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Mobilität in Städten – SrV

Verkehr und Mobilität sind keine konstanten Größen. Das gilt erst recht für städtische Räume, wo demographische, infrastrukturelle, wirtschaftliche und viele andere Entwicklungen besonders eng ineinander greifen und planerische Spielräume unterschiedlich genutzt werden.

Seit Januar 2018 untersucht die Technische Universität Dresden zum insgesamt 11. Mal seit 1972 aktuelle Trends der Mobilitätsentwicklung in deutschen Städten.

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Wichtige Themen im Überblick

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Allgemeine Information und Nutzen der Erhebung

Die kontinuierliche Fortsetzung regelmäßiger Mobilitätsanalysen ist geboten, da insbesondere der demographische Wandel und ein nicht mehr zu übersehender Wertewandel neben anderen Einflussgrößen das Verkehrsgeschehen in den nächsten Jahren zunehmend bestimmen werden. Die Verkehrsplanung muss sich auf verlässliche Daten stützen können, um diese Veränderungen sachgerecht zu berücksichtigen.

Die Verkehrswissenschaft an der Technischen Universität Dresden analysiert seit mehr als vierzig Jahren die Entwicklung des Einwohnerverkehrs in Städten durch regelmäßige Haushaltsbefragungen. Das als „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“ wissenschaftlich begrün­dete Erhebungsinstrument erfasst stadtübergreifende Tendenzen der Verkehrsent­wicklung und stellt gleichzeitig stadtspezifische Kennziffern für die Verkehrsplanung be­reit.

Die Kostenvorteile, der Zuschnitt auf die Anforderungen der Verkehrsplanung sowie das wissenschaftlich fundierte Erhebungskonzept veranlassen immer mehr Städte dazu, Partner in diesem Gemeinschaftsprojekt zu werden. Sie nutzen damit die Möglichkeit, ihre verkehrliche Entwicklung sowohl in Bezug auf eigene Zielsetzungen als auch im Städtevergleich einzuschätzen.

Je mehr Städte sich an einer SrV-Erhebung beteiligen, umso geringer werden die Kosten pro Stadt. Gleichzeitig vergrößert sich die Datenbasis für stadtübergreifende und vergleichende wissen­schaftliche Untersuchungen. Deren Ergebnisse kommen in Form von Fachartikeln und Forschungsberichten den SrV-Partnern wiederum zugute.

Darüber hinaus bietet die Beteiligung an einer SrV-Erhebung weitere Vorteile:

  • Das einheitliche Erhebungsdesign garantiert eine aussagekräftige Standortbestim­mung im Vergleich zu ähnlichen Städten (Benchmark).
  • Die Erhebung wird alle fünf Jahre wiederholt. Bestehende Zeitreihen werden damit verlässlich fortgeschrieben.
  • Der inhaltliche und methodische SrV-Standard sichert die Vergleichbarkeit der Ergeb­nisse innerhalb der SrV-Zeitreihe.
  • Auch teilräumlich differenzierte Analysen innerhalb des Stadtgebietes sind mit einer Stichprobenaufstockung möglich.
  • Die Standardauswertung umfasst eine breite Palette planungsrelevanter Kennziffern. Sie lässt sich durch stadtspezifische Zusatzauswertungen erweitern.
  • SrV-Daten sind auf Anforderungen üblicher Verkehrsmodelle zugeschnitten.
  • Die Zusammenfassung von Einzelstädten zu Stadtgruppen ermöglicht die Auswertung modellierungsrelevanter Kennziffern, für die städtische Stichproben im Regelfall zu klein sind.
  • Örtliche Kooperationen (z. B. zwi­schen Stadt und Verkehrsunter­nehmen) bei der Beauft­ragung der SrV-Erhebungen führen zu Synergie­effekten. Die Aufteilung der Kos­ten auf mehrere Partner erlaubt größere oder zusätzliche Stichproben, die wiederum räumlich differen­zierte Analysen für die Stadt selbst oder für das Umland von Kernstädten ermöglichen. Gleichzeitig verbessert sich die Vergleichbarkeit und Widerspruchs­freiheit der Datengrundlagen im Planungsraum.
  • Die Abstimmung wichtiger inhaltlicher und methodischer Erhebungsmerkmale mit der Bundeserhebung „Mobilität in Deutschland (MiD)“ eröffnet weitere Auswertungsspielräume und Vergleichsmöglichkeiten.
  • Es besteht u. U. die Möglichkeit, dass die Erhebung durch Bundesländer gefördert wird.