Psychische Gesundheit
Inhaltsverzeichnis
Bei körperlichen Beschwerden ist es völlig selbstverständlich, sich bei Ärzt:innen Hilfe zu suchen und diese behandeln zu lassen. Bei psychischen Probleme fällt uns das oft deutlich schwerer, wir erkennen die Belastungen nicht rechtzeitig oder hoffen, die Probleme alleine lösen zu können.
Als Studierende und Mitarbeitende an einer Universität unterliegen wir vielen Stressoren, die den Studien- und Arbeitsalltag sowie Ihr Privatleben erschweren können. Auch die Coronapandemie und andere makrosoziale Stressoren wie die Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten und anderen Regionen sowie die Klimakrise sind bzw. waren eine zusätzliche Belastung, die oft noch nachwirken. Falls Sie bemerken, dass Sie psychisch belastet sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um sich Unterstützung zu suchen und um Hilfe zu bitten. Behalten Sie auch einen offenen Blick für Ihre Mitmenschen - psychische Belastungen sind oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich, wenn wir aber wertschätzend und sensibel miteinander umgehen, können wir ein Gespür für die Belastungen der anderen entwickeln.
Typische Ursachen für psychische Belastungen auf der Arbeit und im Studium sind z.B.
-
überzogene Leistungsanforderungen
-
Konflikte bei der Arbeit, Mobbing
-
Überforderung (und auch Unterforderung)
-
Selbstzweifel, Ängste
-
Depressive Verstimmungen (Antrieblosigkeit, Grübeln, Ohnmachtsgefühle)
-
Unfähigkeit sich zu erholen, Entgrenzung von Arbeit und Studienanforderungen
-
Suchtstörungen jeglicher Art
-
Diskriminierung jeglicher Art (ethnisch, sprachlich, geschlechtsbezogen, aufgrund von Beeinträchtigungen, Ableism, Lookism ...)
-
sexuell motivierte Gewalt und Diskriminierung
-
Unsicherheit im Umgang mit psychisch belasteten Kommiliton:innen oder Angehörigen
Natürlich sind diese Themen gut bei professionellen Therapeut:innen aufgehoben und wenn Sie das Gefühl haben, Unterstützung zu benötigen, sind diese eine gute Anlaufstelle. Es gibt aber eine Reihe an niedrigschwelligen Beratungsangeboten.
Beratungsangebote
Die TU Dresden sowie das Studierendenwerk bieten verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote. Darüber hinaus weisen wir hier auf professionelle Beratungsangebote Dritter hin, bei denen kostenlos, anonym und niedrigschwellig Hilfe gefunden werden kann.
Beratungsstellen an der TU Dresden
- Für Studierende rund ums Studium: Zentrale Studienberatung
- Gleichstellungsteam des Bereichs GSW und der Fakultät
- Psychologische Beratung der TU Dresden (für Mitarbeiter:innen) (Terminvereinbarung)
Infos zum Beratungsverständnis, Flyer - Beratungsangebote der TUD, z.B. Konfiktmanagement, Konfliktlots:innen, Psychische Gesundheit u.v.a.m.
Weitere Angebote in Dresden
- Psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks Dresden
Flyer - Angebote des Psychosozialen Dienstes Dresden
- Übersichtsseite
Krisenwegweiser - Therapeut:innensuche der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen
Beschwerdemanagement, Antidiskriminierung u.ä. an der TU Dresden
- Antidiskriminierungsstelle der TU Dresden
- Antisemitismusbeauftragte der TU Dresden
- Richtlinie zum Umgang mit Belästigung, Diskriminierung und Gewalt"
- Anonymes BKMS®-Hinweissystem der TUD
Notfallberatung
- Nightline - Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende.
-
Dresdner Krisentelefon 0351-8041616
- bundesweit:
116 123
Telefonseelsorge (evangelisch) 0800/111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch) 0800/111 0 222
Telefonseelsorge (muslimisch) 030/44 35 09 821
Telefonseelsorge (russischsprachig) 030/44 03 08 454 - Nummer gegen Kummer (vor alle für Eltern und Jugendliche)
116 111
Телефонна консультація українською та російською мовами для дітей, підлітків, батьків та інших членів родини з понеділка по п’ятницю з 14:00 до 17:00. Анонімно та безкоштовно по всій Німеччині. - jugendnotmail.de (Mail- und Chatberatung, auch auf ukrainisch)
Онлайн-консультації для дітей та молоді - Krisenchat (Chatberatung für junge Erwachsene bis 25 Jahre)
- Bundeskonferenz für Erziehungsberatung
www.bke-jugendberatung.de - FIDEO vom Diskussionsforum Depression
Weitere Informationsmaterialien und Broschüren rund um Psychische Gesundheit
-
"Ich rufe an, weil ich mir Sorgen mache ..." -
Inanspruchnahme von Beratungsangeboten durch Angehörige und Multiplikatoren
Bitte seien Sie aufmerksam für das Thema "Psychosoziale Gesundheit", sei es bei Ihnen selbst, bei Kommiliton:innen, bei Kolleginnen und Kollegen. Beschäftigen Sie sich damit "in guten Zeiten", damit Sie in Krisensituationen bereits vorbereitet sind.