Regal © Dominik Schrage

Forschungsper­spektive

Forschung wird sowohl von den einzelnen an der Professur Tätigen betrieben als auch im Zusammenhang von Projekten und Projektverbünden. Kennzeichnend ist dabei, dass die hier tätigen Personen grundlegende Perspektiven teilen, die sie an distinkten Sachfeldern bearbeiten und dabei auch in den theoretischen Ausrichtungen durchaus verschiedene Akzente setzen, die sich aber gerade darin ergänzen.
Eine der wichtigsten Gemeinsamheiten ist das Interesse an Kulturphänomenen, die auf ökonomische und technologische Strukturen der modernen Gesellschaft bezogen sind, dies impliziert auch Aufnahme von Problemstellungen und Gegenständen aus der politischen Ökonomie, der Wirtschaftssoziologie und der Soziologie der Massenmedien. In ihren konkreten Bezugsproblemen rücken diese Forschungen dabei die Rolle der materiellen Kultur (der Güter und Waren, technischen Artefakte, baulichen Ordnungen etc.), der kommunikativen Infrastrukturen und Medientechnologien sowie vielfältiger weiterer Medien der Vergesellschaftung in den Fokus der Aufmerksamkeit. Ein gemeinsames Interesse liegt auf den Zusammenhängen zwischen historischen Transformationen in den damit angesprochenen gesellschaftlichen Teilfeldern (und damit der Wirtschafts-, Technik-, Gesellschafts-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte), den großen Transformationen der Sozialstruktur, der Produktionsweisen, Konsumverhältnisse und Wissensordnungen sowie den alltäglichen Praxisformen und den Modi der Subjektformierung.

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Forschungsformate

Forschungskontexte

Das Forschungscolloquium der Professur findet ab WS 18/19 während der Vorlesungszeit Mittwochs von 18:30 bis 20 Uhr im Raum FAL 232 statt, hier finden Sie das aktuelle Programm. Neben Abschlussarbeiten (Master und Diplom) und Dissertationen werden auch an der Professur laufende Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert, ebenso solche von Gästen.

Das Colloquium für Promovierende wird ab WS 18/19 als eine Blockveranstaltung gegen Ende des Semesters stattfinden.

Das Teilprojekt I des Sonderforschungsbereichs 1285 der DFG "Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung" hat das Thema "Das Spießerverdikt. Formen, Funktionen und Dynamiken der Invektive gegen gesellschaftliche Mittellagen in der Moderne". Es hat seine Arbeit im Juli 2017 aufgenommen, Projektmitarbeiterin ist Sonja Engel, die Leitung des Teilprojekts hat Dominik Schrage.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Forschungsverbund "Dinge und Sexualität. Produktion und Konsumtion im 20. und 21. Jahrhundert" bewilligt; er ist in der Förderlinie "Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen" situiert und wird getragen vom Deutschen Hygienemuseum Dresden, der Medizinischen Hochschule Hannover und der TU Dresden; er wird im November 2018 die Arbeit aufnehmen. Die  TU Dresden beteiligt sich mit dem Teilprojekt "Konsumobjekte: Die Bedeutsamkeit der Dinge für den Zugang zu epistemischen und situativem Sexualitätswissen", das von Dominik Schrage geleitet wird.

Das Forschungsprojekt "Time has come today. Die Eigenzeiten popmusikalischer Chronotope und ihr Beitrag zur temporalen Differenzierung von Lebenswelten seit den 1960er Jahren" war Teil des DFG-Schwerpunktprogramms “Ästhetische Eigenzeiten. Zeit und Darstellung in der polychronen Moderne” (Link:http://www.aesthetische-eigenzeiten.de/). Es hat seine Arbeit im April 2014 an der Universität Lüneburg begonnen und wurde von Juni 2015 bis Dezember 2017 an der TU Dresden fortgeführt (Projektleitung Dominik Schrage). In diesem Projekt waren Dr. Holger Schwetter als Postdoc und Anne-Kathrin Hoklas als Doktorandin tätig.

Die Forschungsgruppe "Auditive Vergesellschaftungen" hat sich Anfang 2018 konstituiert, sie untersucht ungestaltete, gestaltete und komponierte auditive Phänomene in ihrer Einbindung in Vergesellschaftungsprozesse. Im Anschluss an frühere Forschungen der Beteiligten im Themenfeld der auditiven Kultur fragt sie nach den situativen, historischen und kulturellen Bedingungen, unter denen sie sich ereignen und vernehmbar werden, wie auch nach den Subjektivitäten, sozialen Gruppen, Institutionen und Strukturen, für die sie wirksam werden.

Eine Übersicht der Doktorandinnen und Doktoranden und der laufenden Promotionprojekte finden Sie hier.

In der Zeitschrift "Kultursoziologie" (Heft 2/2016) wurde die kultursoziologische Lehrkonzepte und Forschungsschwerpunkte an ausgewählten deutschen Universitäten vorgestellt. Auch die "Kultursoziologische Forschung und Lehre an der Technischen Universität Dresden" wird in einem Beitrag von Dominik Schrage, Tino Heim und Ingo Blaich ausführlicher vorgestellt als dies hier an dieser Stelle möglich bzw. sinnvoll ist. Wir danken der Zeitschrift "Kultursoziologie" für die Erlaubnis, diesen Beitrag hier zur Verfügung stellen zu dürfen!