03.04.2017

Monica Dunford beginnt Trefftz Professur im IKTP

Monica Dunford © Claudia Marcelloni Monica Dunford © Claudia Marcelloni
Monica Dunford

© Claudia Marcelloni

Dr. Monica Dunford ist Privatdozentin für Physik an der Universität Heidelberg. Die Amerikanerin machte 2006 ihren Ph.D. an der University of Pennsylvania in Philadelphia/USA und forschte danach als Enrico Fermi Fellow an der University of Chicago. Seit 2010 beteiligt sie sich an der Forschung des ATLAS-Experiments, von 2010 bis 2012 als CERN Fellow in Genf und anschließend als Nachwuchsgruppenleiterin an der Universität Heidelberg, wo sie sich 2015 habilitierte. Im Verlauf ihrer Kariere war sie zweimal an Forschungen beteiligt, die später zu Nobelpreisen für Physik führten:

  • Zwischen 2002 und 2004 leistete sie wichtige Beiträge im Sudbury Neutrino Observatory (SNO) zur Veröffentlichung über Neutrino-Oszillationen, für die in 2015 Prof. Art Mc Donald den Nobelpreis für Physik erhielt.
  • Am Large Hadron Collider des CERN legte sie Grundlagen zum Betrieb des Triggers und zum Verständnis des hadronischen Kalorimeters im ATLAS Detektor. Auf der Entdeckung des Higgs-Bosons bei ATLAS und CMS im Juli 2012 beruhte im Jahre 2013 die Verleihung des Physik Nobelpreises an Proffs. Peter Higgs und Francois Englert.

Der breiten Öffentlichkeit ist Monica Dunford durch die Hauptrolle im Kinofilm „Particle Fever“ aus dem Jahre 2014 bekannt, in der sie als junge Wissenschaftlerin in den Jahren vor und bei der Entdeckung des Higgs-Bosons am CERN begleitet wurde. Ihr Talent für Wissenschaftskommunikation nutzte sie auch in vielen weiteren Veranstaltungen wie bei der Koordination des Workshops „Expand the Horizons“ für 9-bis12-jährige Mädchen in Genf. In Heidelberg ist sie zudem als Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät für Physik tätig.

Am Institut für Kern- und Teilchenphysik IKTP der TU Dresden wird sie eng mit den drei dort tätigen ATLAS-Forschungsgruppen zusammenarbeiten. Sie plant außerdem Veranstaltungen für Studentinnen und für die Öffentlichkeit, sowie eine neuartige Vorlesung, in der den Studierenden das breite Spektrum der Forschungsmethoden der Teilchenphysik in Tutorien unter Verwendung echter Daten von ATLAS erlebbar gemacht wird. Die Vorlesung ist dienstags in der 5. DS und das Tutorium freitags in der 4. DS. (Achtung: Zeiten wurden geändert!). Wer Interesse hat, selbst echte ATLAS Daten auszuwerten, findet mehr Information und die Übungseinschreibung auf der OPAL Seite der Vorlesung.

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Michael Kobel
Letzte Änderung: 03.04.2017