30.10.2018

3. Tharandter Waldschutzkolloqui­um

3. Tharandter Waldschutzkolloquium © Professur für Waldschutz 3. Tharandter Waldschutzkolloquium © Professur für Waldschutz

Rege Teilnahme am 3. Tharandter Waldschutzkolloquium

3. Tharandter Waldschutzkolloquium

Rege Teilnahme am 3. Tharandter Waldschutzkolloquium © Professur für Waldschutz

Mehr als 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland folgten der Einladung zum 3. Tharandter Waldschutzkolloquium am 25. und 26. Oktober 2018. Nach der guten Resonanz der letzten Jahre fand das Kolloquium in diesem Jahr erstmals an zwei Tagen statt und konnte sich so intensiv den beiden Schwerpunkten "Aktuelle Entwicklungen im Borkenkäfermanagement" sowie "Naturnahe Regulation von Schadinsekten" widmen. Aus gegebenem Anlass wurde außerdem nachträglich ein Vortrag zur Waldbrandbekämpfung eingefügt.

Nach der Begrüßung und Eröffnung des Kolloquiums am Donnerstag durch Prof. Dr. Michael Müller bestritten Prof. Dr. Axel Schopf mit einem umfassenden Aus- und Rückblick zur Borkenkäferforschung an der BoKu Wien sowie Lutz-Florian Otto mit einem Vortrag zu den aktuellen Borkenkäferentwicklungen im Staatsbetrieb Sachsenforst den Auftakt der Veranstaltung. Am Nachmittag stellten Christine Rachow von der Georg-August-Universität in Göttingen sowie Dr. Michael Wehnert-Kohlenbrenner und Robert Friedrich von der Ostdeutschen Gesellschaft für Forstplanung mbH Ergebnisse aus dem Bereich der chemischen Kommunikation von Borkenkäfern aus dem Verbundprojekt bioProtect vor. Im Anschluss daran gab Prof. Dr. Michael Müller einen ersten Einblick in die während seines Auslandsaufenthalts in den USA im Rahmen seines Forschungsfreisemesters gewonnenen Daten zur intrakontinentalen Wirkung des Prinzips der Allochthonen Kairomone, bevor er auf das aktuelle Thema der Waldbrandvorbeugung und -bekämpfung auf munitionsbelasteten Flächen einging und verschiedene alternative Ansätze präsentierte. Abgerundet wurde der erste Tag durch Abschlussdiskussion und Postersession sowie die im Anschluss stattgefundene Abendveranstaltung, die neben der Möglichkeit zu einem weiteren wissenschaftlichen Austausch auch kulinarische Genüsse bot.

Am zweiten Tag stellten Richard Georgi und Klara Pohlink spannende Ergebnisse aus dem Projekt LINA zur Bedeutung natürlicher Gegenspieler bei der Regulation von Schadinsekten vor, bevor Dr. Katrin Möller vom Landesbetrieb Forst Brandenburg die neuen Herausforderungen beim Risikomanagement kiefernnadelfressender Insekten präsentierte. Im Anschluss daran hielten Maja Mosch und Marcus Lukic-Walther einen Vortrag zur Einbindung von Gefährdungsanalysen in die Waldinventur und Bewirtschaftungsplanung. Nach der Abschlussdiskussion schloss Prof. Müller das Kolloquium mit einer Liste an Empfehlungen zu zukünftigen Arbeitsschwerpunkten in Waldschutzforschung und -politik.

Die Einwilligung der Vortragenden vorausgesetzt, werden die Vorträge in Kürze hier zum Download bereitstehen.

Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme am Kolloquium, die intensiven Diskussionen und die vielen positiven Stimmen zur Veranstaltung und bedanken uns beim Heinrich-Cotta-Club für das professionelle Pausencatering sowie bei der Teich-Wirtschaft Voss für das fantastische Abendbuffet!

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Christiane Helbig
Letzte Änderung: 07.11.2018