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Unsere Forschung

Die Englische Literaturwissenschaft beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit der eng­lisch­sprachigen Literatur sowie Textproduktion (im weitesten Sinne) Großbritanniens und Ir­lands sowie mit den New English Literatures / Postcolonial Literatures in englischer Sprache. Die zentralen philologischen Fragestellungen der traditionellen Literaturwissenschaft sind dabei eng mit kultur-, sprach-, medien- und genderwis­sen­schaftlichen Perspektiven verflochten.

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Forschung der Englischen Literaturwissenschaft

Das Forschungsprofil der Professur für Englische Literaturwissen­schaft

Integraler Bestandteil der Anglistik sind die New English Literatures und deren eigene, dezidiert 'andere' Tradition anglophoner Literatur, wodurch sich auch die britische Literatur in einem anderen Licht zeigt. Wichtige Teilbereiche stel­len hier die Postkolonialismusdebatte genauso wie die Frage nach dem Umgang mit Alte­rität, nach Stereotypen/Projektionen, Hybridisierung und negotiation dar. Hier ergeben sich auch enge Berührungspunkte zu den Nachbarprofessuren, und es wird deutlich, dass sich die Englische Literaturwissenschaft an der TU Dresden nicht auf einen einmal etablierten Text­kanon beschränkt, sondern sich auch mit der Interaktion und wechselseitigen Ver­änderung von Gesellschaft, Kultur und Textproduktion befasst. Die enge Zusammenarbeit von Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaften an der Fakultät SLK der TU Dresden zeigt sich auch darin, dass sich die Englische Literaturwissenschaft maßgeblich an verschiedenen Forschungsschwerpunkten und -projekten der Fakultät wie auch des Bereichs GSW be­tei­ligt.

Gerade an einer Technischen Universität hat die Englische Literaturwissenschaft auch eine "tech­nische", d.h. den Medienwissenschaften zugewandte Seite. Einerseits hat die Litera­tur­wissenschaft linguistische Wurzeln, beschäftigt sie sich doch mit einer künstlerisch poten­zierten Form des Mediums Sprache und schließt sich über den Schriftbegriff neben der Frage nach einem Vergleich verschiedener "Aufschreibesysteme" bzw. Funktionsweisen von Schrift auch die Diskussion um Phono- und Logozentrismus an; andererseits rücken auch die Materialität der Kommunikation bzw. des Medialen sowie der Einfluss der verschiedenen Medien auf das menschliche Verhalten ins Zentrum des Interesses. Dies führt zu vielseitigen Fra­gestellungen: Wie beeinflussen die neuen Medien die menschliche Wahrnehmung und Kon­zeption von Welt? Wie werden sie in der Literatur inhaltlich verarbeitet? Wie verändert sich die Literatur selbst unter neuen medialen Bedingungen sowie technologischen Mög­lich­keiten und Zwängen? Wie funktioniert Literatur als kulturelles Gedächtnis, als Wissens-, Er­fah­rungs- und Erinnerungsspeicher, und wie funktioniert Literatur als Analyseinstrument bzw. in­wiefern kann von einem ihr eigenen savoir littéraire gesprochen werden? Die von den Mit­arbeitern der Professur für Englische Literaturwissenschaft angebotene Lehre zielt einerseits auf ein Grundverständnis dieser neuen technologischen Möglichkeiten ab, andererseits geht sie über die Frage nach der Interaktion von Literatur, Film, Video und Internet den spezifischen Realitäten dieser neuen Medien nach.