Unsere Forschungsfelder
Forschungsfeld 1: Einfluss ökologischer und evolutiver Prozesse auf die genetische und öko-physiologische Diversität in aquatischen Systemen
Nicht-invasive Beprobung einer Äsche mittels Abstrichtupfer (links) und Vorbereitung der gewonnenen DNA für genetische Analysen (rechts).
Am Institut für Hydrobiologie werden ökologische und evolutive Prozesse in aquatischen Lebensräumen erforscht. Durch die Kombination von Taxonomie, Populationsgenetik, Genomik und experimenteller Evolution – im Labor und Freiland – werden Organismen von Bakterien bis zu Fischen untersucht. Ziel ist es, deren Struktur und Dynamik zu verstehen. Weitere Informationen zum Forschungsfeld 1
Forschungsfeld 2: Aquatische Ökotoxikologie - Wirkungsanalyse und Risikoabschätzung von Umweltchemikalien
Probenahme am Riet River in Südafrika (links) und Durchführung eines in vitro-Biotests im Labor (rechts).
Die Ökotoxikologie untersucht, wie Chemikalien Ökosysteme schädigen. Durch die steigende Produktion und Nutzung von Substanzen entstehen zwangsläufig Wechselwirkungen mit Lebewesen. Der Wissenschaftszweig bewertet die Gefährlichkeit und Umweltpräsenz von Chemikalien, um Risiken abzuschätzen. Weitere Informationen zum Forschungsfeld 2
Forschungsfeld 3: Struktur und Funktion von Seen- und Talsperren-Ökosystemen und deren Steuerung, speziell unter dem Einfluss des Klimawandels
Die Erhöhung der Temperatur beeinflusst die Interaktionen in Nahrungsnetzen und ändert die Artenzusammensetzung.
Wir analysieren, wie der Klimawandel die Wassertemperatur und ökologischen Wechselwirkungen in Gewässern beeinflusst. Dabei berücksichtigen wir deren geografische Lage und vergleichen die Auswirkungen zwischen verschiedenen Gewässern. Unsere Methoden umfassen Langzeitdatenauswertung und mechanistische Modellierung. Weitere Informationen zum Forschungsfeld 3
Forschungsfeld 4: Wechselwirkungen zwischen biologischer Besiedlung und Funktion von Fließgewässern
Wir erforschen angewandte Fließgewässerökologie, um Ökosystemprozesse und biologische Invasion zu verstehen. Dazu gehören Begleituntersuchungen, die Bewertung von Gewässerentwicklungsmaßnahmen, die Entwicklung angepasster Managementstrategien und die Analyse der Gewässergüte. Weitere Informationen zum Forschungsfeld 4
Forschungsfeld 5: Mathematische Modelle für Wassergütebewirtschaftung und Hypothesenprüfung
Ökologische Modellierung: von der Zelle zum Ökosystem.
Mit statistischen und mechanistischen Modellen analysieren wir hydrobiologische Systeme. Wir entwickeln eigene Ansätze und nutzen bestehende Modelle für verschiedene Skalen – von der Auswertung physiologischer Labordaten bis zur Langzeitsimulation von Fließgewässern und Seen. Weitere Informationen zum Forschungsfeld 5
Forschungsfeld 6: Variabilität und Evolution von Antibiotikaresistenzen in der Umwelt
Antibiotikaresistenzen (AR) nehmen weltweit zu und führen zu mehr Todesfällen durch multiresistente Bakterien. Diese Resistenzen verbreiten sich massiv über Umweltpfade wie Gülle und kommunales Abwasser. Antibiotikaresistenz-Gene (ARG) und resistente Bakterien (ARB) gelten als biologische Schadstoffe. Das Institut für Hydrobiologie erforscht ARG und ARB in Umweltproben mittels sowohl Kultivierung als auch Kultur-unabhängigen Methoden. Weitere Informationen zum Forschungsfeld 6