Veranstaltungen im Rahmen des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit 2026
Am 17. Mai wird weltweit der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit begangen. Der Tag wurde 2004 ins Leben gerufen, um auf die Gewalt und Diskriminierung aufmerksam zu machen, der Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Intergeschlechtliche - queere Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten oder -ausdrücken ausgesetzt sind.
Nachdem am 17.Mai 2022 erstmalig die Progress Pride Flag an der TU Dresden gehisst wurde, beteiligt sich die TU Dresden hinzukommend mit verschiedenen Sensibilisierungs- und Empowermentformaten.
Programm
Selbstbehauptung/ Selbstverteidigung für Queers
Vielfalt to go@TUD: Sichtbarkeit und Sicherheit – Die Auswirkungen rechter Gegenmobilisierungen auf Pride-Teilnehmende in Sachsen
Ort online, Zoom: https://tu-dresden.zoom-x.de/j/67638235426?pwd=FcICtSLYOpGwTKk1CUWf4OAuWEnIxx.1
Rund um den 17. Mai, den Internationalen Tag gegen Homo-, Trans-, Bi- und Interfeindlichkeit (IDAHOBIT), richten wir den Fokus bewusst auf Sichtbarkeit und Sicherheit queerer Communities auch im Kontext Hochschule. Universitäten und Hochschulen verstehen sich als Orte der Offenheit, Vielfalt und kritischen Auseinandersetzung. Gleichzeitig sind sie Teil gesellschaftlicher Dynamiken, in denen sich Polarisierung und Anfeindungen zunehmend bemerkbar machen. Die Frage, wie sichere Räume für queere Studierende und Mitarbeitende gewährleistet werden können, gewinnt daher auch hier an Relevanz.
In einem kompakten 30-minütigen Input stellen Lea Bellmann und Bastian Stock ihre aktuelle Studie „Die Auswirkungen rechter Gegenmobilisierungen auf Pride-Teilnehmende in Sachsen“ vor. Die Ergebnisse basieren auf einer breiten Befragung von 2.701 Teilnehmenden und zeigen, wie organisierte Gegenproteste, Drohungen und Gewaltandrohungen die Erfahrungen rund um Prides und Christopher Street Day-Veranstaltungen prägen.
Während Prides häufig als solidarische Schutzräume erlebt werden, entstehen Unsicherheiten vor allem in weniger geschützten Übergängen etwa auf dem Weg dorthin. Diese Dynamiken werfen auch für Hochschulen Fragen auf: Wie können sichere Lern- und Arbeitsumgebungen gestaltet werden, wenn Bedrohungslagen nicht an institutionellen Grenzen enden? Welche Verantwortung tragen Hochschulen in der Unterstützung queerer Sichtbarkeit – auch über den Campus hinaus?
Im Anschluss an den Input gibt es Raum für Fragen und Austausch mit Blick auf die Praxis.
Queer Science Panel
Freitag, 12.06.2026 // 11.10-12.40 Uhr // hybrid
Queere Forschung setzt dort an, wo Selbstverständlichkeiten infrage stehen: in Körpern, Räumen, Geschichten, Technologien und Alltagspraktiken. Entsprechend vielfältig sind ihre Themen, von Medien- und Literaturanalyse über Gesundheitsversorgung und Recht bis hin zu Stadtplanung oder digitalen Anwendungen. Ob Serienanalyse zu queeren Vampiren oder Virtual Reality zur Unterstützung von trans* Personen in ihrer Transition: Verbunden sind diese Projekte nicht durch ein Fach, sondern durch ihren Blick auf queere Lebensrealitäten, Diversität und gesellschaftliche Normen.
Für die fünfte Ausgabe des Queer Science Panels laden wir Studierende, Promovierende und Forschende aller Disziplinen ein, ihre Arbeiten vorzustellen. Möglich sind Beiträge aus Haus- oder Abschlussarbeiten, Dissertationen, aktuellen Forschungsprojekten oder Praktika. Auch sind ausdrücklich willkommen. Dabei können die 7-10 minütigen Kurzinputs auch methodische Herausforderungen, offene Fragen oder kritische Forschungserfahrungen beinhalten.
Alle anderen sind herzlich eingeladen als Zuhörende am Panel der ganz wohlwollenden Art teilzunehmen. Es versteht sich als wohlwollendes Kolloquium, in dem Austausch, Sichtbarkeit und Vernetzung im Vordergrund stehen.
Das Queer Science Panel findet am Freitag, den 12. Juni von 11.10 Uhr bis 12.40 Uhr im digitalen sowie einem barrierearmen Raum auf dem Campus der TUD statt. Flüsterübersetzungen und Kinderbetreuung können organisiert werden. Externe Beitragende oder Zuhörer:innen sind sehr willkommen.
Einreichungen sollten bis zum 30.04.2026 eingehen und einen kurzen Abstract (ca. 150–250 Wörter) sowie Name, institutionelle Anbindung (falls vorhanden) und gewünschtes Teilnahmeformat enthalten.
Beiträge oder Anfragen zur Teilnahme können an queersciencepanel@tu-dresden.de gesendet werden.
Das Queer Science Panel wird organisiert von Anja Wiede, der Ansprechperson der Beschwerdestelle bei Vorkommnissen von Belästigung, Diskriminierung und Gewalt der TU Dresden.
Für queere Vernetzung oder Beratungsanliegen steht zudem die Queere Peer Beratung zur Verfügung: queerpeer@tu-dresden.de.
Selbstbehauptung/ Selbstverteidigung für Queers
Freitag, 12.06.2026 15-18 Uhr/ Ort: tba
Der Schnupperkurs möchte einen Einblick in Selbstbehauptungsstrategien geben, um das Vertrauen in die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu stärken und gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln, um verschiedene angstbesetzte Situationen gut zu bewältigen. Wahrnehmungsübungen, der Einsatz der Stimme und die Entwicklung einer inneren Haltung sind dabei ebenso Teil des Kurses wie ein Einblick in Befreiungs- und Schlagtechniken. Der Fokus wird auf ein solidarisches Miteinander gelegt.
Alle Übungen sind freiwillig und modifizierbar.
Trainer:in: Jule, nichtbinäre, weiße Person, able-bodied
Sprache: deutsch, kein perfektes englisch, aber gemeinsam schaffen wir Verständigung
Anmeldung unter:
Programm 2024
Programm 2023
Programm 2022