Digitalisierung in Disziplinen partizipativ umsetzen :: Competencies Connected (D2C2)
Digitalisierung in der Hochschullehre disziplinspezifisch im Austausch mit Lehrenden und Studierenden weiter zu entwickeln, stand im Fokus des Projektes „Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competencies Connected (D2C2)“. Dafür geeignete Weiterbildungen sowie Lehr-Lern-Szenarien zu gestalten und umzusetzen, diese zu evaluieren und anzupassen, waren einige der wesentlichen Meilensteine des Projekts.
Im Dezember 2025 endete das Projekt D2C2. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse, den wertvollen Input und den vielseitigen Austausch über die vergangenen drei Jahre. Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl an Materialien und Informationen bereit, die im Projekt mit Schwerpunkt auf digitalisierte Werkstätten und Labore entstanden sind.
Wir wünschen allen Lehrenden und Studierenden in den Laboren weiterhin viel Freude beim Entdecken und Gestalten – möge die Neugier stets größer sein als jede Hürde.
Arbeitsschwerpunkte
Das sachsenweite Verbundprojekt D2C2 fokussierte während seiner Laufzeit von August 2021 bis Dezember 2025 die Digitalisierung der Hochschullehre in Sachsen durch disziplinspezifischen Austausch. Im Rahmen des Verbundprojekt haben elf Hochschulen und Universitäten zu vier thematischen Schwerpunkten zusammengearbeitet: Digital Skills, Digitalisierte Werkstätten und Labore, Mathematik Digital sowie Digitales Prüfen.
Im Rahmen des Schwerpunkts digitalisierte Werkstätten und Labore (DWL) wurden fachspezifische Weiterbildungs- und Beratungsangebote zum Thema digitalisierte Werkstatt- und Laborarbeit entwickelt und gemeinsam mit Lehrenden innovative Lehr-Lern Szenarien gestaltet, umgesetzt, evaluiert und teilweise angepasst. Ziel war es mit Lehrenden und Studierenden in den Austausch zu treten, um eine qualitative Analyse der aktuellen Situation an den sächsischen Hochschulen vornehmen und daraus bedarfsorientierte Angebote zu entwickeln. Dabei sind die Herausforderungen und Chancen der (Teil-)Digitalisierung der Lehre in Werkstätten und Labore oft fachspezifisch, da jede Werkstatt und jedes Labor einzigartig sind.
Zeitgemäße Lehre im Labor erfordert moderne Technologien. Als ZiLL und im Rahmen des Verbundprojektes setzen wir uns dafür ein, dass Studierende von Beginn an den sicheren Umgang mit digitalen Methoden der Dokumentation, Datenanalyse und Auswertung erlernen. Wir unterstützen Fachbereiche und Lehrende aktiv bei der Einführung elektronischer Laborbücher und begleiten deren Einbettung in ein ganzheitliches Forschungsdatenmanagement-Konzept in Laboren und in der Lehre.
Ein Elektronisches Laborbuch ist eine digitale, softwarebasierte Weiterentwicklung des klassischen Laborbuchs im Papierformat. Es ersetzt nicht nur das traditionelle Laborbuch, sondern ergänzt und erweitert es um zahlreiche Funktionen, die das wissenschaftliche Arbeiten erleichtern und den Umgang mit Labordaten deutlich sicherer machen.
Zeitgemäße Lehre im Labor erfordert moderne Technologien. Als ZiLL und im Rahmen des Verbundprojektes setzen wir uns dafür ein, dass Studierende von Beginn an den sicheren Umgang mit digitalen Methoden der Dokumentation, Datenanalyse und Auswertung erlernen. Wir unterstützen Fachbereiche und Lehrende aktiv bei der Einführung elektronischer Laborbücher und begleiten deren Einbettung in ein ganzheitliches Forschungsdatenmanagement-Konzept in Laboren und in der Lehre.
Austausch in Netzwerken
Im Schwerpunkt Digitalisierte Werkstätten- und Labore sind verschiedene Communities entstanden, die auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben. Die aktuellen Ansprechpersonen entnehmen Sie bitte den folgenden Beschreibungen.
XR-Umgebungen können als Ergänzung zur Arbeit in Laboren und Werkstätten genutzt werden, um eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis herzustellen. Studierende können so Kompetenzen in unterschiedlichen Berufs- und Forschungsumgebungen weiterentwickeln, ohne dabei die Konsequenzen eventueller Sicherheits- oder Kostenrisiken tragen zu müssen.
Um Ressourcen zu bündeln und bestehende Expertise im Bereich Extended Reality (XR) sichtbar zu machen, initiierten wir im Frühjahr 2023 eine XR-Community. Seither treffen sich im Rahmen der Community interessierte Lehrende und Forschende jeden zweiten Monat in Dresden, um Projekte vorzustellen, neuste Entwicklungen im Bereich Extended Reality kennenzulernen und mögliche Kooperationen zu diskutieren.
Möchten Sie mehr über die Community erfahren und an einem der nächsten Treffen teilnehmen? Über eine unverbindliche Anmeldung im OPAL Kurs der Community erhalten Sie regelmäßige Einladungen und Updates zu den neuesten Aktivitäten.
Ansprechpartner:innen: Jette Schwick und Alexander Zyla
Jedes Labor ist einzigartig. Diese Tatsachse macht es oftmals schwierig, pauschale Aussagen über „die Lehre im Labor“ zu treffen. Im Rahmen des Offenen Labors erhalten Sie einen Einblick in die Vielfältigkeit der sächsischen Laborarbeit. Lernen Sie vor Ort die Räumlichkeiten kennen und treten Sie mit den zuständigen Mitarbeiter:innen in den Austausch.
Die nächsten Termine werden auf den Seiten der HTW Dresden bekannt gegeben.
Die Anmeldung erfolgt in OPAL (Login erforderlich) oder per Email an Freya Geishecker
Electronic Laboratory Notebooks (ELN) gewinnen in der ingenieurwissenschaftlichen Arbeit, Forschung und Lehre zunehmend an Bedeutung – zur strukturierten Dokumentation, besseren Nachvollziehbarkeit, für kollaboratives Arbeiten sowie ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement.
Für den Austausch und Nachfragen zu ELN stehen Ihnen die Kolleg:innen der Kontaktstelle Forschungsdaten zur Verfügung.
Vergangene Veranstaltungen
Vernetzungstreffen Elektronische Laborbücher in Lehre und Forschung
eLabFTW, openBIS, Chemotion & Co. – Online-Austausch zu Electronic Laboratory Notebooks
Neben den Communities, die im Rahmen des Verbundprojektes D2C2 entstanden sind, wird auch über das Projektende hinaus das semesterbegleitende Weiterbildungsprogramm für Laboringenieur:innen weitergeführt, das im Projektkontext entstanden ist.
Im Rahmen der entwickelten Weiterbildung werden didaktische Grundlagen vermittelt und in regelmäßigen Präsenztreffen darüber diskutiert, ob und wie Sie diese Kenntnisse sinnvolle Anwendung finden können. Dabei fokussiert der Kurs folgende Themen: Rollen im Labor, Constructive Alignment, Lernziele, Aktivieren und Motivieren, Betreuung und Feedback sowie Prüfen im Labor. Zudem ist ein Bonus-Modul vorgesehen, dass den Bedürfnissen der Teilnehmenden entsprechend gestaltet wird. Zu Beginn des Kurses gibt esdie Möglichkeit Erwartungen und Wünsche für das Bonus-Modul zu adressieren.
Die Teilnahme kann für das Modul 2 des Sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikat angerechnet werden.
Weitere Informationen und aktuelle Termine können bei Freya Geishecker erfragt werden.
Tipps und Materialien
Publikationen zur Lehre in analogen und digitalisierten Laboren
In diesem Artikel werden verschiedene theoretische Grundlagen der Didaktik in (teil-)
digitalisierten Werkstätten und Laboren mit Fokus auf dem Lehrveranstaltungsformat Praktikum diskutiert. Dabei erfolgt eine Differenzierung der verschiedenen Ebenen der Digitalisierung, die in der Konzeption und didaktischen Umsetzung des Werkstatt- und Laborpraktikums bedacht werden sollen. Veranschaulicht werden die verschiedenen Ebenen durch Verweise auf Good Practice-Beispiele.
Deutsche Version: https://ll.publia.org/ll/article/view/58/112
Englische Version: https://ll.publia.org/ll/article/view/58/113
Franke, J., & Wegner, G. (2022). Sächsisches Verbundprojekt D2C2 „Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ umsetzen: Competencies Connected“ : Einblick in den Schwerpunkt „Didaktik in (teil-)digitalisierten Werkstätten und Laboren“. Lessons Learned, 2(2). https://doi.org/10.25369/ll.v2i2.58
Im Podcast Education Minds spricht unsere Kollegin Dr. Julia Franke über Herausforderungen und Chancen von Lehre in Laboren.
Das Podcastgespräch finden Sie unter https://education-minds-podcast.podigee.io/80-080-dr-julia-franke-reduktion-im-laborpraktikum
Der Vortrag 'Didaktik in digitalisierten Laboren und Werkstätten' fand im Rahmen der zweiwöchigen Veranstaltungsreihe 'Austausch digitale Lehre' an der Hochschule Zittau/Görlitz statt. Darin werden mögliche Bereiche für eine Digitalisierung in Labor und Werkstatt nach dem Ebenenmodell von J.Franke und G. Wegner (2022) beschrieben. Für jeden Bereich werden Herausforderungen für Lehrende aufgezeigt und anhand dieser eine Checkliste für Lehrende in digitalisierten Lehrszenarien entworfen.
Selbstlernkurs "VR-Szenarien auf Basis von 360-Grad Videos erstellen“
Der OER-Selbstlernkurs „VR-Szenarien auf Basis von 360-Grad-Videos selbst erstellen“ vermittelt, wie immersive Lernszenarien unkompliziert produziert werden können. Der Kurs ist über LiaScript frei zugänglich und bietet eine vollständig offene, anpassbare Projektdatei, die direkt für die eigene Lehre übernommen werden kann.
Open Source Datei zur Adaption für die eigene Lehre
Karstädt, Martin, Anja Walter und Gesine Wegner. „VR-Simulationen erstellen lernen: Eine zukunftsweisende Perspektive für die persönliche Entwicklung in der Lehramtsausbildung“ Sonderheft der Hochschullehre, 2025. [angenommen]
Wegner, Gesine und Caroline Wermann. „Studentische Perspektiven auf Lernhindernisse in ingenieurwissenschaftlichen Praktika: Einblicke einer sachsenweiten Umfrage“. Lessons Learned [in Arbeit].
Franke, Kathrin. „Einführung in Scholarship of Teaching and Learning: Workshopkonzept und Anmerkungen zur Verankerung im sachsenweiten Hochschuldidaktik Zertifikat.“ Twillo [in Arbeit].
Infographiken
Wiki: Betreuung von Studierenden im Labor
In unserem Wiki unter https://tud.link/z08x beschreiben wir Herangehensweisen und Methoden für das Begleiten, Betreuen und Anleiten von Studierenden im Laborpraktikum. Die Inhalte werden monatlich von uns ergänzt und sind gut geeignet für alle, die neu in der Lehre im Labor sind.
Impressionen unserer Arbeit
Kontakt
© TUD | Michael Kretzschmar
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameDr. Julia Franke
Digitale Lehre im Bereich GSW
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
Alle Materialien und Angebote von OPEN LAB entstehen im von der Stiftung für Innovation in der Hochschulehre geförderten Verbundprojekt D2C2.
Mehr zu D2C2 erfahren Sie auf der sachsenweiten Verbundwebseite.