und Gesellschaft.
Das sind die nächsten Angebote:
Inhaltsverzeichnis
- Wissenschaftsfeindlichkeit: Umgang mit Hass und Anfeindungen in der Wissenschaftskommunikation
- Antidiskriminierung an der TUD: Orientierung für den Arbeitsalltag
- Argumentations- und Handlungsstrategien im Umgang mit menschenfeindlichen Äußerungen
- Anti-Discrimination at TUD: Guidance for Everyday Working Life
- Beratung im Fokus: Diskriminierungssensible Beratung an der TUD
- Alltagsrassismus: Was muss ich wissen? Was kann ich tun?
- MINT für alle: Gender- und diversitätssensible Hochschullehre
- Digitale Vernissage: Leben ohne Rassismus 2.0 & Unter Verdacht
- Antisemitismus heute – Erscheinungsformen und Herausforderungen an Hochschulen
- UniSAFE – Umgang mit sexualisierter Belästigung, Diskriminierung und Gewalt an der TUD
- Empowerment von Menschen mit Rassismuserfahrungen – Austausch, Stärkung und Verbindung
- UniSAFE – Addressing Sexualised Harassment, Discrimination, and Violence at TUD
- Digitale Selbstverteidigung gegen antifeministische digitale Übergriffe
- Lehre im Kontext: Gesellschaftliche Verantwortung und Vielfalt in den Fokus rücken
Wissenschaftsfeindlichkeit: Umgang mit Hass und Anfeindungen in der Wissenschaftskommunikation
- 22.09.2026 // 13:00–14:30 Uhr
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Referent: Matthias Fejes, Pressesprecher TUD
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Online-Vortrag (BBB)
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Angebot für TUD-Beschäftigte
Wissenschaftsfeindlichkeit und Hassrede gegen Wissenschafter:innen, Wissenschaftskommunikator:innen und wissenschaftlichen Einrichtungen haben, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie, spürbar zugenommen. Doch wie kann man in der Wissenschaftskommunikation auf solche Angriffe reagieren, sich darauf vorbereiten und Unterstützung finden? Dieser Workshop bietet Einblicke in das Themenfeld, stellt die Beratungs- und Unterstützungsangebote der nationalen Anlaufstelle Scicomm-Support vor und vermittelt durch interaktive Übungen praktische Handlungsmöglichkeiten. Mehr Informationen über den Scicomm-Support sind online zu finden: www.scicomm-support.de.
Antidiskriminierung an der TUD: Orientierung für den Arbeitsalltag
- 07.10.2026 // 09:00–10:00 Uhr
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Referentin: Anja Wiede, Ansprechperson der TUD-Beschwerdestelle bei Vorkommnissen von Belästigung, Diskriminierung und Gewalt
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Online-Vortrag (BBB)
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Angebot für TUD-Beschäftigte
Dieser Kurzinput bietet TUD-Beschäftigten einen kompakten Einblick in Erscheinungsformen von Belästigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulalltag. Vermittelt werden Grundlagen zu Definitionen, Handlungsmöglichkeiten sowie Unterstützungs- und Beschwerdewegen an der TUD. Im Fokus stehen Sensibilisierung, Reflexion und die Stärkung eines respektvollen, diskriminierungssensiblen Umgangs im universitären Kontext.
Argumentations- und Handlungsstrategien im Umgang mit menschenfeindlichen Äußerungen
- 07.10.2026 // 10:00–16:00 Uhr
- Trainer:innen: Anja Thiele und Vince von Gynz-Rekowski, Kulturbüro Sachsen e. V. / Fachstelle Bildungsangebote
- Präsenz-Workshop
- Angebot für TUD-Beschäftigte
- Anmeldung
Kennen Sie das? Rassistische oder extrem rechte Bemerkungen von Studierenden im Seminar oder mit Kolleginnen am Mittagstisch? Unsicherheit, wie Sie reagieren sollen auf pädagogischer oder kollegialer Ebene? Und gleichzeitig der Wunsch, klar und respektvoll Position zu beziehen? In dem praxisorientierten Argumentationsworkshop wird der sichere Umgang mit menschenfeindlichen Aussagen gestärkt. Anhand praktischer Beispiele und Übungen klären wir, wann sich ein Gespräch lohnt und wann es wichtiger ist, klar Grenzen zu setzen.
Anti-Discrimination at TUD: Guidance for Everyday Working Life
- 14/10/2026 // 9 – 10 a.m.
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Instructor: Anja Wiede, TUD Complaint Office in cases of discrimination harassment, violence
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online lecture (BBB)
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for staff members
This short input session provides staff members with a compact overview of different forms of harassment, discrimination, and violence in everyday university settings. It covers key definitions, possible courses of action, as well as support and complaint procedures at TUD. The focus lies on raising awareness, encouraging reflection, and fostering a respectful and discrimination-sensitive culture within the university context.
Beratung im Fokus: Diskriminierungssensible Beratung an der TUD
- 03.11.2026 // 13:00–14:30 Uhr
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Referentin: Anja Wiede, Ansprechperson der TUD-Beschwerdestelle bei Vorkommnissen von Belästigung, Diskriminierung und Gewalt
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Online-Vortrag (BBB)
- Angebot für TUD-Beschäftigte
Wie wirken Diskriminierung, Machtverhältnisse und gesellschaftliche Ungleichheiten in Beratungskontexten und was bedeutet ein diversitätssensibler Umgang in der Praxis? Der Kurzinput führt in zentrale Grundbegriffe, Perspektiven und Haltungen einer diskriminierungsbewussten Beratung ein und lädt zur Reflexion über Chancen und Herausforderungen von Diversität ein. Ziel ist es, Sensibilität für unterschiedliche Lebensrealitäten zu stärken und Beratung bewusster zu gestalten.
Alltagsrassismus: Was muss ich wissen? Was kann ich tun?
Prof. Dr. Karim Fereidooni
- 04.11.2026 // 12:30–14:00 Uhr
- Referent: Prof. Dr. Karim Fereidooni, Ruhr-Universität Bochum
- Online-Vortrag (Zoom)
- Angebot für TUD-Beschäftigte, Studierende und TUD-externe Interessierte
- Anmeldung
In diesem Vortrag geht Prof. Dr. Karim Fereidooni auf Möglichkeiten ein, rassismusrelevante Wissensbestände zu verlernen sowie den rassismuskritischen Kompetenzaufbau zu betreiben. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage: Was müssen Individuen und Institutionen tun, um rassismuskritisch tätig zu sein bzw. einen rassismuskritischen Organisationsentwicklungsprozess zu initiieren?
Alle Angemeldeten erhalten den Zugangslink Anfang November.
MINT für alle: Gender- und diversitätssensible Hochschullehre
- 05.11.2026 // 09:00–16:00 Uhr
- Referentin: Dr. Steffi Nothnagel, International Office
- Präsenzveranstaltung (ein Angebot der TUD für Hochschuldidaktik Sachsen)
- weitere Informationen
Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im MINT-Bereich steigt. Auch für Frauen bieten MINT-Berufe attraktive Karrierechancen. Dennoch ist der Frauenanteil in diesen Fächern noch zu gering. Wie können Studiengänge und Lehrveranstaltungen in MINT-Fächern so gestaltet werden, dass insgesamt mehr Personen – unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität – ein MINT-Studium aufnehmen? In diesem Workshop werden Lehrende aus den MINT-Fächern befähigt, gendersensible Perspektiven in die Gestaltung von Studiengängen und in die Lehre zu integrieren. Ziel ist es, zu klären, was gender- und diversitätssensible Hochschullehre bedeutet und wie genderinklusive Lehre in den MINT-Fächern konkret umgesetzt werden kann. Dazu werden unter anderem die Dimensionen gesellschaftlicher Kontext, Rahmenbedingungen von Lehre, Fachinhalte, Lehrende, Lernende, Lernziele, Lehrmethoden sowie Kommunikation & Interaktion in der Lehre betrachtet.
Digitale Vernissage: Leben ohne Rassismus 2.0 & Unter Verdacht
- 06.11.2026 // 8:00–9:30 Uhr
- online (Zoom)
- Angebot für TUD-Beschäftigte
- weitere Informationen und der Link zur Teilnahme (folgen)
Die digitale Vernissage bringt die beiden Ausstellungen „Leben ohne Rassismus 2.0“ und „Unter Verdacht“ zusammen. Anhand ausgewählter Fotografien, Motive und Geschichten erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in beide Ausstellungen. Die Arbeiten setzen sich mit Erfahrungen von Rassismus und Diskriminierung, gesellschaftlichen Zuschreibungen und struktureller Ungleichbehandlung auseinander. Dabei steht immer wieder der einzelne Mensch im Mittelpunkt mit seinen Erfahrungen, seiner Individualität und seinem Recht, jenseits von Stereotypen wahrgenommen zu werden.
Bei der Vernissage gibt Gerardo Palacios Borjas, der Fotograf beider Ausstellungen, einen persönlichen Einblick in seine Arbeit.
Antisemitismus heute – Erscheinungsformen und Herausforderungen an Hochschulen
- 17.11.2026 // 12:30–14:00 Uhr
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Referent:innen: Dr. Raja-León (Ariowitsch-Haus und Fachnetzwerk gegen Antisemitismus), Marie Künne (Kompetenznetzwerk Antisemitismusprävention an Hochschulen), Professorin Dr. Maria Häusl (Beauftragte gegen Antisemitismus der TUD)
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online (BBB)
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Angebot für TUD-Beschäftigte
Die Veranstaltung vermittelt Wissen über moderne Erscheinungsformen von Antisemitismus, beleuchtet die Situation jüdischer Hochschulangehöriger und welchen Herausforderungen Hochschulen in der Bekämpfung von Antisemitismus gegenüberstehen. Abschließend stellt die Beauftragte gegen Antisemitismus der TUD, Frau Professorin Dr. Maria Häusl, ihre Rolle und Aufgaben vor.
UniSAFE – Umgang mit sexualisierter Belästigung, Diskriminierung und Gewalt an der TUD
- 20.11.2026 // 09:00–12:00 Uhr
- Workshopleiterin: Anja Wiede, Ansprechperson der TUD-Beschwerdestelle bei Vorkommnissen von Belästigung, Diskriminierung und Gewalt
- Kurzworkshop in Präsenz
- Angebot für TUD-Beschäftigte
- Anmeldung
Mit der Teilnahme am Unisafe-Forschungsprojekt stellt sich die TUD dem Phänomen der sexualisierten Belästigung, Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen. Der Workshop beginnt deshalb mit einem Überblick über Begriffsdefinitionen und statistischen Kennzahlen. Projektkoordinatorin und Workshopleiterin Anja Wiede bearbeitet mit den Teilnehmenden schließlich eigene Haltungen und mögliche Vorurteile zum Thema. Der Fokus liegt dennoch auf den Unterstützungsmöglichkeiten bei diesen Vorkommnissen, denn: auch wenn die meisten sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt nicht als Betroffene erleben müssen, finden sich viele als sogenannte „Bystander“ ((un-)bewusste Zeug:innen) wieder. Im Sinne einer gemeinschaftlichen Verantwortungsübernahme erarbeiten die Teilnehmenden deshalb eigene Interventionsmöglichkeiten.
Empowerment von Menschen mit Rassismuserfahrungen – Austausch, Stärkung und Verbindung
- 24.11.2026 // 10:00–16:00 Uhr
- Trainer:innen: Teamende der LAG pokuBi Sachsen e. V.
- Präsenz-Workshop
- Beschäftigte der TUD, die Rassismuserfahrungen machen.
- Anmeldung
Wir möchten einen Safer(er) Space schaffen, in dem Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig stärken können. Im Mittelpunkt stehen Empowerment, Selbstbestimmung und die eigenen Ressourcen.
Die Workshopsprache ist Deutsch. (Please let us know if you'd like to attend an empowerment workshop in English. We're gathering interest for 2027.)
UniSAFE – Addressing Sexualised Harassment, Discrimination, and Violence at TUD
- 01/12/2026 // 1 – 4 p.m.
- Instructor: Anja Wiede, TUD Complaint Office in cases of discrimination harassment, violence
- face-to-face workshop
- for staff members
- registration
With its own participation in the Unisafe research project, TU Dresden is addressing the phenomenon of sexualised harassment, discrimination and violence at universities. The workshop therefore begins with an overview of definitions and statistical figures. Project coordinator and workshop leader Anja Wiede (contact person for harassment, discrimination and violence at TU Dresden) then works with the participants on their own attitudes and possible prejudices on the topic. Nevertheless, the focus is on the support options for these incidents, because even if most people do not have to experience sexualised harassment, discrimination and violence as victims, many find themselves as so-called ‘bystanders’ ((un)aware witnesses). In the sense of a collective responsibility, the participants therefore develop their own intervention options.
Digitale Selbstverteidigung gegen antifeministische digitale Übergriffe
- 03.12.2026 // 13:00–16:00 Uhr
- Trainerin: Nadja Gottschalk, Medienpädagogin mit dem Schwerpunkt Digitale (technikgestützte) Gewalt
- Präsenz-Workshop
- für TUD-Beschäftigte
- Anmeldung
Antifeministische und sexistische Übergriffe finden zunehmend auch im digitalen Raum statt: von abwertenden Kommentaren und gezielten Provokationen bis hin zu Hate Speech, Belästigung und Bedrohungen.
Der Workshop vermittelt Strategien, um solche Dynamiken frühzeitig zu erkennen, einzuordnen und handlungssicher darauf zu reagieren. Gemeinsam schauen wir auf typische Muster digitaler Übergriffe und beschäftigen uns mit der Frage, wann eine Reaktion sinnvoll ist und wann Selbstschutz und Abgrenzung Vorrang haben. Die Teilnehmenden lernen konkrete Möglichkeiten kennen, um sich online zu schützen, Grenzen zu setzen und Unterstützung zu organisieren. Dabei geht es nicht darum, auf jede Situation reagieren zu müssen, sondern darum, die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu stärken.
Lehre im Kontext: Gesellschaftliche Verantwortung und Vielfalt in den Fokus rücken
- 15.01.2027, 29.01.2027 // jeweils 10:00–14:00 Uhr
- Referentin: Dr. Sandra Buchmüller, Fakultät Maschinenwesen
- Präsenz-Workshop (ein Angebot der TUD für Hochschuldidaktik Sachsen)
Wissenschaft ist nicht losgelöst von gesellschaftlichen Kontexten – sie ist eingebettet in historische, kulturelle und politische Strukturen, die Normen, Werte Macht- und Ungleichheitsverhältnisse prägen. Gerade in Fachdisziplinen, deren Inhalte nicht explizit sozialer oder gesellschaftlicher Natur sind, bleibt dieser Zusammenhang oft unsichtbar. Genau hier setzt der Workshop an: Wir schauen uns an, wie Sie als Lehrende Ihre Studierenden dazu befähigen können, ihre Fachdisziplin kritisch zu reflektieren, gesellschaftliche Bezüge herzustellen und ihre eigene Rolle in einer komplexen, diversen Welt zu verstehen.