12.07.2018

Psychologie-Professor Philipp Kanske ins Präsidium der Jungen Akademie gewählt

Vier der fünf Präsidiumsmitglieder stehen nebeneinander an einer Treppe © Die Junge Akademie/Peter Himsel Vier der fünf Präsidiumsmitglieder stehen nebeneinander an einer Treppe © Die Junge Akademie/Peter Himsel

Das neue Präsidium der Jungen Akademie: Philipp Kanske, Kristina Musholt, Bernadett Weinzierl, Christoph Lundgreen (Sprecher) (v.l.n.r.). Nicht im Bild: Jonas Peters

Vier der fünf Präsidiumsmitglieder stehen nebeneinander an einer Treppe

Das neue Präsidium der Jungen Akademie: Philipp Kanske, Kristina Musholt, Bernadett Weinzierl, Christoph Lundgreen (Sprecher) (v.l.n.r.). Nicht im Bild: Jonas Peters © Die Junge Akademie/Peter Himsel

Prof. Dr. Philipp Kanske, Professor für Klinische Psychologie und Behaviorale Neurowissenschaft, ist für das Jahr 2018/2019 in das Präsidium der Jungen Akademie gewählt worden. Ebenfalls von der TU Dresden im Präsidium: Dr. Christoph Lundgreen, akademischer Assistent an der Professur für Alte Geschichte, wurde zum Sprecher der Jungen Akademie gewählt. Die Junge Akademie ist weltweit die erste Akademie des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie eröffnet interdisziplinäre und gesellschaftlich relevante Gestaltungsräume für herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum.

Das neue Präsidium der Jungen Akademie trat am 1. Juli seine einjährige Amtszeit an. Darin ist es unter anderem für deren strategische Ausrichtung verantwortlich. Außerdem entwirft das Präsidium den jährlichen Haushaltsplan und unterstützt und berät die Sprecherin oder den Sprecher bei der Repräsentation der Jungen Akademie. Gewählt wurden neben Prof. Kanske und Dr. Lundgreen die Philosophin Kristina Musholt (Universität Leipzig), der Mathematiker Jonas Peters (University of Copenhagen) und die Atmosphärenphysikerin Bernadett Weinzierl (Universität Wien). Zum Sprecher der Jungen Akademie wurde Christoph Lundgreen gewählt. „Das Prinzip der jährlichen Zuwahl von zehn neuen und dem gleichzeitigen Abschied von zehn alten Mitgliedern folgt ein bisschen der bekannten Maxime aus Tomasi di Lampedusas Il Gattopardo: Se vogliamo che tutto rimanga come è, bisogna che tutto cambi“, so der neue Sprecher Christoph Lundgreen zur Dynamik innerhalb der Jungen Akademie. „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, muss sich alles ändern.“

Gegründet vor dem Hintergrund, dass der wissenschaftliche Nachwuchs in Deutschland oft zu wenig Möglichkeiten hat, sich frei zu entfalten und das Wissenschaftssystem mitzugestalten, verfolgt die Junge Akademie vorrangig zwei Aufgaben. Einerseits unterstützt sie die Pflege des wissenschaftlichen, insbesondere interdisziplinären Diskurses unter herausragenden Nachwuchswissenschaftlern. Aber auch die Förderung von Initiativen an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft ist ein wesentliches Anliegen. Dazu verfügt jedes der insgesamt 50 Akademie-Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden, über ein einmaliges Forschungsbudget von circa 30.000 Euro für gemeinsame wissenschaftliche Projekte.

In der Wahl ihrer Arbeitsformen ist die Junge Akademie frei. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig in verschiedenen Arbeitsgruppen und dreimal jährlich im Plenum, um sich über ihre aktuellen Forschungsvorhaben auszutauschen und gemeinsame Projekte und Publikationen zu beschließen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sie sich zum Modell und Vorbild für ähnliche Initiativen in zahlreichen Ländern entwickelt.

Zu den in diesem Jahr zehn neu gewählten Mitgliedern der Akademie zählen Physiker und Rechtswissenschaftler, aber auch die Fächer Medizin, Literatur- und Politikwissenschaft sind vertreten. In den kommenden fünf Jahren können sich die neuen Mitglieder in der Zusammenarbeit mit den übrigen 40 in Arbeitsgruppen zu Themen wie „Visualisierung“, „Wissenschaftspolitik“ oder „Kunst als Forschung“ organisieren und Projekte unterschiedlichster Ausprägung interdisziplinär bearbeiten. Ziel der Jungen Akademie ist es, den jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, sich neben ihrer eigentlichen Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft kreativ zu betätigen. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist eine herausragende Promotion, die zum Zeitpunkt der Wahl nicht länger als drei bis sieben Jahre zurückliegen sollte, sowie mindestens eine weitere herausragende Arbeit. Hervorragende Künstler können ebenfalls Mitglied in der Jungen Akademie werden. Dieses Jahr erfolgte die Zuwahl durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. 2019 wird die Zuwahl durch die Junge Akademie erfolgen.

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Susann Lederer
Letzte Änderung: 12.07.2018