Diversity Monitoring - Vielfalt durch Transparenz fördern

Die Befragung startet Anfang Juli. Hier informieren wir sie, sobald sie an der Befragung teilnehmen können! 

Logo Diversity Monitoring

Das Projekt „Diversity Monitoring – Vielfalt durch Transparenz fördern“ wurde im Rahmen der Ausschreibung „Diversität gezielt gefördert“ der TU Dresden bewilligt. Es hat eine Laufzeit von einem Jahr, bis Ende 2018. 

Diverse gesellschaftliche Veränderungen, wie der demografische Wandel, die zunehmende Internationalisierung sowie die Individualisierung von Lebensläufen führen zu einer immer stärker werdenden Heterogenität der Gesellschaft. Dabei entstehen insbesondere für Hochschulen, die im internationalen Wettbewerb bestehen müssen, neue Chancen und Herausforderungen. Mit dem Diversity-Ansatz kann flexibel auf solche Veränderungen reagiert werden. Das Ziel ist die Anerkennung und Einbeziehung aller Mitglieder einer Hochschule – unabhängig von Geschlecht, Alter, sozialer oder ethnischer Herkunft, der persönlichen Lebenssituation, der Weltanschauung, Gesundheit oder der sexuellen Orientierung. Dafür müssen Rahmenbedingungen von Seiten der Hochschule etabliert werden, um einen Ort zu schaffen, an dem sich alle Mitglieder der Hochschule gleichermaßen entfalten und wohlfühlen können. Sowohl Studien- als auch Arbeitsbedingungen können dadurch maßgeblich verbessert werden.

Die Entwicklung einer inklusiven, diversitätsorientierten Hochschule sowie die Definition von geeigneten Maßnahmen, setzt Kenntnisse über die Zusammensetzung der Mitglieder einer Hochschule voraus. Während sich beispielsweise zur Qualitätssicherung der Lehre bereits Maßnahmen etabliert haben, ist die Datengrundlage in verschiedenen Diversitätsmerkmalen, wie die persönliche Lebenssituation oder Diskriminierungen, unzureichend. In diesem Kontext versucht das Diversity Monitoring zunächst eine Datengrundlage über die aktuellen Studienbedingungen und Diversitätsmerkmale der Studierenden und Mitarbeitenden zu schaffen. Dies ist eine Grundvoraussetzung zur Identifizierung von Problemen und zur Definition geeigneter Maßnahmen. Zudem können auf diesem Wege Wirkungen von Maßnahmen quantitativ gemessen und belegt werden, wodurch die Hochschule befähigt wird, Qualitätsstandards im Bereich Diversity festzulegen und deren Wirkung zu evaluieren. Dafür bildet das vorliegende Forschungsprojekt den Grundstein.

Ziele und Zielgruppen

Im Rahmen einer Online-Befragung sollen Studierende hinsichtlich eigener Diversitätsmerkmale befragt werden. Erfasst werden sollen ebenfalls Ebenen der Diskriminierung sowie spezielle Bedürfnisse, die im Rahmen einer diversen Lehre adressiert werden sollten. Das Ziel ist es, Lehrende und Studierende zu sensibilisieren, indem Diversitätsmerkmale der Mitglieder unserer Hochschule transparent erfasst und dargestellt werden. Der Mensch als Individuum mit verschiedenen Diversitätsmerkmalen steht dabei im Vordergrund. Die Betonung des Individuums sowie die bewusste Wahrnehmung von Unterschieden kann bereits zum Abbau von Stereotypisierung und Diskriminierung beitragen. Ein weiteres Ziel ist die Förderung der Selbstreflektion aller Beteiligten. Durch die eigene Teilnahme an der Befragung, in der Diversitätsmerkmale thematisiert werden, wird das Bewusstsein der eigenen Diversitätsdimensionen gefördert, was Grundlage zur Bildung von Diversitäts-Kompetenzen ist. Parallel zur Online-Befragung ist die Durchführung von qualitativen Interviews mit einzelnen Personen ausgewählter Personengruppen geplant. Die Studienergebnisse können darüber hinaus genutzt werden, um bestehende Strategien zur Förderung von Diversität zu konkretisieren. Folgende Fragestellungen sind im Kontext des Diversity Monitoring relevant:

  • Welche Diversitätsmerkmale haben die Studierenden der TUD?
  • Welche konkreten Bedürfnisse ergeben sich aus den verschiedenen Diversitätsdimensionen?
  • Welche Handlungsstrategien werden bereits im universitären Kontext mit welcher Wirkung umgesetzt? Wo gibt es Defizite?
  • Wie sieht eine diversitätsgerechte Lehre aus?

Aufgrund der kurzen Laufzeit des vorliegenden Projektes wird es zwar nicht möglich sein, all diese und weiterführende Fragestellungen zu beantworten, es stellt jedoch eine Basis für weiterführende Analysen und Forschungen dar. Zur Evaluierung diversitäts-relevanter Aspekte ist zudem ein längerfristiges Monitoring mit wiederholten Erhebungen notwendig. 

Kontakt & Projektbeteiligte

Möchten Sie mehr über unser Projekt erfahren? Möchten Sie sich selbst einbringen oder Ihre Meinung zum Projekt äußern? Fühlen Sie sich benachteiligt und möchten uns von Ihren Erfahrungen berichten? Gern können Sie jederzeit mit Fragen, Kritik oder Ihren persönlichen Erfahrungen mit uns in Kontakt treten. 

Besuchen Sie ebenfalls unsere Facebookseite, für weitere Informationen und Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen.

MItarbeiter & Mitarbeiterinnen  

Christin Engel © Mathias Gröbe

Projektleitung

Name

Frau Christin Engel M.Sc.

Meinhardt Branig © Meinhardt Branig

Projektleitung

Name

Herr Meinhardt Branig M.Sc.

Bild von Juliane Kopitz © Marko Ott

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Name

Frau Juliane Kopitz M.Sc.

Kontaktinformationen
Organisationsname

Zentrum für Qualitätsanalyse (ZQA)

Zentrum für Qualitätsanalyse (ZQA)

Adresse work

Besucheradresse:

Falkenbrunnen, Zi. 201 Chemnitzer Str. 48a

01187 Dresden

Lieselotte Leonhardt - Mitarbeiterin im Projekt Diversity Monitoring © Meinhardt Branig

Wissenschaftliche Hilfskraft

Name

Frau Lieselotte Leonhardt B.Sc.

Zu dieser Seite

Christin Engel
Letzte Änderung: 25.06.2018