Dresdner Kinderstudie

Kontakt:
TU Dresden
Philosophische Fakultät
Institut für Soziologie
Prof. Dr. Karl Lenz
Helmholtzstr. 10
01069 Dresden
Tel.: 0351/463 -33873 bzw. -32892
Email: kinderstudie@tu-dresden.de
  

Downloads                   

1. Dresdner Kinderstudie (2000) 2. Dresdner Kinderstudie (2005) 3. Dresdner Kinderstudie (2010)

Forschungsbericht

Forschungsbericht

Forschungsbericht

(Vorstellung im Jugendhilfe-aussschuss Dresden am 25.04.2013, Präsentation + Kurzzusammenfassung)

Tabellenband

Tabellenband

Fragebogen 3.+4. Klasse
 

Fragebogen 3.-5. Klasse

Fragebogen 5.+6. Klasse
 

Fragebogen 6.-9. Klasse

Fragebogen 7.-9. Klasse  

Konzeption

Die Dresdner Kinderstudien stehen in der noch jungen Tradition einer sozialwissenschaftlichen Kinderforschung. Bis in die jüngste Vergangenheit war die Auffassung verbreitet, dass Kinder in sozialwissenschaftlichen Studien nicht befragt werden können. Kinder sind jedoch sehr wohl in der Lage, kompetent Auskunft zu ihren Lebenslagen zu geben. Mehr noch: immer mehr setzt sich einen Position durch, derzufolge Kinder ein „Recht auf Gehör in Bevölkerungsumfragen“ haben. Diese neue Sichtweise hat auch in der Sozialberichterstattung eine nachhaltige Änderung bewirkt. So befasst sich der 10. Kinder- und Jugendbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998) erstmalig auch mit der Lebenssituation der Kinder in der Bundesrepublik.

Die Dresdner Kinderstudien beziehen Kinder der 3. bis 9. Klassenstufen ein und damit im Alter von acht bis 16 Jahren. Im Rahmen der Dritten Dresdner Kinderstudie wurden ca. 2.000 Dresdner Kinder befragt, wobei dieser Stichprobenumfang auch Aussagen auf Ebene der Ortsamtsbereiche zulässt. Die Auswahl der Kinder erfolgte nach einem Zufallsprinzip über alle Grundschulen, Mittelschulen und Gymnasien in Dresden. Die Befragung fand im März 2010 statt. Die Daten zur 3. Kinderstudie wurden unter Leitung des damaligen wiss. Mitarbeiters Dr. Horst-Dietrich Elvers durch Studierende der Soziologie im Rahmen des Lehre des Lehrstuhls für Mikrosoziologie erhoben. Um den altersspezifischen Fähigkeiten der Schüler gerecht zu werden, wurden insgesamt sechs verschiedene Fragenbögen verwendet, die sich inhaltlich stark ähneln, aber sich in ihrem Umfang und ihren Anforderungen unterscheiden: 3./4. Klassen, 5./6. Klasse und 7.-9. Klasse Regel- und Förderschulen. Die allermeisten Fragen aus der Ersten und Zweiten Dresdner Kinderstudie wurden wiederholt, um Zeitreihen aufzubauen.

Unterstützung

Die Berichtlegung zur Dritten Dresdner Kinderstudie wurde durch die finanzielle Förderung der Landeshauptstadt Dresden ermöglicht. Unser besonderer Dank gilt dem Sozialbürgermeister Martin Seidel für sein Engagement und hohes Interesse, mit dem er die Kinderstudie begleitet hat. In bewährter Weise wurde die Studie in enger Kooperation mit dem Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden, insbesondere der Jugendhilfeplanung, durchgeführt. Bedanken möchten wir uns bei dem Regionalschulamt für die Genehmigung der Befragung in den Schulen, bei den Schulleiter/innen und Klassenlehrer/innen für ihre freundliche Aufnahme und Hilfsbereitschaft bei der Befragung und auch bei den Eltern, für die Teilnahmeerlaubnis ihrer Kinder an dieser. Ein ganz besonderer Dank aber gilt den ca. 2.000 Kindern, die mit großem Engagement und Freude die Fragebögen ausgefüllt haben.

Wie leben Kinder und Jugendliche in Dresden? Wie werden die Freizeitangebote, der Schulalltag und das Familienleben von den Kindern gesehen? Auf diese und andere Fragen gibt die Dresdner Kinderstudie Antwort, die nach 1999 und 2005 zum dritten Mal von der Forschungsgruppe Kinder- und Jugend an der TU Dresden unter Leitung von Prof. Dr. Karl Lenz durchgeführt wurde.

Presse

Im Rahmen der Dritten Dresdner Kinderstudie wurden ca. 2.000 Dresdner Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 15 Jahren befragt. Durch die große Anzahl von Befragten sind nicht nur Aussagen für die gesamte Stadt, sondern auch differenzierte Aussagen über die Le-benslage der Kinder in den einzelnen Ortsamtsbereichen möglich. Ähnlich den PISA-Studien handelt es sich bei der Stichprobe der Dritten Dresdner Kinderstudie um eine quotierte Klumpenstichprobe. Die Auswahl der befragten Schü-ler/-innen erfolgt daher nach dem Zufallsprinzip. Anders als in den Vorgängerstudien sind nicht nur Gymnasien, Grund- und Mittelschulen in der Erhebung berücksichtigt, sondern auch Dresdner Förderschulen. Um den altersspezifischen Fähigkeiten der Schüler gerecht zu werden, wurden insgesamt sechs verschiedene Fragenbögen verwendet, die sich inhaltlich stark ähneln, aber sich in ihrem Umfang und ihren Anforderungen unterscheiden. Die Bereitschaft der Schulen, der Eltern und auch der Kinder selbst, an der Zweiten Dresdner Kinderstudie mitzuwirken, war wiederum sehr groß. Die Befragung fand im März 2010 statt. Ermöglicht wurde die Studie durch die finanzielle Förderung der Landeshauptstadt Dresden.

Download: Kurzusammenfassung bzw. Auswahl Ergebnisse 3. Kinderstudie 2012

Symposium "Kindsein in Dresden"

Unter dem Motto "Kindsein In Dresden" veranstaltete die Stadt Dresden, die TU Dresden und UNICEF am 27.09. 2003 ein Symposium.

Vertreter und Vertreterinnen der Stadt, der Kinderverbände, kinder- und jugendpolitische Sprecher/innen und Experten und Expertinnen aus unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen, die sich bereits in der Vergangenheit für die Belange von Kindern engagiert haben, waren zu einen Erfahrungsaustausch über die Lebenssituation von Kindern in der Stadt Dresden zusammengekommen.

Besondere Schwerpunkte der Veranstaltung waren die Themen "Partizipation von Kindern", "Kriterien einer kinderfreundlichen Stadt" und "Kinder, Gesundheit und Familie".

Download:

Kinderuni

Die erste Vorlesung im Sommersemester der Dresdner Kinder-Universität beschäftigte sich in dieser Woche mit der Frage: Warum sind die Wünsche von Kindern wichtig für die Stadtentwicklung? Beantwortet hat sie Professor Karl Lenz. Weil nicht jedes Kind Student an der Kinder-Uni sein kann, wollen wir euch von der Vorlesung erzählen - speziell zum Thema: Woher wissen Politiker, was Kinder sich wünschen?

Sven wünscht sich einen tollen Spielplatz mit großer Rutsche, Elisa will eine Ampel für die Straße, die sie auf dem Schulweg überqueren muss. Und Anna stört, dass Autos auf der Spielstraße fahren und auch parken. Auch die Kinder, die Professor Lenz in der Vorlesung nach ihren Wünschen für eine kinderfreundliche Stadt Dresden fragt, geben ähnliche Antworten. Ob sich nun was ändert? ...

Zuerst: Die Politiker müssen von den Wünschen, Vorstellungen und Meinungen der Kinder erfahren, sonst tun sie vielleicht ganz was anderes. Sie können natürlich selbst Kinder befragen, aber dazu reicht in einer so großen Stadt wie Dresden ihre Zeit nicht. In einer kleineren Gemeinde mag das besser klappen. Dresden hat deshalb beschlossen, einen Kinderbeauftragten einzusetzen, zwar erst in der vorigen Woche, aber immerhin. Er soll künftig darauf achten, dass die Interessen der Kinder in der Stadtpolitik besser beachtet werden. Denn Kinder haben ein Recht darauf, dass Erwachsene sich ihre Meinungen und Wünsche anhören und diese bei ihren Entscheidungen mit berücksichtigen. Das haben sich Kinder nicht ausgedacht, das steht in der UN-Kinderrechtskonvention so drin.

Download:

Nutzung der Forschungsdaten für Sekundäranalysen

Die Datensätze der bisher durchgeführten Wellen der Dresdner Kinderstudie stehen für Sekundäranalysen zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: kinderstudie@tu-dresden.de. Hierüber erhalten Sie auch Informationen zu den Bedingungen zur Datenüberlassung und -nutzung.

Zu dieser Seite

Daniel Spiering
Letzte Änderung: 22.03.2016