Laufende Drittmittelprojekte

Unterrichtsvideos zur Entwicklung hermeneutischer Fallkompetenz in der Lehrer/-innenausbildung

Das Projekt ist Teil des Drittmittelprojekts „TUD-Sylber“ der Technischen Universität Dresden. Es wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Fallbezogene Deutungskompetenz ist erforderlich, um Unterrichtsprozesse adäquat zu analysieren und darauf aufbauend pädagogisch professionell zu handeln. Im Projekt wird der Frage nachgegangen, wie Studierende  der Fächer Französisch, Spanisch und Italienisch hermeneutische Fallkompetenz anhand von Videosequenzen realen Unterrichts ausbilden. Ziel ist die Entwicklung und empirische Evaluierung eines hochschuldidaktischen Konzepts, das eine Integration ausbildungsbegleitender fallrekonstruktiver Arbeit anhand von Videografien realer Unterrichtssituationen in die fachdidaktischen Anteile des Lehramtsstudiums vorsieht.

Kontakt:

Privatdozent

Name

PD Dr. Christoph Mayer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter TUD-Sylber; Lehrbeauftragter ReLa

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 412

01219 Dresden

Deutschland

Sprechzeiten:

Mittwoch:
11:00 - 12:00
Am 15.11. Sprechstunde 14-15 Uhr; Ersatzsprechstunde am 23.11. 14-15 Uhr

Weitere Termine nach Vereinbarung

Wissenschaftliche Hilfskraft

Name

Dott.ssa Marie-Christin Piotrowski M.A.

TUD-Sylber-Projekt

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 407

01219 Dresden

Deutschland

Erschließung und Digitalisierung von Handschriften in italienischer Sprache der SLUB

Im Rahmen dieses Kooperationsprojekt sollen die italienischsprachigen Handschriften der SLUB Dresden nach den bewährten „Richtlinien Handschriftenkatalogisierung“ der DFG für mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften erschlossen und – soweit ihr Entstehungszeitraum nicht im Mittelalter liegt – vollständig digitalisiert werden. Das Projekt verbindet die Kompetenzen des Handschriftenzentrums der UB Leipzig für die Beschreibung mittelalterlicher Handschriften, der SLUB Dresden im Bereich der Digitalisierung und bibliothekarischer Infrastruktur und des Kooperationspartners, des Lehrstuhls für Romanistische Sprachwissenschaft der TU Dresden für die wissenschaftliche Qualitätssicherung bei der Beschreibung italienischer Handschriften.

Kontakt:

SLUB Dresden
Abteilung Handschriften, Alte Drucke und Landeskunde
Jana.Kocourek@slub-dresden.de

Nuove frontiere della ricerca petrarchesca: ecdotica, stratificazioni culturali, fortuna

Frau Prof. Dr. Maria Lieber widmet sich in einem Teilprojekt des durch die PRIN geförderten Großprojektes zu Neuen Grenzen der Petrarca Forschung in enger Kooperation mit Fabio Forner von der Universität Verona vorrangig der Erforschung der Petrarca-Handschriften in Deutschland und vor allem in Dresden. Nationaler Koordinator des Projektes ist Vincenzo Fera der Universität von Messina.

Förderer:

Progetti di Rilevante Interesse Nazionale (PRIN)

Koordination:

Prof. Vincenzo Fera

Kontakt:

Prof. Fabio Forner

Professorin

Name

Prof. Dr. Maria Lieber

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz./Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 420

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-37690
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

Dienstag:
15:00 - 16:00
im Semester

Invektivität in literarischen und filmischen Darstellungen von Migration im Italien des 20./21. Jahrhunderts

Invektivität in literarischen und filmischen Darstellungen von Migration im Italien des 20./21. Jahrhunderts Invektivität in literarischen und filmischen Darstellungen von Migration im Italien des 20./21. Jahrhunderts

Teilprojekt M des Sonderforschungsbereichs 1285 Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung

Leitung: Prof. Dr. Elisabeth Tiller
Laufzeit: Juli 2017 – Juni 2021

Das Teilprojekt nimmt literarische und filmische Migrationsnarrationen der italienischen Erzählgemeinschaft in den Blick, um ästhetische Inszenierungen invektiv ausgetragener sozialer Konflikte seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu analysieren. Die jüngere Migrationsgeschichte Italiens eröffnet gänzlich unterschiedliche Perspektiven auf Migrationskonflikte, die in Erzählungen kulturelle Sinnzuschreibungen erhalten. Narrativ verhandelt werden dabei Konflikte zwischen Wir- und Sie-Gruppen, die im Kontext von Emigration, Immigration, Binnenmigration, Kolonialismus sowie postkolonialen Konstellationen positioniert werden. Literatur und Film diskutieren also in Anknüpfung an historische Migrationsverläufe Grenzen und Identifikationsmuster imaginärer Gemeinschaften, die an der Aushandlung von kultureller Ordnung beteiligt sind.

Italien ist für eine derartige Untersuchung besonders geeignet, weil hier umfangreiche gegenläufige Migrationsbewegungen zu beobachten sind. Während die italienische Gesellschaft nahezu das gesamte 20. Jahrhundert über insbesondere durch Emigration geprägt wurde, erfährt diese Tendenz seit Beginn der 1990er Jahre eine Umkehrung: Italien vollzieht den Wandel von einer Emigrations- zur Immigrationsgesellschaft – wobei diese Verwandlung ökonomisch, sozial und kulturell erhebliche Friktionen hervorbringt. Dies ermöglicht, divergierende Konfliktlagen, ideologische Kodierungen und kulturelle Deutungen zu beobachten und Variationen oder Kontinuitäten des Invektiven zu bestimmen.

Literarische und filmische Migrationserzählungen beobachten, beschreiben und kodieren nicht nur Invektiven als Teil von Migrationskonflikten. Sie analysieren und deuten zugleich auf einer ästhetischen Metaebene diese Konflikte von Wir-/Sie-Gruppen als Teil der gesellschaftlichen Kommunikation. Das Teilprojekt fragt deshalb

  • welche Rolle narrativen Inszenierungen von Invektivität in Migrationserzählungen zukommt, 

  • wie diese den gesellschaftlichen Migrationsdiskurs und dessen invektive Anteile dynamisieren, reflektieren oder moderieren, 

  • wie dabei die Aushandlung und Plausibilisierung sozialer Konflikte, politischer Identifikationsweisen und kultureller Skripte historisch und medial erfolgt, 

  • wie konfrontative Freund-Feind-Konstellationen plausibilisiert und antagonistische Handlungsmuster (de-)legitimiert werden,
  • welche historischen Diskurspolitiken, Wissensregime und affektiven Dynamiken invektiv angereicherte Migrationserzählungen fundieren, und schließlich
  • wie ästhetisch modellierte Narrationen und Politik interagieren.

Ziel ist es, zu den SFB-Theoriebildungen insbesondere durch Überlegungen beizusteuern, die zeigen, dass und wie (De-)Legitimationsdiskurse sozialer Asymmetrierung immer narrativ verankert sind.

Teilprojekt M bearbeitet hierfür literarische und filmische Migrationserzählungen aus den vier historischen Phasen 1900-1922, 1922-1945, 1946-1989, 1990-heute. Die Arbeitsbereich A und B konzentrieren sich vorwiegend auf die Gegenwartsphase, die seit 1990 einen enormen Zuwachs an Migrationserzählungen aufweist. Arbeitsbereich C sichtet die historischen Phasen 1-3, der Zeit also zwischen 1900 und 1989, als Migration in Literatur und Film noch keine auffällige Rolle spielt.

Arbeitsbereich A: Invektive Konstellationen in literarischen Migrationserzählungen
Arbeitsbereich B: Invektive Konstellationen in filmischen Migrationserzählungen
Arbeitsbereich C: Kulturelle Deutungsprozesse und migrationsinduzierte Invektivität

Professorin

Name

Prof. Dr. Elisabeth Tiller

Professur für Italienische Literatur- und Kulturwissenschaft

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 419

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-35692
fax Fax
+49 351 463-37709

Sprechzeiten:

Donnerstag:
15:00 - 16:00
im Semester

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Letzte Änderung: 02.08.2017