Forschungsprojekte

Prof. Dr. Roswitha Böhm

Auf Spurensuche – Zur Literarisierung von Zeitgeschichte im europäischen Gegenwartsroman (Deutschland, Frankreich, Spanien)​​​

Auf Spurensuche – Zur Literarisierung von Zeitgeschichte im europäischen Gegenwartsroman (Deutschland, Frankreich, Spanien)​​​

Die zentrale Fragestellung dieses transdisziplinär orientierten Forschungsprojekts ist jene nach der Darstellung von Geschichte, Gedächtnis und Erinnerung im Medium der Literatur. Im Mittelpunkt der Untersuchung, die geschichtsphilosophische mit narratologischen Methoden verbindet, stehen hybride Gegenwartstexte spanischer, französischer und deutscher Autoren und Autorinnen, die sich mit den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts bzw. mit den Nachwirkungen dieser Epoche in der Jetztzeit auseinandersetzen. [Mehr]

Kontakt:

Professorin

Name

Prof. Dr. Roswitha Böhm

Professur Französische Literatur- und Kulturwissenschaft

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 406

01219 Dresden

Deutschland

Adresse postal

Postadresse:

Technische Universität Dresden Fakultät SLK
Institut für Romanistik

01062 Dresden

work Tel.
+49 351 463-32194
fax Fax
+49 351 463-37708

Sprechzeiten:

Im WiSe 2017/18 befindet sich Frau Prof. Böhm im Forschungsfreisemester. Nächste Termine: Mi, 18.10./08.11./29.11./20.12.17, jeweils 10-12h. Alle Anmeldungen erfolgen über OPAL.

Zu einer Poetik des Prekären. Arbeitswelten in der europäischen Gegenwartsliteratur

Zu einer Poetik des Prekären. Arbeitswelten in der europäischen Gegenwartsliteratur

Im Gefolge der sozialen Verwerfungen der letzten beiden Jahrzehnte und der daraus entstandenen Diskussion über ‚Prekarität’ und ‚Prekarisierung’ entdecken deutsche, französische und spanische Autor/inn/en wie Moritz Rinke und Kathrin Röggla, Emmanuelle Heidsieck und Yves Pagès oder Laura Meradi und Isaac Rosa, deren Texte in diesem Projekt untersucht werden, Ökonomie, Business und Arbeitswelt als ergiebige literarische Sujets wieder. [Mehr]

Kontakt:​​​

Professorin

Name

Prof. Dr. Roswitha Böhm

Professur Französische Literatur- und Kulturwissenschaft

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 406

01219 Dresden

Deutschland

Adresse postal

Postadresse:

Technische Universität Dresden Fakultät SLK
Institut für Romanistik

01062 Dresden

work Tel.
+49 351 463-32194
fax Fax
+49 351 463-37708

Sprechzeiten:

Im WiSe 2017/18 befindet sich Frau Prof. Böhm im Forschungsfreisemester. Nächste Termine: Mi, 18.10./08.11./29.11./20.12.17, jeweils 10-12h. Alle Anmeldungen erfolgen über OPAL.

​Narrative der Krise in den romanischen Gegenwartskulturen​​​​

​Narrative der Krise in den romanischen Gegenwartskulturen​​​​

In dem pluridisziplinär angelegten Forschungsprojekt sollen in kultur-, medien- und literaturwissenschaftlicher Perspektive anhand unterschiedlicher kultureller Artefakte rezente Diskurse und Narrative der ‚Krise‘ untersucht werden, die den ökonomischen und sozialpolitischen Entwicklungen im Gefolge von Globalisierung und Migration um die Jahrtausendwende künstlerischen Ausdruck verleihen. [Mehr]

Kontakt:​​​​

Professorin

Name

Prof. Dr. Roswitha Böhm

Professur Französische Literatur- und Kulturwissenschaft

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 406

01219 Dresden

Deutschland

Adresse postal

Postadresse:

Technische Universität Dresden Fakultät SLK
Institut für Romanistik

01062 Dresden

work Tel.
+49 351 463-32194
fax Fax
+49 351 463-37708

Sprechzeiten:

Im WiSe 2017/18 befindet sich Frau Prof. Böhm im Forschungsfreisemester. Nächste Termine: Mi, 18.10./08.11./29.11./20.12.17, jeweils 10-12h. Alle Anmeldungen erfolgen über OPAL.

Observatoire de l‘extrême contemporain | Observatorium der Gegenwartskulturen​​​​

Observatoire de l‘extrême contemporain | Observatorium der Gegenwartskulturen​​​​

Eine Profilierung im Bereich der Gegenwartskulturen wird erreicht durch die Gründung des Observatoire de l‘extrême contemporain | Observatoriums der Gegenwartskulturen, das im Sinne der Dresdener Forschungsprofillinie „Kultur und Wissen“ als ein Ort der Beobachtung, Bilanzierung und Archivierung, aber auch der Begegnung mit Autoren und Autorinnen zu verstehen ist. Über die Organisation von Lesungen, Colloquien u.ä. geschieht die öffentlichkeitswirksame Vermittlung von Informationen über Akteure und Positionen der Gegenwartskulturen an ein universitäres wie außerakademisches Publikum. [Mehr]

Kontakt:​​​

Professorin

Name

Prof. Dr. Roswitha Böhm

Professur Französische Literatur- und Kulturwissenschaft

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 406

01219 Dresden

Deutschland

Adresse postal

Postadresse:

Technische Universität Dresden Fakultät SLK
Institut für Romanistik

01062 Dresden

work Tel.
+49 351 463-32194
fax Fax
+49 351 463-37708

Sprechzeiten:

Im WiSe 2017/18 befindet sich Frau Prof. Böhm im Forschungsfreisemester. Nächste Termine: Mi, 18.10./08.11./29.11./20.12.17, jeweils 10-12h. Alle Anmeldungen erfolgen über OPAL.

Prof. Dr. Heiner Böhmer

​Textsorten und Dialogtypen im Spanischen und Französischen​​​​

​Textsorten und Dialogtypen im Spanischen und Französischen​​​​

Erforschung und Darstellung von größeren Dialog- und Texttypen-Bereichen, u.a. auf der Grundlage einer sequentiellen Syntax.

Kontakt:

Professor

Name

Prof. Dr. Heiner Böhmer

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz./Span.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 409

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-37608
fax Fax
+49 351 463-37709

Sprechzeiten:

Mittwoch:
11:00 - 12:00
im Semester

und nach Vereinbarung

Polysemie und Vieldeutigkeit

Polysemie und Vieldeutigkeit

Kontrastive Untersuchungen zu Polysemie-Konfigurationen des Französischen, Spanischen und Deutschen, mit einem systemlinguistischen und einem pragmatischen Anteil, auf der Grundlage der Problematisierung von Polysemie-Begriff und lexikographischer Polysemie-Darstellung.

Kontakt:

Professor

Name

Prof. Dr. Heiner Böhmer

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz./Span.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 409

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-37608
fax Fax
+49 351 463-37709

Sprechzeiten:

Mittwoch:
11:00 - 12:00
im Semester

und nach Vereinbarung

Prof. Dr. Maria Lieber

Konzeptueller Wissensausbau und innovative Verbalisierung: Gian Giorgio Trissinos Versprachlichung der Welt​​​​

Konzeptueller Wissensausbau und innovative Verbalisierung: Gian Giorgio Trissinos Versprachlichung der Welt​​​​

Das Projekt versteht die Auseinandersetzung mit dem Vicentiner Gelehrten Gian Giorgio Trissino als Ausgangspunkt für die Dokumentation eines bis heute gültigen Systems der Wissensgenerierung über die geplante bzw. derivative Konstruktion von Sprachfeldern zur Kreation von Wissenswelten. Ein in diesem Projekt vorangetriebener, erstmals ermöglichter digitaler Zugang zu Trissino über eine Online-Konkordanz seines Gesamtwerkes garantiert nicht nur eine globale und multiple Sammlung qualitativer Metadaten unterschiedlicher Wissensbereiche, sondern gestattet darüber hinaus eine mehrschichtige Dokumentation und semantische, funktionale, syntaktische sowie morphologische Bestimmung. [Mehr]

Kontakt:​​​​

Professorin

Name

Prof. Dr. Maria Lieber

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz./Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 420

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-37690
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

Dienstag:
15:00 - 16:00
im Semester

​Mitarbeiter:​​​​

Wissenschaftliche Hilfskraft

Name

Rebecca Schreiber M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. / Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

Sportsprache in der Romania

Sportsprache in der Romania

Die Thematik Sport als Teilbereich der Gesellschaftskultur ist zweifelsohne ein Stiefkind der romanistischen Forschung; einschlägige Beiträge existieren kaum, bisweilen erscheinen Aufsätze in mehr oder weniger abgelegenen Festschriften und Sammelbänden, und erst seit kurzem findet eine Behandlung des Stoffes in Handbüchern zur Literatur- und Sprachwissenschaft statt. Sportsprache ist jedoch als schnelllebiges Kommunikationsmittel ein ideales Beobachtungsfeld für den Sprachwandel, für Wortbildungsprozesse und Neologismen, aber auch für einen - bisweilen politisch motivierten - Umgang mit fremdsprachlichen Einflüssen. In vielen Punkten weist Sportsprache des Weiteren Merkmale einer internationalen Fachsprache auf. Der Begriff "Sportsprache" scheint auf den ersten Blick ein klar umrissenes Gebiet zu bezeichnen, aber gibt es tatsächlich (nur) eine Sportsprache oder muss man nicht vielmehr von einem verschachtelten System von Diskursen und Subdiskursen sprechen? Eine vertiefte Untersuchung der Sportsprache muss außer der Linguistik und Semiotik auch die Erkenntnisse der Psychologie, der Soziologie sowie die Verarbeitung der Thematik "Sport" in der Literatur zur Kenntnis nehmen.

Kontakt:

Professorin

Name

Prof. Dr. Maria Lieber

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz./Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 420

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-37690
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

Dienstag:
15:00 - 16:00
im Semester

Mitarbeiter:

Wissenschaftliche Hilfskraft

Name

Rebecca Schreiber M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. / Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

Frankophonie/Italophonie als internationales System

Frankophonie/Italophonie als internationales System

Internationale Zusammenarbeit der frankophonen/italophonen und partiell frankophonen/italophonen Staaten bzw. Regionen in Politik, Wirtschaft und Kultur; Institutionalisierung der Frankophonie/Italophonie in der Organisationen und deren Suborganisationen; Frankophonie/Italophonie als Global Actor in den internationalen Beziehungen; Sprachpolitik und Sprachcharakteristik in frankophonen/italophonen Ländern.

Kontakt:​​​​

Professorin

Name

Prof. Dr. Maria Lieber

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz./Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 420

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-37690
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

Dienstag:
15:00 - 16:00
im Semester

​ Mitarbeiter:​​​​

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Name

Josephine Klingebeil M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. / Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

nach Vereinbarung per E-Mail.

Wissenschaftliche Hilfskraft

Name

Rebecca Schreiber M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. / Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

​​​Digitalianistica​​​​​​​​

Digitalianistica​​​​​​​​

Aus der Beschäftigung mit den Möglichkeiten computergestützter Arbeitsweisen innerhalb der Geistes- und Kulturwissenschaften entwickelte sich bereits früh die computergestützte Textanalyse  als vielleicht wirkungsmächtigstes Themenfeld der Digital Humanities. Neben der  Computerlinguistik  umfasst das Fach v.a. die Historische Fachinformatik, die Informationswissenschaft und die  Computerphilologie. Typische Arbeits- und Forschungsfelder sind z.B. digitale Editionen, quantitative Textanalyse, Visualisierung komplexer Datenstrukturen oder die Theorie digitaler Medien. Die  Verwendung digitaler Editionen und Korpora reicht von der einfachen Suche bzw. der  Bildschirmlektüre bis zu komplexen Verfahren des Information Retrieval und der quantitativen  Textanalyse. Grundlegende Theorien und Methoden sowie digitale Arbeitsweisen haben Eingang in romanistische Arbeitstechniken gefunden, nunmehr muss sich eine moderne Italianistik innerhalb  der Digital Humanities positionieren und etablieren.

Kontakt:​​​​

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Name

Josephine Klingebeil M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. / Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

nach Vereinbarung per E-Mail.

Wissenschaftliche Hilfskraft

Name

Rebecca Schreiber M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. / Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

​​Lodovico Antonio Muratori (1672-1750) und Deutschland​​​​

​​Lodovico Antonio Muratori (1672-1750) und Deutschland​​​​

​​Im Rahmen dieses seit 1994 laufenden Projektes wurden bisher einerseits Recherchen zu den Korrespondenzpartnern Muratoris in den deutschsprachigen Ländern durchgeführt, andererseits die vielschichtigen kulturellen und geistigen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland im Zeitalter der Aufklärung betrachtet. Seit 2011 ist ein weiteres Teilprojekt hinzugekommen: Die Korrespondenz von G. W. Leibniz mit Muratori (1708-1716). Dieses wurde 2013 in ein größeres Projekt integriert, d. h. den Band 25 des Carteggio Nazionale (ca. 300 Briefe von 25 Briefpartnern), der zurzeit ediert wird (Fertigstellung ca. 2017). [Mehr]

Kontakt:​​

Professorin

Name

Prof. Dr. Maria Lieber

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz./Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 420

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-37690
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

Dienstag:
15:00 - 16:00
im Semester

​​Mitarbeiter:​​​​​​​

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Name

Josephine Klingebeil M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. / Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

nach Vereinbarung per E-Mail.

Wissenschaftliche Hilfskraft

Name

Dott.ssa Chiara Maria Pedron M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. /Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

Dienstag:
15:00 - 16:00
Die italienischen und französischen Manuskripte der SLUB Dresden

Die italienischen und französischen Manuskripte der SLUB Dresden

​​Die Präsenz des Italienischen und des Französischen in den Bereichen Sprache, Literatur, Dichtkunst aber auch Jurisprudenz, Kirche, Kunst (insbes. Architektur und Malerei), Musik, Medizin, Naturwissenschaften am Sächsischen Hof vom 16.-19. Jahrhundert soll anhand des in der SLUB vorhandenen Manuskriptkorpus analysiert und die Funktion des Italienischen neben dem Französischen und dem Lateinischen als lingua franca der höfischen Kultur und Erziehung an den Höfen Europas sowie in den verschiedenen Wissensbereichen untersucht werden. Erstmals werden ausgewählte Handschriften der 280 bislang eruierten italienischen Manuskripte bzw. der rund 580 französischen Kodizes der SLUB (Sächsische Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) mit dem Ziel der kodikologischen Kontextualisierung, der sprachlichen und inhaltlichen Tiefenerschließung sowie der kulturhistorischen Provenienzforschung bearbeitet. [Mehr]

Kontakt:

Professorin

Name

Prof. Dr. Maria Lieber

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz./Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 420

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-37690
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

Dienstag:
15:00 - 16:00
im Semester

​ Mitarbeiter:​​​​​​​​

josephine © Ulrike Kohn

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Name

Josephine Klingebeil M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. / Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

nach Vereinbarung per E-Mail.

Wissenschaftliche Hilfskraft

Name

Dott.ssa Chiara Maria Pedron M.A.

Professur für Romanistik: Sprachwissenschaft (Franz. /Ital.)

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 416

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-31934
fax Fax
+49 351 463-37702

Sprechzeiten:

Dienstag:
15:00 - 16:00

Prof. Dr. Elisabeth Tiller

Fiktionalität und Faktualität​​​

Fiktionalität und Faktualität​​​

Das Projekt hat Interferenzen von Realität und Repräsentation im Blick, die sich zwischen politischen, ökonomischen oder sozialen Ereignissen respektive Gemengelagen und deren medialer Repräsentation ausbilden. Untersuchungsgegenstand sind literarische oder filmische Narrationen des italienischen Kulturraums, die sich explizit mit der politischen Realität des Landes auseinandersetzen. [Mehr]

Kontakt:

Professorin

Name

Prof. Dr. Elisabeth Tiller

Professur für Italienische Literatur- und Kulturwissenschaft

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 419

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-35692
fax Fax
+49 351 463-37709

Sprechzeiten:

Donnerstag:
15:00 - 16:00
im Semester
Invektivität in literarischen und filmischen Darstellungen von Migration im Italien des 20./21. Jahrhunderts

Invektivität in literarischen und filmischen Darstellungen von Migration im Italien des 20./21. Jahrhunderts

Das Teilprojekt nimmt literarische und filmische Migrationsnarrationen der italienischen Erzählgemeinschaft in den Blick, um ästhetische Inszenierungen invektiv ausgetragener sozialer Konflikte seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu analysieren. Das Projekt fragt danach, wie dabei Invektiven narrativ funktionalisiert werden, wie Aushandlung und Plausibilisierung sozialer Konflikte, politischer Identifikationsweisen und kultureller Skripte medial erfolgen und welche historischen Diskurspolitiken, Wissensregime und affektiven Dynamiken dies fundieren.[Mehr]

Kontakt:​​

Professorin

Name

Prof. Dr. Elisabeth Tiller

Professur für Italienische Literatur- und Kulturwissenschaft

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 419

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-35692
fax Fax
+49 351 463-37709

Sprechzeiten:

Donnerstag:
15:00 - 16:00
im Semester
​​Reise- und Entdeckerberichte aus Italien (15./16. Jh.)​​​

​​Reise- und Entdeckerberichte aus Italien (15./16. Jh.)​​​

Bis ca. 1530 entstehen eine Reihe von Reiseberichten italienischer Reisender und Entdecker, die eine eigene Traditionslinie begründen. Das Projekt untersucht die Spezifika dieser Kulturkontakts-Erzählungen und erarbeitet eine Systematik der narrativen Kodierung des italienischen Geo-Wissens [Mehr].


Kontakt:​​​​

Professorin

Name

Prof. Dr. Elisabeth Tiller

Professur für Italienische Literatur- und Kulturwissenschaft

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Romanistik

Institut für Romanistik

Adresse work

Besucheradresse:

Wiener Straße 48, Raum 419

01219 Dresden

Deutschland

work Tel.
+49 351 463-35692
fax Fax
+49 351 463-37709

Sprechzeiten:

Donnerstag:
15:00 - 16:00
im Semester

​​AUSFÜHRLICHE PROJEKTBESCHREIBUNGEN​​​​​

Auf Spurensuche – Zur Literarisierung von Zeitgeschichte im europäischen Gegenwartsroman (Deutschland, Frankreich, Spanien) Prof. Dr. Böhm​

Meine Untersuchung fragt – angelehnt an Michel de Certeau – nach dem „Schreiben der Geschichte“, verlagert diese Fragestellung aber von der Betrachtung historiographischer auf jene literarischer Texte. Das Projekt ist somit an der Schnittstelle von Geschichts- und Literaturwissenschaft angesiedelt und lässt sich dem Forschungsfeld zuordnen, das nach der Medialität von Historiographie bzw. nach der medialen Vermittlung historischer Inhalte fragt.

Analysiert werden neben Erzähltexten von W. G. Sebald und Marcel Beyer, von Patrick Modiano, Cécile Wajsbrot und Agnès Desarthe auch jene von Rafael Chirbes, Alberto Méndez und Antonio Muñoz Molina, die der Konjunktur einer neuen Memorialistik zuzurechnen sind und deren literarische Behandlung europaweit relevanter historischer Ereignisse – so meine These – einen europäischen Erinnerungsraum eröffnen. Diese ‚Romane‘, die fiktionale Elemente mit dokumentarischem Material mischen, behandeln aus der Sicht der zweiten und dritten Generation die Zeit des Bürgerkriegs und der Franco-Diktatur in Spanien, den Nationalsozialismus und das Dritte Reich in Deutschland, die Okkupation und das Vichy-Regime in Frankreich. Die Vernichtung der europäischen Juden ist ein weiterer thematischer Nukleus einer großen Anzahl dieser hybriden Textformen.

Da es sich bei all diesen Spielarten historischen Erzählens um Formen der Gedächtnisarbeit im Modus der Literatur handelt, betrifft eine zentrale Fragestellung des Forschungsprojekts die Verquickung von individueller und kollektiver Geschichte sowie das Verhältnis von Fakten und Fiktion. Die Erzähltexte begegnen der Problematik der Literarisierung von Gedächtnis, Erinnerung und Geschichte mit einer diskursiven Strategie, deren spezifische konzeptionelle und narratorische Gestaltungslösungen in vergleichender Perspektive analysiert werden. Hierbei spielt die Frage nach der Funktion der zur literarischen ‚Rekonstruktion‘ von Vergangenheit herangezogenen materiellen wie immateriellen Spuren eine wichtige Rolle. Dazu gesellt sich häufig die von den weiblichen wie männlichen Autoren bzw. Ich-Erzählern aufgebrachte Frage nach den Schwierigkeiten der von ihnen unternommenen Spurensuche und nach dem Aussage- und Rekonstruktionswert der von ihnen aufgespürten Fundstücke. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Reflexion über das von der Vergangenheit an sie delegierte Vermächtnis, unbekannte Schicksale zu rekonstruieren bzw. Zeugenschaft über deren Geschichte abzulegen.

Zu einer Poetik des Prekären. Arbeitswelten in der europäischen Gegenwartsliteratur (Prof. Dr. Böhm)

Anders als in der Angestelltenliteratur der Weimarer Republik oder in der ‚Literatur der Arbeitswelt’ der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts gilt das Interesse heutiger Autoren und Autorinnen einer technisch hochgerüsteten Dienstleistungsbranche mit qualifizierten Mitarbeitern – oder aber im Gegenteil den prekären Arbeitswelten der Minijobs, Überbrückungstätigkeiten und Aktivierungsmaßnahmen. Gemeinsam ist den Autoren ein großes Unbehagen angesichts eines von den Anforderungen der globalisierten Finanzwelt fremdbestimmten Arbeitslebens, das vom Arbeitnehmer Anpassung, Flexibilität und Engagement fordert, ihm im Gegenzug aber keinen sicheren Arbeitsplatz, kein angemessenes Gehalt und keine Anerkennung mehr bietet. Große Unterschiede weisen die einzelnen Texte hingegen in der ästhetischen Umsetzung des Themas auf. Das Projekt will deshalb unter Berücksichtigung des literarhistorischen Kontextes und mit dem Ziel der differenzierenden Abgrenzung zu Vorläuferphänomenen insbesondere die vielfältigen Berührungspunkte zwischen wirtschaftlichen und sprachlich-literarischen Prozessen herausarbeiten, um die Spezifika einer ‚Poetik des Prekären’ zu ergründen. Die Studie ist Teil eines interdisziplinären Forschungsprojekts, das Krisennarrative der ‚extremen Gegenwart’ untersucht.

Narrative der Krise in den romanischen Gegenwartskulturen (Prof. Dr. Böhm)

Die politische und zugleich ästhetische Reflexion über die Krisenhaftigkeit der gegenwärtigen Lebens- und Arbeitswelt wird in zahlreichen Text- und Bildmedien der jüngeren Zeit zum Thema erhoben – eine Beobachtung, die am Ausgang dieses Forschungsprojekts steht. Auch wenn die Armut, deren pejorative Grundbedeutung im Laufe der Kulturgeschichte stets aufs Neue von Aufwertungskonzepten begleitet wurde, das Signet eines jeden Zeitalters sein mag, so lassen sich doch in den letzten beiden Jahrzehnten aufschlussreiche Veränderungen feststellen, die sich im Gefolge der globalen Finanzkrise nochmals verstärkt haben. Zwar gilt ‚die Krise‘ seit dem Beginn der Industrialisierung als ständige Begleiterin der ökonomisch-technologisch gesellschaftlichen Modernisierung, begreift man sie denn als jenen offenen Übergangszustand einer Gesellschaft, der der Traditionsorientierung entgegensteuert, Orientierungsunsicherheit provoziert und Unsicherheitskompetenz zur Lebensstrategie erklärt. Im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen, politischen und damit einhergehenden sozialen Krisensituation hat sich jedoch ein neues und geradezu proliferierendes Wortfeld herausgebildet, denn in den Medien und in aktuellen, meist soziologischen Publikationen wird nicht nur über ‚Unterschichten‘ und über ‚Neue Armut‘ debattiert, sondern man spricht man über ‚Prekariat’, diskutiert über ‚Prekarität’ und ‚Prekarisierung’. Doch was verbirgt sich hinter diesen Wortschöpfungen? Welches ist das Verhältnis zwischen Prekarität und Armut – ist erstere nichts anderes als ein (modischer) Euphemismus für letztere? Sind die indizierten Prozesse gesellschaftlicher Marginalisierung überhaupt unter dem Begriff der ‚Krise‘ zusammenzufassen?

Die Vielfalt aktuell entstehender Text- und Bildmedien, die sich mit prekären Lebensverhältnissen auseinandersetzen, wirft weitere Fragen auf, die in sozial- und politikwissenschaftlichen Forschungsparametern unbeantwortet bleiben: Welches sind die Spezifika einer literarischen, filmischen und bildnerischen Repräsentation ökonomisch-politischer Krisensituationen? Welche künstlerischen Formen und Verfahrensweisen kommen bei einer Narrativierung dieser Problematik zum Tragen? Wo entstehen Bedeutungsverschiebungen in einem zunehmend globalen Kontext und welche neuen Fokussierungen ergeben sich hierbei aus transdisziplinärer Perspektive? An welcher Stelle gibt es Verflechtungen, Überschneidungen, Interaktionen? Und: In welchem Verhältnis stehen diese aktuellen Entwicklungen zu der Art und Weise, Armut und Prekarität früherer Epochen zu denken?

Das Projekt nimmt nicht nur die ökonomischen und politischen Aspekte, sondern vor allem die kulturgeschichtlichen und -theoretischen Dimensionen einer globalisierten Welt in den Blick. Es leistet einen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion über die Vernetzung der Welt, indem es lokale wie regionale Modifikationen, Verschiebungen und Hybridformen und damit die Vielschichtigkeit kultureller Austauschprozesse betont. Zurzeit wird ein Antrag zur Einwerbung von Drittmitteln erarbeitet.

Observatoire de l‘extrême contemporain | Observatorium der Gegenwartskulturen (Prof. Dr. Böhm)

Wenn „die Zukunft der Geisteswissenschaften [...] im Bereich der Forschung in der methodologisch bewussten, historisch präzise argumentierenden, gesellschaftlich kommunizierbaren und zugleich die Gesellschaft mitkonstitutierenden Forschung“ liegt, wie es die Empfehlungen des Wissenschaftsrates (2006: 12) postulieren, dann bedeutet die Etablierung einer Forschungsprofillinie zum extrême contemporain, das heißt zur unmittelbaren Gegenwart, die sich mit aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Gegenständen und Fragestellungen der letzten zehn bis zwanzig Jahre (in historischer Fundierung) beschäftigt, ein markantes und zukunftsträchtiges Alleinstellungsmerkmal.

In meiner Beschäftigung mit der Kultur der Gegenwart gehe ich davon aus, dass jene die Chance bietet, ein „univers esthétique et conceptuel jusqu’alors inconnu“ (Proguidis 2001: 9) zu entdecken. Ist es den Künstlern und Künstlerinnen vorbehalten, ein solches Extrem der gesteigerten Wahrnehmung – „ein Staunen, ein Beben, […] eine Intensität, die ungemein fragil ist“ (Lerch 1989: 24) – schöpferisch zu leben, so ist die Arbeit der Kritik auf diesem Terrain ebenfalls durch eine außerordentliche Nähe zum Gegenstand gekennzeichnet. Gemeinsam ist der Produktions- wie der Rezeptionsseite, dass die Kultur des extrême contemporain wie ein Seismograph die Möglichkeit bietet, die unmittelbare Gegenwart fragend zu umkreisen und zu erfassen. Sie dient somit auch als Mittel der Erkenntnis über die conditio humana unserer Gegenwart. In längerfristiger Perspektive soll ein solches Observatorium der Gegenwartskulturen über den Aufbau eines Netzwerks von Gegenwartsforschern als Thinktank fungieren, der über die Behandlung von spezifischen Forschungsprofillinien wie „Prekarität“, „Migration“, „Digitalisierung“ die Reflexion gesellschaftlich und politisch relevanter Fragestellungen geisteswissenschaftlich begleitet und die Geisteswissenschaften auf diese Weise als Lebenswissenschaften (Ette 2008) im Mittelpunkt der Gesellschaft positioniert.

Konzeptueller Wissensausbau und innovative Verbalisierung: Gian Giorgio Trissinos Versprachlichung der Welt (Prof. Dr. Lieber)

Infolge ihrer inhärenten Beziehung zum Text leistet die erkenntnistheoretische Orientierung der Philologie - bereits ihrer tradierten Interdisziplinarität wegen - ein neues assoziatives Verständnis hinsichtlich Innovationskonzeption. Es ist insofern die Analyse der Ideen unseres geistesgeschichtlichen Wissenshorizontes signifikant neu zu gestalten, um die Performanz progressiver Gedankenentwürfe in einer digitalen Lebenswelt und neu entstehenden Expertenkultur fruchtbar zu verdichten. Das Projekt versteht die Auseinandersetzung mit dem Vicentiner Gelehrten Gian Giorgio Trissino als Ausgangspunkt für die Dokumentation eines bis heute gültigen Systems der Wissensgenerierung über die geplante bzw. derivative Konstruktion von Sprachfeldern zur Kreation von Wissenswelten. Ein in diesem Projekt vorangetriebener, erstmals ermöglichter digitaler Zugang zu Trissino über eine Online-Konkordanz seines Gesamtwerkes garantiert nicht nur eine globale und multiple Sammlung qualitativer Metadaten unterschiedlicher Wissensbereiche, sondern gestattet darüber hinaus eine mehrschichtige Dokumentation und semantische, funktionale, syntaktische sowie morphologische Bestimmung. Die programmatische Beschaffenheit der Ideenentwürfe des Sprachreformers ließe dabei auch vielschichtige textlinguistische sowie diskursanalytische Interpretationen von Wissensausbau und seiner Verbalisierung unter neuen paradigmatischen Voraussetzungen zu. Die Interdisziplinarität des Projektes ist dabei nicht nur auf moderne Disziplinen oder etablierte geisteswissenschaftliche Fachbereiche auszubauen, auch sind Erkenntnisse der Medientheorie im Bereich der Typographie und Schriftkultur assistierend einzusetzen.

Lodovico Antonio Muratori (1672-1750) und Deutschland (Prof. Dr. Lieber)

Im Rahmen dieses seit 1994 laufenden Projektes wurden bisher einerseits Recherchen zu den Korrespondenzpartnern Muratoris in den deutschsprachigen Ländern durchgeführt, andererseits die vielschichtigen kulturellen und geistigen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland im Zeitalter der Aufklärung betrachtet. Die Ergebnisse der Forschungen wurden in verschiedenen Veröffentlichungen dokumentiert, so in dem Werk Lodovico Antonio Muratori und Deutschland, Frankfurt/M.: Lang 1997 (Italien in Geschichte und Gegenwart, 8) und in dem 1999 ebenfalls beim Verlag Peter Lang erschienenen Band Die Glückseligkeit des gemeinen Wesens. Wege der Ideen zwischen Italien und Deutschland im Zeitalter der Aufklärung, der die Akten des Kongresses "Le strade della cultura nel Settecento - Italienisch-deutsche Geistesbeziehungen im 18. Jahrhundert" (Dresden, Dezember 1997) beinhaltet. Eine weitere Publikation zu den kleineren Briefwechseln Muratoris mit deutschen Briefpartnern (ca. 60 Briefe auf Latein, Italienisch und Französisch) und zu den in Deutschland lebenden italienischen Briefpartnern (ca. 200 Briefe auf Italienisch) ist 2010 im Peter Lang Verlag erschienen. Seit 2011 ist ein weiteres Teilprojekt hinzugekommen: Die Korrespondenz von G. W. Leibniz mit Muratori (1708-1716). Dieses wurde 2013 in ein größeres Projekt integriert, d. h. den Band 25 des Carteggio Nazionale (ca. 300 Briefe von 25 Briefpartnern), der zurzeit ediert wird (Fertigstellung ca. 2017).

Die italienischen und französischen Manuskripte der SLUB Dresden (Prof. Dr. Lieber)

Die Präsenz des Italienischen und des Französischen in den Bereichen Sprache, Literatur, Dichtkunst aber auch Jurisprudenz, Kirche, Kunst (insbes. Architektur und Malerei), Musik, Medizin, Naturwissenschaften am Sächsischen Hof vom 16.-19. Jahrhundert soll anhand des in der SLUB vorhandenen Manuskriptkorpus analysiert und die Funktion des Italienischen neben dem Französischen und dem Lateinischen als lingua franca der höfischen Kultur und Erziehung an den Höfen Europas sowie in den verschiedenen Wissensbereichen untersucht werden. Dabei werden ganz unterschiedliche Traditionslinien herausgearbeitet, so z. B. die Geschichte der deutschen Europapolitik mit besonderem Blick auf Sachsen, die Geschichte der dynastischen Beziehungen sowie die Geschichte der deutsch-italienischen sowie deutsch-französischen Kultur- und Geistesbeziehungen. Die in den letzten Jahren stetig vorangetriebene Arbeit soll nunmehr durch forschungskonkrete Kooperationen mit internen und externen Partnern weiter vernetzt werden. Erstmals werden ausgewählte Handschriften der 280 bislang eruierten italienischen Manuskripte bzw. der rund 580 französischen Kodizes der SLUB (Sächsische Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) mit dem Ziel der kodikologischen Kontextualisierung, der sprachlichen und inhaltlichen Tiefenerschließung sowie der kulturhistorischen Provenienzforschung bearbeitet. Alle italienischen Handschriften werden parallel von der SLUB in einem durch die DFG geförderten Projekt kategorisiert und digitalisiert, so dass der Grundstein für die kritische digitale Edition in einem Gesamtprojekt gelegt ist, welches über die Buchkultur hinausgehend weitere Mosaiksteine italienisch-sächsischer Identität im Rahmen der musealen Institutionen Sachsens in einem wissenschaftlichen Netzwerk innovativ zusammenführt.

Fiktionalität und Faktualität (Prof. Dr. Tiller)

In diesem Projekt, das von literarischen Texten Ausgang nimmt, aber gleichermaßen filmische Produktionen berücksichtigen wird, stehen Interferenzen von Realität und Repräsentation im Blickpunkt. Dies meint das Zusammenwirken von politischen, ökonomischen oder sozialen Ereignissen respektive Gemengelagen und deren medialer, etwa literarischer oder filmischer Repräsentation, die in der Gegenwart in veränderter Weise interagieren. Fächerübergreifend lässt sich diesbezüglich in den letzten Jahren eine sichtlich dynamisierte Diskussion zum Zusammenspiel von Fiktionalität und Faktualität festmachen: von Fakten aus der realen Realität und fiktionalen Strategien der Generierung imaginärer Welten, die mitunter in Diskussionen eines Neuen Realismus münden. Das Projekt beschäftigt sich mit textuellen oder filmischen Repräsentation von manchmal latenten, insbesondere aber politisch bzw. sozialpolitisch aktuellen Themen, die nicht ausschließlich im Rahmen tradierter literarischer Konventionen, sondern eben auch mit Hilfe von innovativen, grenzüberschreitenden literarischen oder filmischen Verfahrensweisen, von Hybridisierungen und intermedialen Erweiterungen erstellt werden. Zugriffsbereich ist der italienische Kulturraum, der Resonanzraum der italienischen Erzähl- und Deutungsgemeinschaft also, in welchem sich in den letzten Jahren vermehrt literarischen oder filmischen Narrationen antreffen lassen, die sich explizit mit der politischen Realität des Landes auseinandersetzen.

Invektivität in literarischen und filmischen Darstellungen von Migration im Italien des 20./21. Jahrhunderts(Prof. Dr. Tiller)

Das Teilprojekt nimmt literarische und filmische Migrationsnarrationen der italienischen Erzählgemeinschaft in den Blick, um ästhetische Inszenierungen invektiv ausgetragener sozialer Konflikte seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu analysieren. Das Projekt fragt danach, wie dabei Invektiven narrativ funktionalisiert werden, wie Aushandlung und Plausibilisierung sozialer Konflikte, politischer Identifikationsweisen und kultureller Skripte medial erfolgen und welche historischen Diskurspolitiken, Wissensregime und affektiven Dynamiken dies fundieren.[Mehr]

Reise- und Entdeckerberichte aus Italien (15./16. Jh.) (Prof. Dr. Tiller)

Der Venezianer Marco Polo war weder der erste spätmittelalterliche Reisende von der italienischen Halbinsel, der langjährige Reisen in ferne Weltregionen unternommen hatte, noch der erste, der davon schriftlich Kunde gegeben hat. Gleichwohl leitet er eine Tradition ein, die bis zum Ende der großen Entdeckungen um 1530 eine größere Zahl von Reiseberichten prägen wird, welche Händler und Bankiers, Seefahrer, Kartographen und sonstige Reisende nach ihrer Rückkehr nach Europa bzw. auf die italienische Halbinsel verfassen. Das Forschungsprojekt untersucht diese Reiseberichte des 15. und 16. Jahrhunderts nicht nur in Hinblick auf eine rinascimentale Gattungs-Kanonisierung, sondern versucht insbesondere, die Modi der Valorisierung des Erfahrungswissens, der epistemisch zusehends zielgerichteten Wissens-Generierung, der humanistisch angeleiteten Klassifizierung und Kodierung der fremden Anderen bzw. ihrer Kulturen, der sinnstiftenden Narrativierung der durchlebten Kulturkontakte sowie der zugehörigen Weltdeutungskonventionen zu beschreiben und zu analysieren, um die italienische Spezifik dieser Verschriftlichungen ferner Welten systematisch zu erfassen.

Zu dieser Seite

Letzte Änderung: 02.08.2017