Feb 25, 2026
KI-Kompetenz aus Dresden stärkt deutsch-indische Zusammenarbeit auf dem AI Impact Summit in Neu-Delhi
Prof. Wolfgang Nagel, Direktor des Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) an der TUD, war als Redner auf dem AI Impact Summit geladen und nahm auch an einer Dialogveranstaltung zur Zusammenarbeit bei digitaler Governance und KI-Politik in der deutschen Botschaft in Neu-Delhi teil.
Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft sowie Führungskräfte zahlreicher internationaler Technologieunternehmen kamen kürzlich in Neu-Delhi zum AI Impact Summit zusammen, um über Entwicklungen, Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) zu diskutieren. Neben den CEOs von zahlreichen hochdotierten Tech-Firmen wie OpenAI, Google und Anthropic waren auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden (TUD) unter den geladenen Gästen. Ihre Teilnahme und Mitwirkung im Programm unterstreicht die wissenschaftliche Exzellenz der TUD im Feld der KI-Forschung sowie die aktive Rolle der Universität im globalen Austausch zu digitaler Infrastruktur.
Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen und technologische Souveränität
„Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie mit enormem gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Potenzial. Gleichzeitig wirft sie grundlegende Fragen zu Verantwortung, Transparenz und Vertrauen auf“, betonte Redner Prof. Wolfgang Nagel, Direktor des Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) an der TUD. In seinem Konferenzbeitrag zu Metriken und Methoden zur Messung künstlicher Intelligenz für vertrauenswürdige und zuverlässige Anwendungen unterstrich er die Bedeutung gemeinsamer Standards: „Der internationale Austausch ist entscheidend, um gemeinsame Standards und nachhaltige Lösungen zu entwickeln“, so Nagel.
Bundesminister Karsten Wildberger zu Besuch im deutschen Pavillon.
Mit dem nationalen KI-Kompetenzentrum ScaDS.AI Dresden/Leipzig, dem Nationalen Hochleistungsrechenzentrum (NHR@TUD) dem Exzellenzcluster CeTI und einer von bundesweit drei Konrad Zuse Schools für Künstliche Intelligenz zählt die TUD zu den führenden deutschen Universitäten im Bereich der KI-Forschung. Mit ScaDS.AI und der TUD-Ausgründung SpiNNcloud war die Universität auch im deutschen Pavillon der Messe vertreten. Der Pavillon wurde von Bundesminister Karsten Wildberger und seiner Delegation besucht, die sich mit den Vertretern der TUD austauschten und die strategische Bedeutung souveräner deutscher KI-Chip-Technologien innerhalb der umfassenderen digitalen Strategie Europas und Deutschlands hervorhoben.
Auf Einladung der deutschen Botschaft in Neu-Delhi nahm die TUD-Delegation auch an einem Dialog zum Thema „Navigating the Geopolitics of Sovereign AI” teil. Vertreterinnen und Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bekräftigten darin die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen digitale Governance und KI-Politik.
Ausbau der Zusammenarbeit mit Partnern in Indien
Die Teilnahme der TUD folgte unmittelbar auf den jüngsten Besuch von MeitY-Sekretär S. Krishnan in Dresden und verdeutlicht die wachsende strategische Annäherung zwischen Deutschland und Indien in den Bereichen digitale Transformation und KI. Neben dem fachlichen Austausch diente die Teilnahme am AI Summit auch dem Ausbau internationaler Kooperationen. Der Austausch mit Partnern vor Ort wie dem IIT Madras bot die Möglichkeit, die Zusammenarbeit im transCampus zu vertiefen und gemeinsame Forschungs- und Innovationsaktivitäten auszubauen. Weitere Treffen im Indo-German Science and Technology Center und im indischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie erweiterten die Zusammenarbeit über den Bereich der KI hinaus auf Halbleiter und Quantentechnologien.