Forschungsprojekte im Fokus

Inhaltsverzeichnis

      1. "Bester Manager-Auftritt" - Award nach dem Dresdner Modell zum dritten Mal vergeben
      2. kultura.digital – Neues Webportal vernetzt zeitgenössische Kunst in der deutsch-tschechischen Grenzregion
      3. Textarbeit integral betrachtet
      4. DEAR HUMANS, ... ART SCIENCE LAB I
      5. Sommer, Sonne, Urlaub: Ich schreibe eine Postkarte.
      6. TU Dresden beteiligt sich am Bau einer Big Data Zeitmaschine
      7. Abgeschrieben und geklaut bei Platon?!
      8. Selbst-Bewusste Erzählungen: Textlichkeit und gesellschaftliche Relevanz in US-amerikanischer Gegenwartskultur
      9. Das Gespenst des Populismus
      10. Was wissen wir über die Grenzen des Wissens? Ein aktuelles Projekt zu einer klassischen Frage der Philosophie
      11. Die Stadt Dresden in 4D
      12. Louise Otto-Peters – Selbst ist die Frau
      13. Brüder-Unität als Wegbereiter der Reformation   

In dieser Rubrik stellen wir regelmäßig aktuelle Forschungsprojekte aus unserem Bereich vor.

"Bester Manager-Auftritt" - Award nach dem Dresdner Modell zum dritten Mal vergeben

Mikrophon © pixabay Mikrophon © pixabay
Mikrophon

© pixabay

Januar 2019                                            Timotheus Höttges(Telekom) gelingt 2018 der überzeugendste Manager-Auftritt mit seiner Präsentation auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Das ist das Ergebnis einer Studie an der TU Dresden nach dem Dresdner Modell für die Analyse von Management-Kommunikation (DMAMK), bei dem Reden von Vorstandsvorsitzenden börsennotierter Gesellschaften und Familienunter­nehmen im Hinblick auf Verständlichkeit, rhetorische Fähigkeiten, ihre Überein­stimmung mit der Corporate Identity des Unternehmens und die Inszenierung des Auftritts analysiert werden.

Unter der Leitung von Dr. Evelyn Koch vom Institut für Germanistik der TUD werten Studierende im Seminar „Management­kommunikation“ Unternehmenspräsentationen aus. Dr. Evelyn Koch, in deren Verantwortung der thematische Schwerpunkt der rhetorischen Gestaltung lag, wird unterstützt von Prof.  Alexander Lasch (Unternehmenskommunikation) und Dr. Regina Bergmann (Verständlichkeit). mehr

kultura.digital – Neues Webportal vernetzt zeitgenössische Kunst in der deutsch-tschechischen Grenzregion

kultura.digital © rawpixel.com from Pexels kultura.digital © rawpixel.com from Pexels
kultura.digital

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Dezember 2018                                             Vom Museum bis zum Projektraum, vom Atelier bis in den öffentlichen Raum: Angebote der Gegenwartskunst gibt es in vielfältiger Art und Weise - man muss sie nur finden. Ob eine kleine Galerie oder Graffiti-Kunst an versteckten Orten, oft fehlt es den potenziell interessierten Besuchern an Informationen darüber, wo diese Erlebnisse auf sie warten. Es ist die Gegenwartskunst, die gesellschaftlich relevante Themen aufspürt und verhandelt. Um die Kraft des künstlerischen Impulses in die Alltagswelt der Menschen zu tragen, ist es wichtig, einen einfachen Zugang zu ermöglichen. Orte und Ereignisse der zeitgenössischen Kunst müssen für jeden sichtbar, nahbar und erreichbar werden. Mit der Website „kultura.digital“ wird die vielseitige Gegenwartskunst der deutsch-tschechischen Grenzregion unkompliziert erlebbar.

„Wir verbinden über Grenzen und Sprachen hinweg die Orte der Kunst mit den Menschen“, erklärt Projektleiter Prof. Hans Vorländer. Das tagesaktuelle Portal „kultura.digital“ will vor allem ein Werkzeug an die Hand geben, das es so vorher noch nicht gegeben hat. Mit dem Modulator können sich die Nutzer individuelle Touren zusammenstellen und entweder speichern oder sofort auf Reisen gehen. Alle Inhalte sind auf Deutsch, Tschechisch und Englisch kostenfrei zugänglich. mehr

Textarbeit integral betrachtet

Julia Meyer und Juan Garces, SLUB © Paul Stadelhofer Julia Meyer und Juan Garces, SLUB © Paul Stadelhofer
Julia Meyer und Juan Garces, SLUB

© Paul Stadelhofer

November 2018                                     Gemeinsam mit der SLUB Dresden und weiteren Kooperationspartnern entwickeln Wissenschaftler*innen des Bereichs GSW das SLUB TextLab. Wie in einem Makerspace kann auch im TextLab handwerklich mit verschiedenen analogen und digitalen Eigenschaften des (Text-)Materials experimentiert werden: Wie werden eigene Texte im dreiteiligen Schreibprozess Struktur/Rohtext/Korrektur verfasst? Wie werden Textquellen bearbeitet, um sie digital zu annotieren und mit weiteren Informationen anzureichern? Welche digitalen Methoden eignen sich für deren Analyse, und wie lassen sich textbasierte Forschungsergebnisse visualisieren? mehr

DEAR HUMANS, ... ART SCIENCE LAB I

Schriftzug "Dear Humans" © Paul Barsch Schriftzug "Dear Humans" © Paul Barsch
Schriftzug "Dear Humans"

© Paul Barsch

Oktober 2018                            Fragestellungen zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und den Auswirkungen auf unterschiedliche Lebensbereiche beschäftigen nicht nur zunehmend verschiedene Wissenschaftsbereiche – auch in der Gesellschaft werden diese Themen diskutiert.

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft setzen die Künste an: In einem neuen langfristig angelegten Projekt bringt die Kustodie der TU Dresden Künstler*innen und Wissenschaftler*innen zusammen. Unter der Überschrift DEAR HUMANS, … sollen über einen Zeitraum von zwei Jahren Institute und Forschungsgruppen der TU Dresden gemeinsame Forschungsfragen entwickeln und verfolgen. mehr

Sommer, Sonne, Urlaub: Ich schreibe eine Postkarte.

Vorder- und Rückseite einer Postkarte © https://linguistik.zih.tu-dresden.de/ansichtskarten/ Vorder- und Rückseite einer Postkarte © https://linguistik.zih.tu-dresden.de/ansichtskarten/
Vorder- und Rückseite einer Postkarte

© https://linguistik.zih.tu-dresden.de/ansichtskarten/

August 2018                                               Jeder hat bestimmt schon mal eine bekommen und eine geschrieben. Urlaubskarten waren bis vor ein paar Jahren ein Muss, wenn man verreiste. Mit ihnen wurde gezeigt, welchen Urlaub man sich gönnte und leisten konnte. Aber mit ihnen zeigten die Reisenden auch, dass sie an die Lieben zu Hause denken. Wie sich die Idee von Urlaub im Verlauf der letzten Jahrzehnte verändert hat, erforscht das Projekt "Textsortenentwicklung zwischen Standardisierung und Variation: Das Beispiel der Ansichtskarte. Text- und korpuslinguistische Untersuchungen zur Musterhaftigkeit privater Fern- und Alltagsschriftlichkeit."

„Unser Forschungsprojekt ist eine Kooperation der Universität Zürich und der Technischen Universität Dresden“, erklärt Josephine Obert, Doktorandin bei Prof. Joachim Scharloth. „Es wird in Zusammenarbeit mit Dr. Noah Bubenhofer vom Institut für Computerlinguistik und  Prof. Dr. Heiko Hausendorf, Professor für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Zürich sowie Prof. Dr. Joachim Scharloth, Professor für Angewandte Linguistik an der TU Dresden geleitet.“ mehr

TU Dresden beteiligt sich am Bau einer Big Data Zeitmaschine

FET Flagship Timemachine © TUD FET Flagship Timemachine © TUD
FET Flagship Timemachine

© TUD

Februar 2018                                                Wie sähe die Welt aus, wenn wir auf Dokumente der Vergangenheit ebenso leicht zugreifen könnten wie auf die Daten der Gegenwart? Könnten wir damit bessere Prognosen für die Zukunft ableiten? Wäre es möglich Klimaveränderung und -entwicklung auf Basis umfassend dokumentierter Aufzeichnungen bewusster zu gestalten? Können historische 4D-Simulationen unser Wissen zur europäischen Geschichte verbessern? Welche innovativen Geschäftsmodelle befördern Tourismus, Verkehr und Planung?

Diesen Fragen geht das FET-Flagship Vorhaben„Time Machine“ nach, bei dem die TU Dresden Gründungsmitglied ist. Dr. Sander Münster und Stephan Schwartzkopff vom Medienzentrum der TU Dresden werden den Aufbau der deutschen Unterstützer-Community organisieren. mehr

Abgeschrieben und geklaut bei Platon?!

Illustration von Platon © Wikimedia Commons Illustration von Platon © Wikimedia Commons
Illustration von Platon

© Wikimedia Commons

August 2017
Wer hat Platon wie zitiert? Welcher antike Autor hat von welchem Text Platons abgeschrieben? Wer hat Platons Ideen als Grundlage für eigene Konzepte und Theorien verwendet.? Wie die Ideen und Texte von Platon rezipiert, zitiert und paraphrasiert wurden, untersucht das Forschungsprojekt
„Digital Plato: Tradition and Reception “. Digital Plato ist ein Verbundprojekt mit Projektpartnern aus der Klassischen Philologie (Prof. Dr. Sier, Universität Leipzig), der Alten Geschichte (Prof. Dr. Schubert, Universität Leipzig), der Korpuslinguistik (Prof. Dr. Scharloth, TU Dresden) und der Informatik (Prof. Dr. Molitor / Dr. Ritter, Universität Halle-Wittenberg). Das Projekt wird im Rahmen der Förderschiene „Offen - für Außergewöhnliches“ der VolkswagenStiftung gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt 3 Jahre (2016-2019).

Selbst-Bewusste Erzählungen: Textlichkeit und gesellschaftliche Relevanz in US-amerikanischer Gegenwartskultur

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August 2017
Welche Rolle spielen Erzählungen für die US-amerikanische Kultur und Gesellschaft der Gegenwart? In welchem Maße eignen sich Erzählungen in Film, Fernsehen, Literatur und Blogs zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Realität? Haben sich Erzählungen und der gesellschaftliche Umgang damit in den letzten Jahrzehnten verändert? Diese und weitere Fragen nach der gesellschaftlichen Bedeutung von Erzählungen untersuchte das Forschungsprojekt „Selbst-Bewusste Erzählungen: Textlichkeit und gesellschaftliche Relevanz in US-amerikanischer Gegenwartskultur“. Vier Wissenschaftler*innen der TU Dresden und der Universität Leipzig erforschten ein markantes Phänomen in der zeitgenössischen amerikanischen Literatur und Kultur, das sie als neues Selbst-Bewusstsein gesellschaftlicher Relevanz von erzählerischer Textlichkeit und Textproduktion bezeichnen. mehr

Das Gespenst des Populismus

SFB Invektivität © SFB Invektivität SFB Invektivität © SFB Invektivität
SFB Invektivität

© SFB Invektivität

Juli 2017                                                         Der Sonderforschungsbereich 1285 „Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert und hat seine Tätigkeit am 1. Juli 2017 an der TU Dresden aufgenommen. Er untersucht in zwölf Forschungsprojekten Formen, Funktionen und Folgen herabsetzender, verletzender Kommunikationsakte (d.h. Worte, Zeichen und Bilder) von der kleinen, möglicherweise subtilen Unhöflichkeit über die manifeste Schmähung bis hin zu verbalen Aggressionen an der Grenze zur physischen Gewalt in Gegenwart und Geschichte. Dabei reicht die historische Spannweite von der römischen Republik über das Zeitalter der Reformation und den Nationalsozialismus bis hin zur unmittelbaren Gegenwart. Die Reihe der untersuchten Medien umfasst Literatur und Malerei, Fernsehen und Film, Theater und Internet.

Weitere Informationen unter: https://tu-dresden.de/gsw/sfb1285

Was wissen wir über die Grenzen des Wissens?
Ein aktuelles Projekt zu einer klassischen Frage der Philosophie

März 2017
Was wissen wir nicht alles? Was wissen wir alles nicht? Was können wir überhaupt wissen und wo endet unser Wissen? Die Frage nach den Grenzen des menschlichen Wissens beschäftigt die Philosophie seit der Antike. Eine einfache Antwort auf diese klassische und komplexe Frage gibt es allerdings nicht. Je nachdem welche philosophische Richtung wir betrachten, erhalten wir unterschiedliche Lösungsansätze: Die Skeptiker erklären, dass all unser Wissen fehlbar ist. Platon geht davon aus, dass wir nichts von den Göttern wissen, weder von ihnen selbst noch von ihren Namen. An der Verbindung von Skeptizismus und Religiosität setzt das Forschungsprojekt „Skeptizismus und negative Theologie“ von PD Dr. Rico Gutschmidt vom Institut für Philosophie der TU Dresden an. mehr

Die Stadt Dresden in 4D

Projekt HistStadt4D © Kirsten Lassig, Sander Münster, SLUB / Deutsche Fotothek: Verbeek Projekt HistStadt4D © Kirsten Lassig, Sander Münster, SLUB / Deutsche Fotothek: Verbeek
Projekt HistStadt4D

© Kirsten Lassig, Sander Münster, SLUB / Deutsche Fotothek: Verbeek

August 2016
Das Forschungsprojekt „HistStadt 4D – Multimodale Zugänge zu historischen Bildrepositorien zur Unterstützung stadt- und baugeschichtlicher Forschung und Vermittlung“ untersucht, wie umfangreiche Medienbestände wie beispielsweise die Fotografien der Deutschen Fotothek für eine Erforschung und Vermittlung von Stadtgeschichte besser nutzbar gemacht werden können. mehr

Louise Otto-Peters – Selbst ist die Frau

2016-03-10_GenderPartnerschaft-Teil2_2.jpg © Jana Höhnisch 2016-03-10_GenderPartnerschaft-Teil2_2.jpg © Jana Höhnisch
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© Jana Höhnisch

März 2016
Prof. Susanne Schötz ist Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der TU Dresden. In ihrem Forschungs-freisemester widmete sie sich den frauenemanzipatorischen Visionen von Louise Otto-Peters, die sie in ihren Genius-Büchern veröffentlichte. Wir sprachen mit Prof. Schötz über Frauen- und Geschlechterforschung, sowie über ihr Interesse an Louise Otto-Peters. mehr

Brüder-Unität als Wegbereiter der Reformation   

2016-03-07_BruederUnitaet.jpg © wikipedia 2016-03-07_BruederUnitaet.jpg © wikipedia
2016-03-07_BruederUnitaet.jpg

© wikipedia

März 2016
Prof. Dr. Ludger Udolph erforscht seit 2012 die Acta Unitas fratrum, eines der ältesten Dokumente für konfessionelle Verschiebungen in Mitteleuropa. Im Auftrag der Herrnhuter Brüdergemeine sind neben ihm namhafte Wissenschaftler wie Joachim Bahlcke, Jindřich Halama, Martin Holý, Jiří Just und Martin Rothkegel an diesem Projekt beteiligt. Der erste Regesten-Band wird anlässlich des Lutherjahres 2017 erscheinen. Wir sprachen mit ihm über das Projekt, das Neue an diesen Forschungen und über die Schwierigkeiten, die Erforschung eines europäischen Erbes im geeinten Europa finanzieren zu lassen. mehr

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Letzte Änderung: 29.01.2019