Digitale Gesundheitsökosysteme
Innerhalb der Forschungslinie rund um
Digitale Gesundheitsökosysteme
bieten wir vordergründig Themen zur Analyse, Gestaltung, Implementierung und Evaluation in den folgenden Bereichen für eine Bachelor-, Master-, Diplom- oder Seminararbeit an:
- Entwicklung und Evaluation Digitaler Gesundheitsanwendungen
- Interoperabilität für Digital Health Anwendungen
- Digitalisierung im Öffentlichen Gesundheitsdienst
- Plattform-Geschäftsmodelle und Forschungsdaten-Infrastrukturen
- Digitalisierung in der Pflege
Digitale Gesundheitsanwendungen
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Wissenschaftliche Evaluation einer digitalen Patientenbegleitung rund um den Hüft- und Kniegelenkersatz |
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Jährlich erhalten in Deutschland mehrere hunderttausend Menschen ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk. Patientinnen und Patienten können wesentlich zum Erfolg des Eingriffs beitragen – etwa durch eine gute Vorbereitung, regelmäßiges Training, angemessene Bewegung, die korrekte Einnahme von Medikamenten und das frühzeitige Erkennen relevanter Beschwerden. Im Versorgungsalltag fehlen jedoch häufig verständliche, individuell passende und zum richtigen Zeitpunkt verfügbare Informationen.
Die konkrete Forschungsfrage wird gemeinsam festgelegt und an den Studiengang, das Qualifikationsniveau, den Bearbeitungszeitraum sowie verfügbare Daten angepasst. Je nach Schwerpunkt kommen qualitative Interviews, Fragebogenerhebungen, Literaturarbeiten oder die Auswertung bereits erhobener Daten infrage. Die Arbeit bietet die Möglichkeit, an der Schnittstelle von Digital Health, Versorgungsforschung und patientenzentrierter Orthopädie zu arbeiten und zugleich einen unmittelbar nutzbaren, wissenschaftlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von ActiveTEP zu leisten. |
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Analyse geschlechtsspezifischer Bedarfe in digitalen Gesundheitsangeboten entlang des Versorgungspfades |
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Digitale Angebote (Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), Health Apps, Patientenportale usw.) begleiten Patientinnen und Patienten inzwischen entlang des gesamten Versorgungspfades – von der Prävention über die Behandlung bis in die Nachsorge –, doch wie geschlechtssensibel sie dabei gestaltet sind, ist bislang kaum untersucht. Genau hier setzt die Arbeit an, vorzugsweise im Bereich der Onkologie, ebenso möglich sind jedoch Themen wie Essstörungen oder andere Indikationen. |
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Entwicklung Blended Care-Ansätze am Beispiel der Adipositasversorgung |
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| Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden als zentrale Innovationen im Gesundheitswesen betrachtet und finden zunehmend internationale Beachtung. In der Adipositasversorgung jedoch sind viele DiGA bisher nur isoliert und wenig auf den Versorgungskontext abgestimmt. Diese Arbeit untersucht, wie ein Blended-Care-Ansatz, der digitale und analoge Versorgungsformen integriert, für die Adipositasbehandlung entwickelt und optimiert werden kann. Ziel ist es, verschiedene DiGA in einen umfassenden Behandlungsweg, z.B. in Form eines "Master-Path", zu integrieren, um den Therapieerfolg langfristig zu verbessern und eine nahtlose Patientenversorgung zu gewährleisten. Dabei werden auch Herausforderungen im Bereich der Umsetzung, Interoperabilität und Anpassung an individuelle Therapiebedürfnisse analysiert. Digitale Gesundheitsanwendungen gelten als eine der bedeutendsten Innovationen im Deutschen Gesundheitswesen und werden. Sie erhalten auch international inzwischen einiges an Beachtung und Anerkennung. Dennoch sind viele DiGa sehr punktuell ausgerichtet und wenig integrativ auf den Versorgungskontext zugeschnitten. In einer wissenschaftlichen Analyse sollte hierbei untersucht werden, wie die Integration von verschiedenen DiGa in einen Behandlungskontext umgesetzt werden könnten (z.B. im Sinne eines "Master-Path" als Erweiterung des Pfadansatzes). |
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Digitalisierung im Öffentlichen Gesundheitsdienst
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Zum Ausbau der digitalen Infrastruktur und der Vernetzung von Gesundheitsämtern auf lokaler, landes- und bundesweiter Ebene ist ein schrittweises Vorgehen notwendig. Um ein solches schrittweises Vorgehen zu ermöglichen hat die Forschungsgruppe Digital Health ein literatur- und empiriebasiertes Reifegradmodell entwickelt. Das Reifegradmodell soll den Gesundheitsämtern zum einen ermöglichen, den eigenen digitalen Reifegrad zu messen. Des weiteren soll das Reifegradmodell Gesundheitsämter dabei unterstützen Digitalisierungspotential und konkrete Handlungsempfehlungen für priorisierte Digitalisierungsprojekte abzuleiten. Da die Digitalisierung von Gesundheitsämtern ein komplexes Vorhaben ist, wurden im Reifegradmodell derzeit acht Dimensionen erarbeitet, um Digitalisierung auf vielfältiger Weise zu ermöglichen. Diese Dimensionen umfassen die Dimensionen Digitalisierungsstrategie, Mitarbeitende, Prozessdigitalisierung, IT-Sicherheit, IT-Bereitstellung, BürgerInnenzentrierung, Zusammenarbeit und Software, Daten und Interoperabilität. Abschlussarbeiten können in diesem Themenbereich z. B. eine weitere Fundierung der einzelnen Dimensionen auf Basis der Literatur thematisieren. |
Interoperabilität für Digital Health Anwendungen
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Die Entwicklung Digitaler Gesundheitsinnovationen stellt interdisziplinäre Projektteams vor die große Herausforderung, einem komplexen Anforderungsgeflecht gerecht werden zu müssen. Je nach Beschaffenheit der geplanten Innovation und ihrer Zielumgebung der bestehenden Praxis sind neben medizinischer Qualität diverse, interdependente Aspekte zu berücksichtigen: u.a. Regulatorische Rahmenbedingungen, bestehenden Informationssystemlandschaften, Wirtschaftlichkeitsinteressen, Prozessabläufe der Gesundheitsversorgung etc.. Um moderne IT-Lösungen erfolgreich in die Versorgungspraxis zu integrieren, soll ein holistisches (sozio-technisches) Verständnis von Interoperabilität gestärkt und für diverse Typen an Digital Health Anwendungen handhabbar gemacht werden. |
Standardisierung und Methoden
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Interoperabilität im deutschen Gesundheitswesen - Hindernisse und Potentiale für die integrierte Versorgung und Forschung |
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Das Thema beschäftigt sich mit der Analyse und Messung von Interoperabilität im deutschen Gesundheitswesen. Im Fokus steht die Untersuchung zentraler Interoperabilitätsstandards im deutschen Gesundheitswesen wie Gematik ISiK, KVB MIO und den MII Kerndatensatz. Dabei wird zunächst eine systematische Recherche durchgeführt, um existierende Methoden zur Messung von syntaktischer und semantischer Interoperabilität zu identifizieren und zu bewerten. Basierend auf den Ergebnissen dieser Recherche wird eine eigene Messmethode entwickelt, die sich an den spezifischen Anforderungen des deutschen Gesundheitswesens orientiert. Ein weiterer Bestandteil der Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts für ein technisches Mapping zwischen den genannten Standards. Ziel ist es, Möglichkeiten zu erarbeiten, wie Daten zwischen unterschiedlichen Systemen übertragen und interpretiert werden können. Im Rahmen dieses Konzepts wird zudem untersucht, inwieweit moderne KI-Werkzeuge zur Unterstützung des Mapping-Prozesses eingesetzt werden können. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Methoden und Konzepten zur Interoperabilitätsmessung und zum Datenaustausch im deutschen Gesundheitswesen. |
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Verbesserung der semantischen Interoperabilität bei Patientenpfaden |
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Die sektorenübergreifende Versorgung und der Austausch von Patientenpfaden zwischen verschiedenen Akteuren und IT-Systemen erfordern eine hohe semantische Interoperabilität. In der Praxis existieren jedoch zahlreiche Standards wie BPMN für die Prozessmodellierung, FHIR für den Datenaustausch und medizinische Ontologien für die Terminologie, die bislang nur unzureichend miteinander verbunden sind. Dieses Thema widmet sich der Entwicklung eines Integrationskonzepts, das BPMN-basierte Patientenpfade mit FHIR-Ressourcen und medizinischen Ontologien verknüpft, um eine durchgängige, semantisch konsistente und interoperable Darstellung und Nutzung von Patientenpfaden zu ermöglichen. Studierende untersuchen, wie die verschiedenen Standards technisch und konzeptionell zusammengeführt werden können, welche Herausforderungen dabei auftreten und wie eine solche Integration die Wiederverwendbarkeit, Adaptivität und Qualität von Patientenpfaden in der Praxis steigern kann. |
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Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail mit einer kurzen Vorstellung Ihrer Ideen oder Themeninteressen inklusive Lebenslauf an .